Talfahrt an der US-Börse

05. Februar 2018 23:15; Akt: 06.02.2018 00:35 Print

Dow bricht ein wie seit der Finanzkrise nicht mehr

Der amerikanische Leitindex ist im freien Fall. Der Dow Jones sank am Montag zeitweise um rund 1'500 Punkte.

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An der Wall Street ist zum Wochenstart Panik ausgebrochen. Der US-Leitindex sackte am Montag zeitweise um knapp 1600 Zähler ab und damit um so viele Punkte wie nie zuvor an einem einzelnen Handelstag.

Die bisherigen Jahresgewinne lösten sich rasend schnell in Luft auf, ebenso wie die seit Anfang Dezember erzielten Gewinne. Zugleich sprang das Angstbarometer, der Vix-Index, das die Kursschwankungen des S&P 500 misst, um fast 100 Prozent hoch.

Tief auf Hoch

Das letzte Mal, als der Volatilitätsindex kräftig nach oben gesprungen war, hatten Sorgen um die chinesische Wirtschaft für einen Ausverkauf an den Börsen gesorgt. Dieses Mal dürften Sorgen um eine schneller als bisher vermutet verlaufene Zinswende der Hintergrund sein.

Mit einem Minus von 4,60 Prozent auf 24'345,75 Punkten ging das weltweit wichtigste Börsenbarometer aus dem Handel. Damit büsste der Dow letztlich 1175 Punkte ein. Erst vor wenigen Tagen war noch bei 26'616 Punkten sein jüngstes Rekordhoch bejubelt worden.

Die Droge der Börsen

Der breit gefasste S&P 500 brach am Montag um 4,10 Prozent auf 2648,94 Punkte ein. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 3,91 Prozent auf 6495,92 Punkte.

Marktanalyst Craig Erlam vom Devisenbroker Oanda sprach von einem «Flash Crash» an der Wall Street und Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners ergänzte: «Viele Anleger sind regelrecht in Panik verfallen.» Lange seien niedrige Zinsen die Droge der Börsen gewesen. «Diese wird dem Aktienmarkt jetzt mehr und mehr entzogen.»

Renditen unter Druck

Die Flucht aus Aktien sei dabei durch zahlreiche Stopp-Orders massiv beschleunigt worden, die Anleger eigentlich setzen, um sich vor allzu grossen Verlusten zu schützen.
Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research sah im freien Fall des Dow «den schwärzesten Tag für die Aktienmärkte seit Jahren».

Durch die Panik an der Wall Street sprangen am US-Rentenmarkt die Anleihen zugleich wieder kräftig nach oben, was deren Renditen unter Druck brachte.

(bee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas am 05.02.2018 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe bewahren!

    Immer diese übertriebene Panik! Ruhe bewahren und nachkaufen. In Aktien investiert man langfristig und nicht mit Aussicht auf kurzfristigen Gewinn!

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  • Joker I. Vested am 05.02.2018 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fat finger

    Nichts passiert. Wir sind auf dem Niveau vom Dezember 2017.

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  • Hobby Bankster am 05.02.2018 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuu endlich

    Oh mann das gib ein riesen Feuerwerk !! :D Nach dem Crash gibts Goldman Sachs Aktien wieder für 60 Dollar !! Solche Krisen sind ein Segen wenn man etwas Geld zum Anlegen hat :D

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ella am 06.02.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Präsident sein ist wohl doch nicht so einfach wie

    Trump hat den Laden nicht im Griff, das rächt sich jetzt. Schade für die USA.

  • Daniel B. am 06.02.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Aber echt jetzt ??

    Die hämischen Kommentare sind nicht wirklich verständlich, denn betroffen sind ja auch unsere Pensionsanlagen. Vor diesem Hintergrund wundere ich mich über soviel Freude über den Untergang der bösen Wallstreet.

