Tourismus

05. Dezember 2017 10:55; Akt: 05.12.2017 13:01 Print

Dieser Sommer hat sich für die Schweiz ausgezahlt

Die Sommersaison 2017 hat wieder mehr ausländische Gäste in die Schweiz gelockt. Die Region Bern verzeichnet mit 8,4 Prozent mehr Übernachtungen das grösste Plus.

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1,2 Millionen mehr Übernachtungen als in der Vorjahresperiode: Touristen vor der Kapellbrücke in Luzern. (Bild: Keystone)

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Hitzetage im Juni und orange leuchtende Herbstwälder im Oktober: Dank des guten Wetters in der Sommersaison sind massiv mehr Hotelbetten gebucht worden als im Vorjahr.

Wie die Zahlen vom Bundesamt für Statistik vom Dienstag zeigen, sind von Mai bis Oktober 1,2 Millionen mehr Nächte als in der gleichen Zeit im Vorjahr gebucht worden. «Da müssen wir gar nicht drumherum reden: Das unglaublich schöne Wetter bis in den November hinein hat einen grossen Einfluss auf die Übernachtungen in der Schweizer Hotellerie gehabt», sagt Patric Schönberg von Hotelleriesuisse auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Insbesondere im Juni und Oktober legte die Anzahl Übernachtungen stark zu. Der Juni gilt als der zweitwärmste seit Messbeginn, auch wegen der fünftägigen Hitzewelle. Die Anzahl Übernachtungen war entsprechend um 9,5 Prozent höher als im Vorjahr. Und die Erinnerungen an den Oktober mit den orangefarbenen Laubwäldern wie auf Postkartenfotos dürften noch präsent sein: 7,6 Prozent mehr Übernachtungen hatte dies zur Folge. Insgesamt sind von Mai bis Oktober 21,3 Millionen in der Schweiz Betten reserviert worden.

Eurokurs und wirtschaftlicher Erholung

Doch das Wetter vermochte den Anstieg nicht alleine zu bewirken. Einen positiven Einfluss hatte auch der stärker gewordene Euro. «Wir sind im Alpenraum wieder wettbewerbsfähig geworden», sagt Schönberg. Und dank der wirtschaftlichen Verbesserung in den USA seien wieder mehr Gäste von dort zu einem mehrtägigen Aufenthalt in die Schweiz gekommen. 12 Prozent mehr Nächte als im Vorjahr haben sie gebucht.

Im ähnlichen Umfang ist auch die Anzahl der Nächte der Chinesinnen und Chinesen gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte die Schweizer Hotellerie noch die Zurückhaltung dieser Ferienreisenden wegen Anschlägen in Europa zu spüren bekommen: Sie übernachteten über ein Fünftel weniger häufig in der Schweiz als in der Vorjahressaison.

Patric Schönberg verneint aber die Frage, ob die diesjährigen Zahlen so gut ausfallen, weil sie letztes Jahr eher schlecht waren. «Ich glaube, die Entwicklung der Zahlen ist nicht auf die Angst vor Terror im vergangenen Jahr zurückzuführen», sagte er. Die Schweiz gelte ohnehin als sicheres Land.

Hotels können Früchte ernten

«Die Entwicklung ist nachhaltiger», ergänzte er. Seit mehreren Jahren würden sich Hotels mit Angeboten positionieren, die über das Bett und das Essen hinausgehen würden. «Die Strategie, dass Gesamtpakete beispielsweise mit Wellness, Sportangeboten oder kulinarischen Elementen angeboten werden, trägt langsam Früchte», sagt Schönberg.

Der Dachverband Hotelleriesuisse macht zudem einen Trend aus: «Going local», wie es Schönberg nennt. «Die Jüngeren machen wieder häufiger lokal Ferien als früher.» Von der angestiegenen Nachfrage profitierten denn auch alle 13 Tourismusregionen. Die Region Bern verzeichnete mit 8,4 Prozent respektive 240'000 Nächten das grösste Plus. Sie umfasst seit diesem Jahr die Region Bern und das Berner Oberland als eine Region.

Im Wallis legten die Übernachtungen um 7,9 Prozent und jene der Region Zürich um 7 Prozent zu. Im Tessin betrug die Zunahme 6,5 Prozent und im Graubünden 5,9 Prozent.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Was am 05.12.2017 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soll das

    Komisch, hat sich ausgezahlt? Das ganze Jahr wurde doch nur gejammert. Was stimmt den nun?

  • r.c am 05.12.2017 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich

    und trotzdem wird gejammert seitens der Hotels...

  • Rimini am 05.12.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    ....irgendwann werden die Zahlen

    wieder zurück gehen und dann weinen sie. Irgendwann werden die Zahlen dann wieder steigen und dann jammern sie. Irgendwann werden die Zahlen dann wieder zurück.... (irgenwann wird dieses Spielchen laaaangweilig)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gasto am 10.12.2017 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ja, ja alles gut für die was verdient haben, aber das mit dem Verkehrschaos ist immer noch nicht gelöst, für den Ärgernis der einheimischen ist gesorgt.

  • Albert am 06.12.2017 05:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jammern immer zu

    Und kommt jetzt etwas zurück von der tourismusbranche. Nein gewinn wird eingesteckt und es wird weiter gejammert so das noch mehr zahlungen und vergünstigungen an diese branche gehen. Moderne abzocke nennt man das

  • Spiritualist am 06.12.2017 00:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ;-)

    Seit Jahren werden uns 'Abstriche' im Tourismus vorhergesagt. Ich mache mir da keine Sorgen, solange Chinesen, Süd-Koreaner und Menschen aus Singapoor uns besuchen :-)

  • Spiritualist am 06.12.2017 00:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    You are so kind Switzerland

    Die Schweiz wird auch 2018 ihre zahlungskräftigen Touristen zu Besuch haben. 'you'r so kind....' ist neben einem Trinkgeld immer noch der schönste Lohn...

  • Samichlaus am 05.12.2017 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alle Jahre wieder

    lerne jammern ohne zu leiden. Das hohe Lied von Hoteliers und Bauern