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Facebook-Börsengang
02. Februar 2012 17:32; Akt: 02.02.2012 17:32 Print
Diese Leute werden jetzt zu Milliardären
von Elisabeth Rizzi - Facebook dürfte ein gigantischer Börsengang gelingen. Davon profitieren die Mitarbeitenden, Privatinvestoren und die Banken, die den Aktienverkauf abwickeln.

Profiteure Milner, Thiel und Breyer. Ihnen spült der Facebook-Börsengang Milliarden von Dollars in die Kassen. (Bild: Keystone)
Wenn Facebook kommenden Mai kotiert wird, könnte das soziale Netzwerk alle Rekorde sprengen. Das Netzwerk zählt über 800 Millionen Nutzer und beflügelt die Fantasie der krisengeplagten Anleger.
Infografik Wem gehört Facebook? So viel verdienen die FacebookerWegen des geplanten Börsengangs muss Facebook sein Geschäftsmodell transparent machen. Der am Mittwoch veröffentlichte Börsenprospekt gibt einen interessanten Einblick in die Lohnstruktur. Spitzenverdienerin im vergangenen Jahr war Sheryl Sandberg, die als Zuckerbergs rechte Hand das Tagesgeschäft leitet. Ihr Basisgehalt lag zwar bei «nur» 296 000 Dollar plus 86 000 Dollar Bonus. Doch hat sie sich auch das Anrecht auf Aktien verdient - und deren Wert beläuft sich auf 30,5 Millionen Dollar. Bei Chefentwickler Mike Schroepfer und Finanzchef David Ebersman sieht die Lohntüte ähnlich aus: Vergleichsweise kleines Grundgehalt, üppiger Aktienbonus. Sie kommen auf 24,7 Millionen beziehungsweise 18,7 Millionen Dollar. Bei Chefjustiziar Theodore «Ted» Ullyot summierte sich das Gesamtgehalt auf knapp 7,0 Millionen Dollar. Zuckerberg selbst ist der Geringverdiener in der Chefetage. Aktien bekommt er gar keine - er besitzt ja auch schon gut 28 Prozent an Facebook. Allerdings liegen Zuckerbergs Grundgehalt (483 300 Dollar) und sein Bonus (221 000 Dollar) höher als bei seinen Kollegen. Ab 2013 sinkt sein Grundgehalt aber auf 1 Dollar.
Vom Börsengang profitiert allen voran natürlich der 27-jährige Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Sein Anteil an Facebook dürfte 28 Milliarden Dollar betragen. Zuckerberg selbst betont allerdings, er wolle nicht das schnelle Geld, sondern ein nachhaltiges Unternehmen nach dem Vorbild von Apple schaffen.
Ebenfalls ein grosses Stück vom Börsenkuchen kann sich Jim Breyer mit Accel Partners abschneiden. Der Risiko-Kapitalgeber investierte 2005 laut dem «Time-Magazine» 15 Millionen Dollar. «Das Geschäft hat ein unglaublich starkes organisches Wachstum hervorgebracht. Und das Team ist hochbegabt und atemberaubend brillant in Bezug auf das Verständnis für die Lebenswelt von Studierenden», sagte er damals. Accels Aktienpaket dürfte jetzt 11,4 Milliarden Dollar schwer sein.
Milliardenschwerer Ex-Kumpel
Auch Zuckerbergs ehemaliger Studienkollege Dustin Moskovitz hat für den Rest des Lebens ausgesorgt. Er gehörte zum harten Kern der Studenten, die Zuckerberg half, 2004 das Netzwerk zu lancieren. Er verliess Harvard gemeinsam mit Zuckerberg vorzeitig, um sich voll und ganz dem Projekt Facebook zu widmen. Er kehrte dem Unternehmen später den Rücken und wirkt heute als Technologie-Unternehmer und Investor im Sillicon Valley. Im dürfte der Börsengang von Facebook 7,6 Milliarden Dollar in die Kasse spülen.
Mit einem Zubrot von rund 5,5 Milliarden Dollar dürfte auch der russische Milliardär Yuri Milner nichts zu klagen haben. Der Gründer von Digital Sky Technologies (heute SST Global) hat sich innert weniger Jahre einen Namen als Startup-Investor gemacht. Er steckte Facebook 2009 200 Millionen Dollar zu und hat seither seinen Anteil stetig ausgebaut. Milner besitzt ebenfalls einen beträchtlichen Anteil am Schnäppchenportal Groupon, das letztes Jahr an die Börse ging. Der studierte Physiker hat kürzlich im Silicon Valley eine 100 Millionen-Villa gebaut.