    • Ur Sina am 06.02.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

      Pensionskasse in Immobilien investieren

      Deshalb haben wir unsere PK in ein erschwingliches Haus auf dem Land investiert, da weiss ich wenigstens, was wir haben und wo das Geld ist. Hypozins zahlen wir Fr. 160.-- / Monat. Also das können wir das mit der Rente später noch bezahlen. Inkl. NK ca. Fr. 500.--/Monat

    • Cartman1993 am 06.02.2018 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ur Sina

      Genau dieses Verhalten hat zur Finanzkrise 2008 geführt.

    • Ur Sina am 06.02.2018 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Cartman

      Wieso sollten wir PK-Geld, das unser Erspartes ist, in einer PK-Institution belassen, wo wir nicht wissen, ob wir dies in 15 J. noch kriegen? Das hat absolut NICHTS mit der Finanzkrise 2008 zu tun! Finanzkrisen gibt's, wo eine aufgeblähte Bilanz keinen Gegenwert wie Immobilien oder Edelmetalle enthält. Wie z.B. die von Super-Mario allmonatlich eingepumpte Millionen Euro in die EU.

    • Cartman1993 am 06.02.2018 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ur Sina

      Dein Budget für den Zins liegt bei 500 CHF. Da sich in der aktuellen Zeit nichts anderes als 3 Monatslibor lohnen und somit diese 160 CHF 0.5 bis 1% zins entspricht, wirst du ab einem Anstieg auf 1.5 bis 3% in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Aktuell wird aber empfohlen sich nur ein Haus zuzulegen, wenn man einen Zins von knapp 5% bedienen kann. Somit kannst du dir dieses Haus eigentlich nicht leisten und diese Problematik einer der Gründe für die US Immobilienkrise gewesen.

    • Ur Sina am 06.02.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Cartman

      Unser Hypozins inkl. NK belaufen sich z. Zt. auf Fr. 500/mtl. bei einer Festhypoth. von über 1%. Das ist NICHT unser Zinsbudget. Keine Angst Cartman, wir haben gut gerechnet und können uns das Hüsli auf dem Land noch leisten, auch wenn die Kids mal alle ausgeflogen sind und wir in 15 J. in Rente gehen.

    • Ur Sina am 06.02.2018 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      @ Cartman

      Die Problematik in den USA während der Finanzkrise war nicht in erster Linie der höhere Hypozins, sondern die Immobilienblase, die dazu führte, dass Häuser niedriger bewertet werden mussten. D.h. die Bank-Hypothek war im Verhältnis zum neuen festgelegten Hauspreis zu hoch und das brauchte viele Hausbesitzer ins Schleudern. Deshalb erachte ich 20 % Kapitaleinlage für ein Haus zu knapp bemessen.

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  • giorgio1954 am 06.02.2018 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenbruch

    Wieso freier Fall? Er ging ja vorher dank Fiat Money auch grundlos in astronomische Höhen von über 20.000. Es gibt im Moment dank Gratisgeld und Minuszinspolitik 3 Blasen: Börsen, Immobilien und sogar das Computergame Bitcoin. Alle 3 werden platzen. Die Frage ist, wann und wo es anfängt. Der Dow Jones müsste irgendwo bei 16.000 sein und wäre immer noch hoch. Der Bitcoin Null bzw. ein paar Hundert CHF für die verbleibenden Fans. Man wird sehen, aber der Einbruch kommt spätestens, wenn die Zinsen auf 1-3% gehen.

    • Dani El RM am 06.02.2018 08:19 Report Diesen Beitrag melden

      Zinsniveau

      Die Zinsen sind schon bei 2.74% nach 2.85%

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  • Gambler am 06.02.2018 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Raus aus den Aktien!

    Entgangene Geldgewinne? Sofort alles verkaufen bevor der Tag X kommt.

    • Theres am 06.02.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      zu spaät

      @ Gambler Jetzt ist es zu spät. Ich habe schon vor einiger Zeit verkauft und warte auf einen guten Moment zum Kaufen. Allerdings sind die Kurse noch zu hoch.

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  • Stefan am 06.02.2018 05:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Geld ist nicht weg

    sondern gehört jetzt einfach einem andern.