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Lehman-Geschädigte
30. Dezember 2008 09:55; Akt: 30.12.2008 12:12 Print
Die erste Million ist bezahlt!
Die «Schutzgemeinschaft der Lehman-Anlageopfer» kann gut zwei Monate nach ihrer Gründung den ersten «Erfolg» verbuchen: Die Credit Suisse und die Neue Aargauer Bank (NAB) haben den Vereinsmitgliedern rund eine Million Franken zurückgezahlt. Kein Grund zum Jubeln, sagt die Sprecherin der Anleger-Selbsthilfe.
René Zeyer, Sprecher der Schutzgemeinschaft, ist überzeugt, dass «dieser Erfolg dem öffentlichen Druck und den angekündigten juristischen Schritten der inzwischen mehr als 550 Mitglieder zu verdanken ist». Da alle aussergerichtlich Entschädigten eine «Stillschweigevereinbarung» hätten unterzeichnen müssen und sich nicht alle der über 4000 Lehman-Opfer organisiert hätten, dürfte der Gesamtbetrag der Rückerstattungen laut Zeyer um einiges höher liegen. Zeyer: «Dieser Betrag, den beide Banken 'freiwillig' bezahlt haben, ist heute schon eine Million mehr als die CS anfänglich zurückerstatten wollte – nämlich nichts.» Zeyer gibt sich kämpferisch: «Und das war erst der Anfang, denn unser Kampf wird auch 2009 weitergehen. Wer sich organisiert, profitiert.»
Kein Grund zum Jubeln
«Dass die Credit Suisse nach den von ihr formulierten Bedingungen entschädigt, ist kein Grund zum Jubel», erklärt die Sprecherin der Anleger-Selbsthilfe Gabriela Fischer. Die Anleger-Selbsthilfe bestreitet denn auch die Rechtmässigkeit der von der Credit Suisse vorgegebenen Entschädigungsbedingungen. Fischer: «Wir kämpfen dafür, dass auch die 95 Prozent der Geschädigten, die bis jetzt leer ausgegangen sind, von der Credit Suisse entschädigt werden.» (scc/rmd)

























