Asche & Flugverbote

29. Mai 2010 14:53; Akt: 29.05.2010 15:18 Print

Easyjet will Behörden zur Kasse bittenEasyjet will Behörden zur Kasse bitten

Easyjet schart Airlines um sich. Der Billigflieger will in einer Sammelklage Schadenersatz für die wegen der Vulkan-Aschewolke verhängten Flugverbote fordern.

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Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

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Easyjet will gegen die europäischen Flugaufsichtsbehörden klagen. «Wir arbeiten daran bereits mit einer Gruppe anderer Unternehmen, auch ausserhalb des Low-Cost-Sektors», sagte Easyjet-Chef Andy Harrison laut einem Vorabbericht der «Wirtschaftswoche». Mit einer Sammelklage wolle die Fluggesellschaft Ausgleichszahlungen für die erlittenen Verluste einfordern.

Einzelheiten nannte Harrison nicht. Aber es werde eine Klage aller Fluglinien. «Das war eine Naturkatastrophe, es gibt keinen Grund, warum die Folgen ausschliesslich von den Fluglinien getragen werden sollten», sagte Harrison dem Magazin. Zudem habe sich im Nachhinein herausstellt, dass die Schliessung in der Grössenordnung nicht nötig gewesen wäre. Allein Easyjet habe einen Verlust zwischen 50 und 75 Millionen Euro erlitten.

Ob sich die Swiss oder ihre Mutter Lufthansa an der geplanten Klage beteiligt, war zunächst nicht klar. Zu den Plänen von Easyjet wollte sich ein Lufthansa-Sprecher auf DAPD-Anfrage nicht äussern.

Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber erneuerte jedoch seine Forderung nach Erstattung der entstandenen Verluste durch die Aschewolke. «Wir konnten nichts selber tun, um diese Kosten zu verhindern oder zu verringern. Die Lufthansa und andere Airlines haben ihre Kunden trotzdem bedient und fordern deshalb eine Kompensation», sagte Mayrhuber der «Welt am Sonntag» laut einem Vorabbericht. Ein «eleganter Weg» der Erstattung wäre es, die ab 2012 geplante Einbeziehung des Luftverkehrs in den EU-weiten Handel mit Emissionsrechten zu verschieben.

Nach dem Ausbruch des isländischen Gletschervulkans Eyjafjalla Mitte April gab es in den darauf folgenden Wochen mehrtägige Flugverbote in zahlreichen europäischen Ländern.

(dapd)

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