Food-Lieferdienst

19. Dezember 2016 14:21; Akt: 19.12.2016 14:21 Print

Dieses Essen bestellen die Schweizer am häufigsten

Gesundheitsbewusst: Die Schweizer lassen sich immer häufiger Salate oder Suppen nach Hause liefern. Nummer eins bleibt aber ein Klassiker.

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Ein kurzer Telefonanruf oder ein Klick, kurze Zeit später steht der Food-Kurier vor der Tür: Die Schweizer stehen auf geliefertes Essen, wie eine neue Studie der Serviceplattform Eat.ch zeigt. Demnach haben fast 50 Prozent der Schweizer über 18 Jahre bereits Essen per Heimlieferservice bestellt. Der Markt wächst schnell – der Umsatz, der mit der Essensauslieferung gemacht wird, nähere sich weiter dem Take-away-Markt an, schreiben die Studienautoren. Mit Take-away werden in der Schweiz 1,2 Milliarden Franken umgesetzt, mit Heimlieferung 985 Millionen.

Umfrage
Bestellen Sie sich Essen nach Hause?
3 %
7 %
17 %
38 %
35 %
Insgesamt 9811 Teilnehmer

In der Umfrage wurde analysiert, was sich die Schweizer am liebsten zu sich nach Hause liefern lassen. Der klare Favorit kommt aus der italienischen Küche: 83 Prozent der Befragten gaben an, am liebsten Pizza zu bestellen. Auf Platz zwei folgt der Döner (22 Prozent), auf Platz drei chinesisches Essen (21 Prozent).

Gleichzeitig zeichnet sich auch ein Trend zurück zu hiesiger Kost ab. Gefragt nach ihrer letzten Bestellung, gaben 10 Prozent der Umfrageteilnehmer an, etwas aus der Schweizer Küche geordert zu haben – etwa ein Cordon bleu. Auch Thai Food steht neu hoch im Kurs, heisst es in der Studie.

Salate, Wraps und Suppen im Vormarsch

Das grösste Wachstum ist aber bei gesundem Essen zu verzeichnen. «Neben dem Trend zu Thai und Schweizer Gerichten erkennen wir auch einen klaren Gesundheits-Trend», sagt Dominic Millioud, Schweiz-Manager von Eat.ch, «so wuchs im vergangenen Jahr unser Angebot an Restaurants im Bereich
‹Healthy Food› rund 20 Prozent schneller als jenes bei den traditionellen Pizzerien, Burgerläden oder Dönerständen.» Merklich gestiegen sei etwa das Angebot von Salaten, Wraps oder Suppen.

Die Schweizer würden es schätzen, sich gesund zu verpflegen, ohne dafür selbst zu kochen, so Millioud. Keine Lust, sich an den Herd zu stellen, verspüren die Schweizer im Schnitt 0,33-mal pro Woche. Stattdessen wird der Lieferservice eingeschaltet. Das Klischee vom einsamen Take-away-Kunden, der alleine auf der Couch isst, widerlegen die Studienautoren: Durchschnittlich werde für 2,3 Personen geordert. Der Bestellwert beläuft sich im Schnitt auf 33.70 Franken.

Der klassische Take-away, bei dem der Kunde das Essen selbst abholt, lassen sich die Schweizer weniger kosten. Durchschnittlich geben sie dafür 21.70 Franken aus. Dafür besuchen sie das Restaurant oder den Stand um die Ecke mit 0,55-mal pro Woche etwas öfter. Die Food-Favoriten sind dabei dieselben wie beim Heimlieferservice: Die Pizza landet wieder auf Platz eins, gefolgt vom Döner und von chinesischem Essen.

Zürcher bestellen am meisten

Am meisten Lust auf Heimlieferung haben die Zürcher. Sie ordern pro Woche Essen für rund 4,2 Millionen Franken zu sich nach Hause. 22 Prozent aller Bestellungen in der Schweiz kommen aus Zürich. Platz zwei erreicht das Mittelland mit wöchentlichen Lieferungen im Wert von knapp 4 Millionen Franken (21 Prozent der Bestellungen). Dahinter folgen die Nordwestschweiz (18%), die Ostschweizer Kantone (15%) und die Genferseeregion inklusive Wallis (15%). Am wenigsten bestellt wird in der Zentralschweiz (8%)

(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zürcher am 19.12.2016 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessante Analogie

    Nur weil die Zürcher am meisten bestellen, folgert man daraus, dass sie am meisten Lust haben? Dass es was mit dem Angebot zu tun hat, wäre ja wohl völlig an den Haaren herbeigezogen...

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  • Marcus Severus am 19.12.2016 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Landleben

    Wenn man nicht in der Stadt wohnt ist die Auswahl meist auch auf Pizza beschränkt, wenn es noch ländlicher wird als hier dann vielleicht auch auf gar nichts mehr ;-) Aber selber kochen ist sowieso besser. Grade Pizza kann man sehr gut auf Vorrat machen und dann einfach bei Gelegenheit die selbst gemachte Fertigpizza aus dem Gefrierer nehmen.

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  • Waterpolo1s am 19.12.2016 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... immer frisch ..

    Meine Frau kocht immer frisch! :-))

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Onix am 20.12.2016 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Nur Pizza und Dönner? Wo lebt ihr in der Kanalisation. Jede Pizzabude hat auch Pasta, Sandwiches und Salate sowie jede Dönnerbude, Sandwiches, Byrek, Pizza, Pommes etc. hat. Geht mal wieder vor die Türe!

  • Rico Fessler am 20.12.2016 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chinesisches Essen

    Man sollte aber mit einbeziehen, dass man nicht überall chinesisch bestellen kann

  • a.meyer am 20.12.2016 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte kein Werbung gilt auch für Flyer.

    In meinem Briefkasten Steht bitte keine Werbung und erhalte drosdem Flyer. Werfe es einfach in Postkaste mit Bemerkung Retour und hoffe Die Post sendet kostenpflichtig zurück. Lass mich in Ruhe esse doch nicht alle Tage Pizza % Co aus heutige seit gibt ja in jeder Dort Pizza- und Kebab-stand.

  • Kalifornia/Girl am 20.12.2016 05:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TakeOut

    Als ich in der Schweiz aufgewachsen bin (70 und 80er Jahre) hat es keine Take-away gegeben. Meine Mutter hat immer frisch gekocht. Nun wohne ich in Kalifornien, und hier gibt es viel Take-out - meine Lieblingssachen sind Thai, Pizza und Mexikanisch (vor allem Fish Tacos). Aber zuhause gekocht ist immer noch am Besten.

  • Marc am 20.12.2016 05:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsplatz

    Das ist wirtschaftlich gibt neue Arbeitsplätze Mann sollte nicht alles so eng sehen.