Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Mineralwasser vs. Hahnenwasser
14. September 2011 22:56; Akt: 15.09.2011 01:14 Print
Fehlende Grenzwerte trüben Wasser
Im Mineralwasser finden sich oft mehr giftiges Uran und Arsen als im Hahnenwasser. Experten fordern nationale Grenzwerte, doch beim Bund wartet man ab.

Getrübte Trinkfreude: Mineralwasser im Labortest (Quelle: Saldo)
Im Vergleich mit Leitungswasser werden viele Mineralwasser ihrem guten Ruf gar nicht gerecht. Eine Stichprobe des Konsumentenmagazins «Saldo» zeigt: Hahnenwasser enthält oft weniger giftiges Uran, Arsen oder Keime als stilles Mineralwasser. Nur sechs von 25 getesteten Mineralwässern erhielten die Note «gut», neun waren «ungenügend». Das bei der Migros erhältliche Mineralwasser Aproz Cristal beispielsweise enthält neun Mikrogramm Uran pro Liter – ein Wert, der das Wasser gemäss der deutschen Mineral- und Tafelwasser-Verordnung für Getränke für Säuglinge ungeeignet macht. Uran kann Nieren, Lunge, Leber und Knochenmark schädigen. Arsen kann Krebs verursachen.
Gegenüber «Saldo» bezeichneten alle Hersteller ihre Produkte als «gesundheitlich unbedenklich». Ausserdem berufen sie sich auf die fehlenden Schweizer Grenzwerte für abgefülltes Mineralwasser. Einen solchen fordert Konsumentenschützerin Sara Stalder: «In der Schweiz könnte abgestandenes Mineralwasser in der Flasche so viele Keime aufweisen wie im Swimmingpool, da es nach dem Abfüllen nie mehr kontrolliert werden muss.»
Beim Bundesamt für Gesundheit wartet man vor der Festlegung eines Uran-Grenzwertes für Trinkwasser derweil die Ergebnisse einer seit 2004 laufenden Messkampagne über Schwermetalle im Trinkwasser ab. Wann diese abgeschlossen sein wird, weiss man beim Amt nicht.
(dp/20 Minuten)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 6 Kommentare
































Mehr Infos
Ich hätte gerne mehr Informationen zu dem Beitrag. Wo kann ich diese finden?
nicht nachvollziehbare Bewertung (Arsen)
Nach der schweizerischen Fremd- und Inhaltstoffverordnung (SR 817.021.23) gilt ein Grenzwert für Arsen in Trinkwasser und Mineralwasser (siehe Verordnung des EDI über Trink-, Quell- und Mineralwasser SR 817.022.102) von 50 Mikrogramm/Liter. Bei einer Überschreitung von 50 Mikrogramm/Liter Arsen gilt das "Lebensmittel" Trinkwasser oder Mineralwasser für die menschliche Ernährung als ungeeignet. Aufgrund dieser gesetzlichen Grundlage ist die für Arsen vorgenommene (subjektive) Bewertung in diesem Beitrag (Quelle: Saldo) nicht nachvollziehbar.
wasser
Wasser Kaufen zum krank werden. Bravo !