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Marktforschung
14. Juni 2012 20:37; Akt: 14.06.2012 23:53 Print
Die Schoggi der Zukunft
Auch Schokolade unterliegt Moden, Geschmack und Ansprüche ändern sich. Die Zeiten, als man x-eine Schoggitafel oder eine beliebige Schachtel Pralinés verschenken konnte, sind vorbei.

Ein Mädchen giesst sich seinen eigenen Schoggihas. (Bild: Keystone)
Der Schokoriegel der Zukunft dürfte kleiner und gesünder zusammengesetzt sein. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Wirtschaftsprüfungs- und -beratungsunternehmens KPMG, wie dieses am Donnerstag mitteilte. Angesichts der Preisschwankungen für Kakao etwa dürften sich Schokoladenhersteller künftig gezwungen sehen, für ihre Produkte weniger Kakao zu verwenden, wie es in der Mitteilung heisst.
Das Ergebnis sind beispielsweise kleinere Schokoriegel. Und da in den Industrieländern die Gesellschaft zwar auch künftig aus Schleckmäulern besteht, gleichzeitig aber mehr Wert auf Gesundheit legt, müssen die Hersteller auf die Zusammensetzung ihrer Produkte achten.
Wachstumsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft
Schokolade ohne (ungesunde) Zusatzstoffe dürfte laut Bericht zum Standard in diesen Ländern werden. Schon heute bemühten sich Produzenten, Schokolade mit weniger oder gar keinem Zucker und weniger Fett herzustellen, sagte Stéphane Gard von KPMG auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Ohnehin werde generell stets am Geschmack getüftelt.
Im Westen sind laut Mitteilung die Wachstumsmöglichkeiten für Schokoladenprodukte «noch längst nicht ausgeschöpft». Nicht nur Ostern, Samichlaus und Weihnachten eignen sich für Schoggigeschenke. Da gibt es auch Halloween und Neujahr, nicht zu vergessen Valentinstag, Hochzeit und Geburtstag. Dazu kommen neue Feste aus aller Welt, wie etwa das Mondfestival.
Zauberwort «Personalisieren»
Bloss - passé ist es, einfach eine Schoggitafel oder eine x-beliebige Schachtel Pralinés zu schenken. «Personalisieren» heisst das Zauberwort der Zukunft: Dem Liebsten in einer ganz auf ihn zugeschnittenen Verpackung eigens für ihn zusammengesetzte Schöggeli, extra für ihn kreierte Schokoriegel kredenzen.
Im personalisierten Markt orten die Fachleute denn auch «die nächste Herausforderung für Schokolade». Dabei gelte es für die Hersteller allerdings, Kosten und Möglichkeiten in der Balance zu halten.
Wachsende Schokolade-Absatzmärkte sieht der Bericht vor allem in Lateinamerika, Osteuropa und im asiatisch-pazifischen Raum. Die Ansprüche seien unterschiedlich, so die Mitteilung. In Mexiko etwa seien vor allem Produkte für Kinder gefragt, in Russland und China steige das Bedürfnis nach Premium-Produkten.
(sda)
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Alle 28 Kommentare

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gesunder oder lukrativer?
es geht schlussendlich nur darum eine schokolade zu produzieren, mit der man einen höheren preis gerechtferitigen kann.
es soll so bleiben
sorry aber wenn man gesund leben will muss man keine schokolade essen... deswegen sollte der geschmack bleiben so wie er ist und schon gar kein künstlicher zucker (was übrigens sowieso gesundheitsschädlicher ist) usw. zugeführt werden
Chocolat Frey
Ich greife bei der Migros ins Regal: Tourist, der Klassiker. Auch mal eine Caramel- oder reine Milchschokolade. Hin und wieder eine Cailler Nuss. Mehr brauche ich nicht, zum Glücklich sein! :-) Aber eben: Schokolade geniessen ist Glaubenssache.