über 500 Millionäre
Der Paypal-Mitbegründer und ehemalige CEO Peter Thiel wird sein Vermögen ebenfalls mit einem Betrag von 2,5 Milliarden Franken aufstocken können. Er hatte schon 2004 gut 500 000 Franken in Facebook investiert und damit einen Zehnprozent-Anteil an der Firma erreicht. Thiel fiel letztes Jahr mit einer eigenwilligen Initiative auf. Er kündete an, 100 000 Dollar für 24 Studierende zu spenden, damit sich diese – anstelle des Studiums – zwei Jahre lang auf die Entwicklung von Geschäftsideen im Bereich Biotechnologie, Ausbildung und Energie fokussieren können. Thiel amtet heute als Präsident des Hedgefunds Clarium Capital.
Diese illustren Zeitgenossen sind aber nur ein kleiner Teil der Profiteure. 500 bis 1000 Facebook-Mitarbeitende der ersten Stunde haben ebenfalls grosszügig Aktien als Lohnbestandteil erhalten. Sie werden durch den Börsengang ebenfalls zu Millionären. Allein einzelne Software-Ingenieure dürften laut dem «Tages-Anzeiger» mehr als 10 Millionen Dollar schwer werden.
Einen schönen Gewinn wird auch die Bank Morgan Stanley einsacken können. Sie zeichnet für den Börsengang verantwortlich und hat auch bereits Groupon und Zynga auf den Kapitalmarkt gebracht. Ebenfalls mit Facebook zu tun haben die Banken Goldman Sachs, J. P. Morgan, Barclays und Merrill Lynch – allerdings in weitaus geringerem Ausmass. Gesamthaft dürften die Banken mehr als 250 Millionen Dollar aus dem Börsengang schlagen.
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Alle 13 Kommentare
































Facewas?
Irgendwie erschreckend! Etwas das eigentlich niemand braucht, aber (fast) alle haben es, bringt einigen Leuten ein Riesen Vermögen! Ich frage mich wie lange die Menschheit sich noch für doof verkaufen lässt. Zum Glück kenne ich noch die Zeit wo wir zusammen gesprochen haben , und uns am LOEB Eggen verabredeten zum Ausgehen ;-)
!?!?!?
@ Kurt Würgler : Wiso kein Bezug zur reellen Welt? Brauchst Du in Deiner Welt kein Geld?? Also ich denke mal das auch Du das Geld nehmen würdest wenn man es Dir geben würde! Also ich persönlich überlege mir sehr stark nach dem Börsengang Facebook-Aktien zu zulegen!!!
Nicht begriffen?
Also Facebook ist gratis. Woher kommt also das Geld? Das ist doch eine riesen Blase. Dass Facebook viel wert ist, das kann ich mir vorstellen, aber es muss ja auch irgendwo Geld herkommen. Da man keine Gebühren bezahlt, woher kommt es dann? Wahrscheinlich wird es am Anfang einen riesen Run auf diese Aktien geben, aber ich persönlich glaube nicht daran. Es ist ein Unterschied, ob man etwas einen grossen Wert zuschreibt, oder ob es diesen auch wirklich hat! Ist wie bei Sammlerobjekten. Der gehandelte Wert entspricht nicht immer dem materiellen Wert.
keinen Durchblick?
Facebook verdient sehr wohl viel Geld mit Werbeeinnahmen (80%) und der Bezahl-Abwicklung für die zahlreichen Apps.
Werbung, Spiele
Du bist sicher Facebook nutzer? Dann hast du es nicht Begriffen...Rund 800 Mio. nutzer heisst 800 Mio. Potentielle Kunden. Facebook schaltet werbung auf, diese Werbung ist individuell auf den nutzer zugeschnitten, dass heisst wenn du viel über Autos Schreibst, dann kommt Werbung von Autos, oder du schreibst viel über Reisen, dann hast Du werbung von Reisanbieter, jeder nutzer auf Facebook hat andere Werbung, und jetzt was glaubst Du was so eine Werbung Kostet? bei 800 Mio. nutzer? Facebook hat noch mehr einnahmen "gefällt mir" ist auch eine davon
Alles läuft heute über Werbung
Das Geld kommt wie immer von der Werbung! Schau mal rechts die ganzen Werbebanner an. oder Unten bei Facebook der Link. Wie werben mit Facebook oder die mehreren Millionen Firmen die Facebookseiten und Apps für viel Geld erstellen. Auch auf jedem Gerät gibt es heute das FB Logo. etc. u.s.w die wird alles mit dem Kauf der Gadgets bezahlt und die Grossfirmen leiten es an FB weiter. Übrigens kostet ein klick auf ein Werbebanner im Durchschnitt CHF. 1.- bei 800`000000 Nutzer kommt da schon einiges zusammen. P.S. Es läuft ja heute überall so. Schau mal ganz genau hin.