Neuer Topmanager

16. März 2017 16:03; Akt: 16.03.2017 16:03 Print

Fabrice Zumbrunnen wird neuer Migros-Chef

Der Romand Fabrice Zumbrunnen (47) tritt in die Fussstapfen des langjährigen Migros-Lenkers Herbert Bolliger. Zumbrunnen ist der jüngste Konzernchef in der Geschichte der Migros.

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Fabrice Zumbrunnen wird ab 2018 die Migros führen. (Bild: Migros)

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Nach zwölf Jahren an der Spitze der Migros ist Schluss: Herbert Bolliger gibt Ende Jahr den Job als Konzernchef ab. Neuer Migros-Boss wird ab 2018 Fabrice Zumbrunnen, wie der Migros-Genossenchaftsbund am Donnerstag mitteilt. Mit seinen 47 Jahren ist Fabrice Zumbrunnen der bisher jüngste Konzernchef der Migros und erst der zweite Romand auf diesem Posten.

Fabrice Zumbrunnen gilt als profunder Kenner der Migros. Bevor er vor fünf Jahren als Leiter des Departementes HR, Kulturelles & Soziales in die Generaldirektion des MGB wechselte, arbeitete er während 16 Jahren für die Migros-Genossenschaft
Neuenburg-Freiburg, zuerst als Verkaufschef, dann als Verantwortlicher für das Marketing und die Logistik, bis er 2005 zum Geschäftsleiter gewählt wurde.

Mit Musikerin verheiratet

Der Westschweizer studierte an der Universität Neuenburg Betriebswirtschaft und Soziologie, ist mit einer Musikerin verheiratet und Vater zweier Kinder, wie die Migros in einer Pressemitteilung schreibt. Seinen ersten Job nach dem Studium hatte Zumbrinnen bei Coop. Er war Filialleiter in La-Chaux-de-Fonds. In seiner Freizeit treibt Zumbrunnen Sport und beschäftigt sich mit Musik, Kunst und Literatur.

«Fabrice Zumbrunnen verfügt über alle Fähigkeiten, um Herbert Bolligers Erfolgskurs weiterzuführen», freut sich Andrea Broggini, Präsident der Verwaltung MGB, über die
Wahl. Er werde die in der Migros-Gruppe stark verankerten Grundwerte hochhalten. Zudem hält Broggini fest, dass Zumbrunnen den klassischen Detailhandel versteht sich aber auch stark im Thema Digitalisierung vertieft hat.

Bolliger muss abtreten

Bolligers Nachfolger wurde durch die 23-köpfige Migros-Verwaltung bestimmt. Dieses Wahlgremium ist im Genossenschaftsbundes das Pendant zum Verwaltungsrat. Dem Ausschuss gehören die regionalen Migros-Genossenschaften sowie externe Vertreter, beispielsweise die Headhunterin Doris Aebi oder Ethos-Chef Dominique Biedermann, an.

Der bald 64-Jährige Migros-Konzernchef Bolliger geht aber nicht ganz freiwillig. Das Migros-Reglement sieht eine Altersguillotine für Topmanager vor. Immerhin war es Bolliger gestattet, an der Abstimmung über den neuen Konzernchef teilzunehmen. In der Ära Bolliger steig der Umsatz der Migros-Gruppe von 20 auf knapp 28 Milliarden Franken.

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luca am 16.03.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade...

    Hat gute arbeit geleistet! Sehr symphatischer Migros-Konzern-Führer.

  • Johnny Weissmüller am 16.03.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Auf Nimmerwiedersehen Bolliger!

    Der Bolliger hat genug Schaden in der Schweiz angerichtet. Zeit abzudanken wäre schon vor der Ecopop-Initiative gewesen. Was hat er damals noch lautstark in den Medien verkündet? Wo sollen wir dann die dringend benötigten "Fachkräfte" finden, wenn wir die Masseneinwanderung stoppen. Und jetzt? Jetzt wird im Detailhandel überall abgebaut und auf elektronische Zahlungssysteme umgerüstet und Bolligers dringend benötigten ausländischen Arbeitskräfte werden in unser Sozialsysteme übergeben...

  • Céline Strahm am 17.03.2017 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stop dem Monopolisten-Gedanken!

    Hoffe sehr der neue Migros-Chef lässt kleine Fachgeschäfte leben, stoppt der Monopolisten-Gedanken und hört auf in jedem Gebiet Verkaufen zu wollen. Genügend Läden gehören schon Coop und Migros!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Céline Strahm am 17.03.2017 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stop dem Monopolisten-Gedanken!

    Hoffe sehr der neue Migros-Chef lässt kleine Fachgeschäfte leben, stoppt der Monopolisten-Gedanken und hört auf in jedem Gebiet Verkaufen zu wollen. Genügend Läden gehören schon Coop und Migros!

  • Chrigu am 17.03.2017 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Tatsache...

    Die, die in der Schweiz ihren Lohn beziehen sollen auch in der Schweiz Konsumbereitschaft zeigen. Und nicht jammern über zu teure Preise.

  • Enkel am 16.03.2017 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finger weg

    Ich brauche von meinem Gemüsehändler gewiss keine Tipps wie ich gefälligst abzustimmen habe. Unter Bolliger hat das einstige Top Unternehmen viel von seinem Glanz verloren. Politik und Religion gehören definitiv nicht in Unternehmen! Schade! Mein Grossmutter kaufte noch beim Dutti ein........ das waren Geschichten

  • A.F am 16.03.2017 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwischen MM und MMM

    Migros als abzockerei bin so oder so enttäuscht wie vor einem Monate in MM nicht mehr erhältlich so das ich zu MMM gehen muss und muss feststellen das Preise bis zu 40% mehr bezahlen muss als MM und was noch der Hammer war beides Migros AARE totale Sauerei. 10 x Daumen unter

  • Warumnicht am 16.03.2017 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Honni soit qui mal y pense

    Wenn man hier die Kommentare liest, hat man schnell den Eindruck, diejenige die das Einkaufen in Deutschland kritisieren, den Preisunterschied bezweifeln und das Erhalten von Arbeitsplätzen in einem Grosskonzern mit Hunderte von Millionengewinn - was nicht unbedingt der Sinn einer Genossenschaft - höher setzen als das finanzielle Befinden von Leuten mit nicht so grossem Einkommen, diese Kritiker eben noch nie in Deutschland bei Lidl oder Edeka eingekauft haben. Wenn der Preisunterschied 40 bis 300% ausmacht, dann machen viele gerne einen Ausflug ennet der Grenze. Vor den Laden hat es fast nur AG und ZH Autonummer.