Parquery

13. August 2017 16:29; Akt: 13.08.2017 16:29 Print

Diese Software hilft, einen Parkplatz zu finden

ETH-Forscher haben eine Software entwickelt, mit der Satellitenbilder analysiert und den Leuten Parkplätze vermittelt werden.

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Ob in Zürich, Basel oder Bern: Mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren ist meist eine mühsame Angelegenheit. Entweder findet man keinen Parkplatz oder muss den Wagen in ein teures Parkhaus stellen. Viele drehen Runde um Runde, um einen günstigen Platz fürs Auto zu erobern.

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Die ETH-Forscher Andrea Fossati und Angela Yao möchten nun helfen, dieses Problem zu lösen. Sie haben eine Bildanalyse-Software namens Parquery entwickelt, die die Belegung öffentlicher Parkplätze in Echtzeit liefern kann. Sie funktioniert dabei mit Hilfe von Kameras, deren Standbilder an eine Cloud übermittelt werden, wo sie von Algorithmen ausgewertet werden.

Test im Waadtland

Einen ersten Einsatz hatte Parquery im Waadtländer Städtchen Vevey. Wie die «Handelszeitung» berichtet (Artikel online nicht verfügbar), liess die Ortschaft mit der Software und zwei Kameras das Parkplatzbelegungsprofil an der Grande Place auswerten. So kann den Automobilisten aufgezeigt werden, wann es leere Plätze gibt.

Doch längerfristig möchten die Start-up-Grunder Fossati und Yao nicht nur Parkplätze vermitteln. Ihre Technologie soll auch auf andere Gebiete angewandt werden. Stichwort ist dabei die sogenannte Smart City – die intelligente Stadt, die mit Hilfe des Internets ihren Bewohnern das Leben erleichtert.

Marktpotenzial ist gross

In diesem Bereich bietet sich den ETH-Forschern auch ein grosses Marktpotenzial. An der Vision der Smart City arbeiten auch Grosskonzerne und IT-Firmen anderer Kaliber. Diese sind aber auch immer wieder auf Innovationen kleiner Start-ups angewiesen, um ihre Produkte weiter voranzutreiben – eine Möglichkeit für Marktteilnehmer wie die Schweizer Parquery.

Die junge ETH-Firma konnte im April ein Seed-Funding erfolgreich abschliessen, möchte aber auch in Zukunft noch Geld von Investoren annehmen. Ganz wichtig ist den Gründern jedoch: Ihr Geschäftsmodell habe nichts mit dem Verkauf von Daten zu tun. Sie betonen, dass sie keine personenbezogen Daten erheben oder bearbeiten.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • peter ball am 13.08.2017 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr Parkplätze

    macht einfach mehr Pakplätze, dann braucht es keine Software.

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  • Susanne am 13.08.2017 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Pflästerli

    Gewisse Kreise möchten in der Schweiz ein Bevölkerungswachstum von knapp 100000 Personen pro Jahr. Da gibt es eigentlich nur eines, die Infrastruktur ist entsprechend auszubauen. Das mit dieser App ist gut gemeint, technisch spannend, bringt aber in wenigen Jahren gar nichts mehr.

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  • Urs K. am 13.08.2017 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Immer mehr Überwachung - keiner merkt es

    Klar doch - wann und wo und wie lange parkiert wurde, wird selbstverständlich registriert und gespeichert. Und einmal mehr wird es mit mehr Komfort untergejubelt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • WaRo am 15.08.2017 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Software gegen autofeindliche Zürcher

    Eine Software gegen die autofeindlichen Zürcher würde wohl mehr bringen...

  • Chris am 14.08.2017 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich? Igitt!

    Ich habe mir da eine Win-Win-Situation geschaffen: ich gehe nicht mehr nach Zürich und so muss ich auch keinen Parkplatz mehr suchen. Ich organisiere mich so, dass ich Zürich nicht brauche, das eine oder andere Konzert verpasst, schad halt, den Rest online bestellt immer in der Hoffnung, dass diese linksgrüne Pest irgendwann ausgehungert wird wie ein Fieberblöterli.

    • MasterMind am 14.08.2017 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chris

      Ja klar, du gehst nie mehr nach Zürich an ein Konzert, bis diese unsägliche links/grüne Regierung, abgesetzt und durch eine rechtsextreme ersetzt wird. Dann hat es weite, leere Strassen und in der ganzen Stadt, für jedes Auto einen Gratisparkplatz.

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  • Jean Weiss am 14.08.2017 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Hahaha

    ich sehe schon wie die Leuten der Software nach-fahren und sobald angekommen, hat jemand den Platz geschnappt (das kan auch ein Vorbeifahrer sein der keine App benutzt). Und das wiederholt sich dann 10x Kommt gut, ETH!

  • Ein Mitmensch am 14.08.2017 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Macht der Gedanken

    Parkplatzbestellung im Universum klappt zu 97%

  • Egg am 14.08.2017 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön und jetzt

    Das grösste Problem für viele Leute ist dann aber immer noch nicht gelöst. Das richtig Parkieren können.