Handelsstreit

07. März 2018 18:01; Akt: 07.03.2018 18:33 Print

Diese US-Produkte stehen auf der EU-Liste

Whiskey, Jeans und Motorräder – die EU könnte amerikanische Produkte im Wert von 3,3 Milliarden Franken mit Strafzöllen belegen. Eine Übersicht.

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Die EU hat eine umfassende Liste mit US-Waren erstellt, die sie bei Strafzöllen Washingtons auf Stahl und Aluminium aus Europa ihrerseits mit Aufschlägen belegen könnte. Nach dem Dokument, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, beläuft sich der Gesamtwert der betroffenen Produkte auf 2,83 Milliarden Euro.

Eine Übersicht:

Eisen und Stahl (853,8 Millionen Euro) Die EU listet mehr als hundert Kategorien von Stahl auf, die mit Strafzöllen belegt werden könnten. Dazu gehören Grundprodukte wie Walzstahl, Stangen und Barren. Auch Ketten, Draht und Kanister führt die EU auf. Hinzu kommt eine Reihe weiterverabeiteter Waren: Heizlüfter, Ventilatoren, Spülbecken und Leitern. Auch «Geräte zum Backen, Braten, Grillen und Kochen» finden sich. Sie alleine machen schon rund 40 Millionen Euro aus.

Textilien (88,3 Millionen Euro) Aufgeführt werden T-Shirts, Westen sowie Hosen und Shorts, worunter auch Jeans fallen. Darüber hinaus finden sich auch Baumwollbettwäsche sowie Männerschuhe auf der EU-Liste.

Industriegüter (937,3 Millionen Euro) Die EU hat hier stark die Kosmetikindustrie im Fokus. Ihre Waren stehen mit rund 460 Millionen Euro für die Hälfte in dieser Kategorie. Betroffen wären Lippenstifte, Augen-Make-up, Präparate für Maniküre oder Pediküre und Hautpflegeprodukte. Motorräder wie die von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker genannten Maschinen von Harley-Davidson schlagen mit 152 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kommen noch Segel-, Ruder- und Motorboote.

Landwirtschaftliche Produkte (346,9 Millionen Euro) Aufschläge droht die EU hier auf getrocknete Kidneybohnen, Mais und Reis an. Auch Orangen- oder Beerensaft sind aufgeführt.

Verarbeitete landwirtschaftliche Produkte (604,1 Millionen Euro) Hierzu zählt die EU Zuckermais, vorgekochter Reis und Erdnussbutter. Hinzu kommen auch Zigaretten und Zigarren sowie Kautabak. Mit Abstand grösster Posten ist Whiskey mit einem Gesamtwert von gut 565 Millionen Euro. Dies wäre fast ein Fünftel aller angedrohten Strafzölle.

(oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René B. am 07.03.2018 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich super

    Das ist super so , und ein grosser Beitrag zum Umweltschutz. Vielleicht wird so endlich ein bisschen weniger Material unnötig übers Meer geschippert.

  • JJ3 am 07.03.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Chinesen? 

    Warum schreibt niemand, dass China viel höhere Einfuhrzölle hat.

  • Heidi H. am 07.03.2018 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz die Insel 

    Dann importieren wir doch all diese wunderbaren Sachen zollfrei in die Schweiz und verkaufen sie nach Europa. Dafür haben wir doch offene Grenzen und kaum Solidarität für die EU übrig...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • LM AA am 08.03.2018 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung wäre einfach

    Da muss dringenst ein Rahmenvertrag zwischen den USA und der EU her. Als Gerichtshof könnte da wohl am besten der "Supreme Court of the United States" in Frage kommen.

  • M. K. am 08.03.2018 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Trump ist besser als ihr denkt

    Die USA macht alles richtig. Durch die Strafzölle wird wieder der amerikanische Inlandsmarkt gestärkt. Ein Schritt weg von der Versklavung durch Globalismus. Auch ein direkter Angriff auf die uns feindlich gestimmte EU, die mit den Bundesräten zusammen unsere komplette Entrechtung und Plünderung vorbereitet. Das kommt auch der Schweiz und allen europäischen Ländern zugute, die das dikatorische Konstrukt "EU" ablehnen.

    • AK am 08.03.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M. K.

      Glaubst Su denn, die amerikanischen Stahlgiganten werden ihre Preise nicht anheben? Bis 24,9% wären möglich! Sie liegen damit immer noch günstiger..... Das sind keine gemeinnützigen Organisationen.. Das wird amerikanische Hersteller und Konsumenten viel kosten...

    • Xeno72 am 08.03.2018 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M. K.

      Wenn es ausartet, hat die EU noch ganz andere Möglichkeiten. Einfach mal Windows und Apple in allen staatlichen Behörden des Kontinents verbieten, dann kracht's drüben.

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  • DDGG am 08.03.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nur zu...

    Ich bin schon seit den Gebüschjahren wütend und vermeide wenn möglich US Produkte. Grösstenteils geht das ganz, ganz gut, Alternativen gibt es in fast allen Fällen. Dass gerade ihr Fusel (sie nennen es frecherweise sogar Whiskey) mit "Strafzöllen" belegt werden soll finde ich ehrlich gesagt fast schon lustig...

  • Matti am 08.03.2018 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zweifel an Verstand von Politikern

    Dann kaufe ich eben meine Jeans außerhalb der EU und ziehe diese nach dem Kauf gleich an. Diese Politiker ticken doch nicht richtig. Die führen Handelskrieg und die Kleinen sollen es ausbaden. Macht was ihr wollt, aber nicht mit mir.

  • Mary J am 08.03.2018 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    wird uns nicht gross tangieren

    Die Liste ist eigentlich recht konsumentenfreundlich, sollte es einem hier betreffen kann man gut auf ein europ. Produkt zurück greifen! Oder sich mal überlegen ob es das eine oder andere überhaupt braucht.....