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Buchungsplattformen
08. November 2012 20:05; Akt: 09.11.2012 11:10 Print
Expedia & Co. bluten die Hotels aus
von Leo Hug - Für den Kunden sind Buchungsplattformen eine praktische Sache. Das Nachsehen hat der Hotelier, weil Kommissionen von bis zu 25 Prozent anfallen. Das treibt eine Branche in den Ruin.

Viele Hoteliers bieten ihre Zimmer zu ruinösen Preisen an. (Bild: Keystone/Jean-christophe Bott)
Moderne Hotelgäste sind es gewohnt, ihre Übernachtungen auf Buchungsplattformen zu reservieren. Wer ein Hotel betreibt, muss auf solchen Plattformen präsent sein. Die Kunden können darauf die Angebote und Bestpreise schnell und einfach vergleichen. Doch ihrem Hotelier tun sie damit keinen Gefallen. Je nach Buchungsplattform tragen sie sogar dazu bei, ihn in den Ruin treiben.
Grund sind die zum Teil sehr hohen Buchungskommissionen. Sie würden die Margen drücken, bis irgendwann nichts mehr übrig bleibe, schreibt die Branchenzeitung «Gastro Journal».
Geschätzte 25 Prozent Kommission
Auf der von Tourismusorganisationen und der SBB geförderten STC-Buchungsmaschine werden 10 Prozent Kommissionen auf die Hotelbuchungen abgezweigt. Booking.com, der Branchenführer in der Schweiz, nimmt im günstigsten Fall 12 Prozent. Rekordverdächtig ist aber der weltweite Branchenführer Expedia, woran 1700 Hotels angeschlossen sind. Christine Bachmann vom «Gastro Journal» schätzt die Kommissionen bei Expedia auf 25 Prozent.
«Wir sprechen nicht über die Kommissionen», lässt Unternehmenssprecher Mike Miles 20 Minuten wissen. Die Preise auf Expedia seien aber insbesondere durch die gute Durchdringung der Märkte in Asien und dem Nahen Osten gerechtfertigt.
Angeblich verschlingt allein der Aufwand für Personal und Waren durchschnittlich 75 Prozent der Erträge in den Hotelbetrieben. Die Kosten für Immobilien und allgemeine Betriebskosten sind darin noch nicht enthalten. «Bei dieser Vorgabe sind Buchungskommissionen von bis zu 25 Prozent völlig überrissen», sagt Daniel C. Jung, Vizedirektor des Verbandes Gastrosuisse zu 20 Minuten.
Gerichtsverfahren wegen Bestpreis
Ausser an der Höhe der Kommissionen stösst sich die Hotellerie auch an den von diversen Buchungsplattformen abgegebenen Bestpreisgarantien:
«Wenn nur der Bestpreis publiziert wird, schränkt das den Wettbewerb ein», so Jung. In mehreren europäischen Ländern sowie in den USA gebe es deswegen laufende Gerichtsverfahren. In der Schweiz sei deswegen ein Verfahren bei der Wettbewerbskommission hängig.
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Alle 142 Kommentare

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es trennt sich die Spreu vom Weizen
wer hat in den Jahren von 1970 bis ca. 2000 gemotzt...keiner. der Hotellerie ging es blendend.die Margen waren so gut das an neuinvestionen kein Gedanke verschwendet wurde..jetzt schimpft alles auf Krise und Politik.an neue Infrastruktur oder Neubauten wurde nicht gedacht.Fazit.veraltete Hotels zu hohe Preise schlechte Innovationen und keine Ideen für das geänderte Bedürfniss des Kunden.
Tourismus- -Abzocker-Schweinerei
Genau das gleich wird bei Hotel-Buchungen gemacht - die Hotelier sollten sich diesen Organisationen nicht anschliessen und ihr Betrieb auf eigene, ehrliche Rechnung führen.
Billig
Ich buche und kaufe dort wo es am billigsten ist, basta! Ich kann das Gejammere wegen Personalkosten und Beratung nicht mehr hören!
Antwort
Du kaufst dann wohl auch nur bei Aldi und Lidl ein. Wo die Angestellten Dumpinglöhne bekommen. Danke
@ Gegenfrage
Diese Aufzählung ist nicht vollständig! Bitte ergänzen.