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Trotz Fukushima
20. Juli 2011 22:39; Akt: 20.07.2011 22:44 Print
Die Welt hält an Atomstrom fest
von Alex Hämmerli - Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft steht die Schweiz fast allein da. Rund um den Globus werden derzeit über 60 neue AKW hochgezogen.

Blick aufs französische Kernkraftwerk in Nogent-sur-Seine. (Bild: epa)
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Umstrittene Atomenergie
Verfolgt man die politische und mediale Debatte in der Schweiz, könnte man meinen, die ganze Welt kehre dem Atomstrom den Rücken. Doch dem ist nicht so: Auch nach der nuklearen Katastrophe von Fukushima bauen die internationalen Stromkonzerne weiterhin Meiler um Meiler.
Infografik So läuft eine Kernschmelze abDer Kampf gegen den Super-GAUTimeline: Super-GAU in FukushimaStörfall im Atomkraftwerk FukushimaOffiziell für den Ausstieg beziehungsweise gegen den Neubau von AKWs ausgesprochen haben sich derzeit neben der Schweiz einzig Deutschland, Italien und Japan. Das zeigt eine Übersicht, die der französische Industriekonzern Areva für 20 Minuten zusammengestellt hat. Areva ist der Weltmarktführer im Bau von Atomkraftwerken. «Während in der Schweiz und Deutschland die Angst vor AKWs überwiegt, fährt der Zug im Rest der Welt fast ungebremst weiter», sagt der in London lebende Robert Davies, Vizepräsident der Neubau-Sparte von Areva. In England etwa sehe man die ganze Sache pragmatischer. Derzeit seien weltweit über 60 Meiler in Bau – und weitere 500 in Planung.
So zum Beispiel in Saudi-Arabien: Dort sollen bis 2030 insgesamt 16 neue Kernkraftwerke entstehen. Oder in England: Hier wollen Regierung und Atomindustrie bis 2025 insgesamt 12 neue Meiler bauen, um die Kraftwerke zu ersetzen, die bis dahin altersbedingt vom Netz gehen. «Die Regierung befürchtet, dass wir sonst immer abhängiger von russischem Gas werden», sagt Peter Haslam, Berater der britischen Atomlobby NIA.
Solche Bekenntnisse dürften die Schweizer Kraftwerkzulieferer freuen. Alstom, ABB und andere profitieren von neuen Kernkraftwerken.




























