Atomprogramm

23. Januar 2012 10:08; Akt: 23.01.2012 13:04 Print

EU beschliesst Öl-Embargo gegen den IranEU beschliesst Öl-Embargo gegen den Iran

Die EU-Staaten haben sich in Brüssel auf ein Öl-Embargo gegen den Iran geeinigt. Damit soll die Weiterentwicklung des iranischen Atomprogramms verhindert werden.

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Bleibt der Iran bald auf dem Öl sitzen, das so ergiebig in seinem Boden steckt? (Bild: Keystone)

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Die EU geht im Konflikt um das iranische Atomprogramm auf scharfen Konfrontationskurs zu Teheran und will unter anderem ein Ölembargo gegen das Land verhängen. Die EU-Länder würden «die Sanktionen gegen den Iran deutlich verschärfen», kündigte der britische Aussenminister William Hague am Montag in Brüssel an.

Weitere Sanktionen zielen auf die Zentralbank und die petrochemische Industrie des Landes. «Das zeigt die Entschlossenheit der Europäischen Union und der internationalen Gemeinschaft in dieser Angelegenheit», sagte Hague am Rande eines Treffens der EU- Aussenminister.

Härtestes Sanktionspaket

Das bisher härteste Sanktionspaket der EU gegen Teheran sei eine Reaktion auf die «anhaltenden Verstösse des Iran gegen die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats und seine Weigerung, sinnvolle Verhandlungen über das Atomprogramm aufzunehmen». Der Westen verdächtigt den Iran, nach Atomwaffen zu streben, die Regierung in Teheran bestreitet dies.

Die Botschafter der EU-Länder einigten sich am Montagmorgen kurz vor Beginn des Aussenministertreffens auf das Sanktionspaket. Der offizielle Beschluss sollte auf dem Treffen gefällt werden. Ziel der Strafmassnahmen ist es, dass die «Finanzquellen des iranischen Atomprogramms ausgetrocknet werden», wie der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle ankündigte.

Ausnahmen für drei EU-Länder

Die Einigung sieht EU-Diplomaten zufolge ein sofortiges Öl- Embargo gegen den Iran vor. Als Zugeständnis an Länder wie Griechenland, Italien und Spanien, die einen grossen Anteil ihres Ölbedarfs aus dem Iran beziehen, dürfen laufende Lieferverträge noch bis zum 1. Juli erfüllt werden.

Der spanische Aussenminister José Manuel García-Margallo erklärte, sein Land bringe ein «grosses Opfer», um die Stabilität der Region zu sichern. Als Zugeständnis an das hochverschuldete Griechenland wollen die EU-Staaten vor Mai noch einmal über mögliche Folgen des Embargos beraten.

(sda/dapd)

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  • Walter Fehr am 23.01.2012 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverteidigung

    Israel und sein öldurstiger Golem USA wüten auf der Welt herum wie es ihnen gerade passt. Die einzige Möglichkeit sich vor ihnen zu schützen ist der Besitz von Nuklearwaffen. Der Iran hat nach dem Iran/Irak(USA)-Krieg niemanden angegriffen. So eine Bilanz wäre von der durchgedrehten/paranoiden Weltpolizei mehr als nur erwünschenswert.

  • Voni am 23.01.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Grichenland

    so viel ich weiss, war der Iran noch der einzige, der bereit ist, Öl an Griechenland zu verkaufen... Was macht jetzt Griecheland ohne Öl?

  • Topan S. am 23.01.2012 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Krieg

    Der nächste Krieg findet im Iran statt. Da bin ich mir zu 90% sicher - die anderen 10% stellt Syrien dar.

    • aufgewachter am 23.01.2012 14:40 Report Diesen Beitrag melden

      the grand chessboard

      meiner meinung zuerst syrien, evt noch libanon, dann iran. gemäss brzinzkis buch, the grand chessboard. 1997

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