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Wegen Pre-Sales
18. Dezember 2012 13:38; Akt: 18.12.2012 14:38 Print
Es droht ein doppeltes Januar-Loch
von Sabina Sturzenegger - Vielerorts ist der Ausverkauf schon Wochen vor Weihnachten in vollem Gang. Langfristig werden die Pre-Sales weder Kunden noch Geschäfte glücklich machen, sagen Experten.
In Grossbritannien purzeln die Preise: Bereits in den Wochen vor Weihnachten bieten die Detailhändler an den «High Streets», den grossen Einkaufsstrassen des Landes, Preisabschläge von bis zu 80 Prozent an – ein untrügliches Zeichen, dass der vorweihnachtliche Ausverkauf begonnen hat.
Die aggressive Preisschlacht freut die Kundschaft, die sich bereits jetzt mit günstigster Ware eindecken kann. Die Händler ihrerseits versuchen sich mit Rabatten gegenseitig zu unterbieten und so viel Kundschaft wie möglich anzuziehen.
Verstärkter Trend zu Pre-Sales
Auch in der Schweiz ist der Trend spürbar. «Der Trend zu Pre-Sales vor Weihnachten hat sich in Zürich in den letzten Jahren insbesondere in der Textilbranche verstärkt», sagt Milan Prenosil, Präsident der Zürcher City Vereinigung.
Sowohl für die Detaillisten als auch für die Konsumenten ist dieser verfrühte Billig-Hype jedoch nur auf den ersten Blick vorteilhaft: Bei den Händlern sinkt die Marge, für die Käufer wird das Angebot kleiner – inzwischen geht sogar die Angst um, dass für den traditionellen Januar-Ausverkauf keine Waren mehr übrig bleiben könnten.
Nur noch die Hälfte im Ausverkauf
In Grossbritannien befinden sich im Vergleich zu vor fünf Jahren nur noch die Hälfte der Lagerbestände im Januar-Ausverkauf. Dies schreibt die «Daily Mail». «Höchstens zwei oder drei Tage werden die Leute nach Weihnachten noch in den Ausverkauf gehen, danach ist Schluss», sagt ein Experte.
Hierzulande beginnen gewisse Shops in den Innenstädten bereits im November mit Private Sales für geladene Kunden. In den Wochen vor Weihnachten sind vielerorts Ausverkaufs-Schilder in den Läden zu sehen, zum Teil mit hohen Preisabschlägen. Die Befürchtungen, die man in Grossbritannien hat, sind «durchaus auch für unser Land berechtigt», warnt Milan Prenosil.
Auch Prenosils Berufskollege in Basel hat keine Freude am frühen Ausverkauf. «Die Weihnachtsstimmung in den Einkaufsstrassen darf nicht der Ausverkaufsstimmung weichen», sagt Mathias F. Böhm, Geschäftsführer der Basler Vereinigung Pro Innerstadt. Mit weihnachtlicher Stimmung lasse sich immer noch mehr verkaufen als mit Ausverkauf.
Keinen Gefallen für Detaillisten
Langfristig ist auch für Böhm klar, dass sich die Detailhändler mit früheren Abverkäufen selber keinen Gefallen tun: «Qualität und Service werden unter dem wachsenden Margendruck leiden.» Die Angst der Engländer vor dem doppelten Januar-Loch zeige, dass der eingeschlagene Weg auch hierzulande nicht richtig sei. «Die Kunden werden im Januar wiederkommen, doch der Gesamtmarkt leidet ganz klar», so Böhm.
Für die Warenhauskette Globus ist die Angst vor dem Januar-Loch im Januar-Sale «kein Thema», wie Sprecher Jürg Welti sagt. «Die Umsätze sind gut. Wir sind ein Haus mit vielen geschenkfähigen Angeboten und haben deshalb kein Bedürfnis für einen ausgedehnten Pre-Sale vor Weihnachten», erklärt er.
Globus hat «noch genügend Sachen»
Der eigentliche Ausverkauf unter dem langjährigen Motto «Wer rechnet» beginne wie immer erst nach Weihnachten, dieses Jahr am 27. Dezember. «Für den Januar-Ausverkauf haben wir sicher noch genügend Sachen», verspricht Welti.
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Ja klar
Ist ja das erste mal Januar
kaum zu glauben
Wer im Ausverkauf einkauft was er sonst nicht kaufen würde, spart doch nichts ein.
Geiz ist geil
Diese Geiz ist Geil Mentalität bringt nur kurzfristige Vorteile. Wird Zeit, dass endlich wieder mal vernünftiges Maketing betrieben wird. Ich staune immer wieder über die Ideenlosigkeit bei der Verkaufsförderung. Wenn der Preis das Einzige ist um den Uterschied auszumachen, dann ist es andererseits höchste Zeit für eine Marktkonsolidierung. Dann müssen einige eben über die Klinge springen. Nun denn, frohes Einkaufen.