Insolvenz droht

18. November 2012 21:24; Akt: 18.11.2012 21:30 Print

Fluggesellschaft SAS steht vor dem Aus

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS bereitet sich auf die Insolvenz vor. 800 Stellen werden wohl gestrichen, rund 6000 sollen ausgelagert werden.

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Die SAS kämpft mit finanziellen Problemen. (Bild: Keystone)

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Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat am Sonntag erste Schritte für einen mögliche Insolvenz eingeleitet. Gleichzeitig verhandelt sie unter Hochdruck mit Gewerkschaften über einen Krisenplan.

Wie Unternehmenssprecher in heimischen Medien mitteilten, sollten alle SAS-Maschinen im Ausland voll betankt werden, damit sie im Fall der Zahlungsunfähigkeit zum Wochenauftakt noch heimgeflogen werden können.

Gleichzeitig führte das Management in Kopenhagen abschliessende Verhandlungen mit Gewerkschaften über einen vor knapp einer Woche vorgelegten Rettungsplan. Nach Angaben des Senders DR wollte die Vertretung der Piloten in Dänemark, Norwegen und Schweden eine Kürzung ihrer Einkommen um zehn Prozent bei gleichzeitiger Anhebung der Arbeitsproduktivität um 15 Prozent akzeptieren.

Die Organisationen des Kabinenpersonals signalisierten ihre weitgehende Zustimmung zum Krisenplan und verhandelten ebenfalls in Kopenhagen über noch strittige Fragen. Die Entscheidung des SAS- Aufsichtsrates über Sanierung oder Insolvenz wurde bis spätestens Montagmorgen erwartet.

800 Stellen streichen und 6000 Jobs auslagern

Konzernchef Rickard Gustafson hatte in seinem Krisenplan vor sechs Tagen ultimativ unter anderem die Zustimmung zu Lohnkürzungen um 15 Prozent für alle 15'000 Beschäftigten verlangt. Hinzu kommen Arbeitszeitverlängerungen, Arbeitsplatzabbau und geringere Pensionsansprüche.

SAS will 800 Stellen sofort streichen und 6000 Jobs durch Verkauf der norwegischen Fluggesellschaft Widerøe und der SAS Ground Handling auslagern.

Das 1946 gegründete und halbstaatlich betriebene Unternehmen kämpft seit einem Jahrzehnt vor allem wegen des Erfolgs von Billig- Fluggesellschaften gegen Verluste. Die Unternehmensspitze nannte ihren Krisenplan gegenüber den Beschäftigten immer wieder «die absolut letzte Chance».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 19.11.2012 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schade, aber ein bisschen unverständlich

    Was ist denn bei denen los? SAS war für mich immer eine sehr neutrale und gute Airline, die auch ihre Flugzeuge sehr gut warteten. Ich verstehe nicht ganz, dass man sie jetzt nicht stützt (übernimmt). Norwegen und Dänemark sind reiche Länder. Schweden nicht, aber die beteiligen sich dafür stark in der Operation. Also zwei der drei Länder haben sicher keine Probleme, die Firma zu erhalten.

  • Christoph am 18.11.2012 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Herr Grübel übernehmen Sie

  • B.S. am 18.11.2012 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wetten, dass

    die Manager ihre Bezüge nicht reduzieren...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 19.11.2012 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Europa schafft sich ab..

    Jetzt wird wieder bedauert und über die verlorenen arbeitsplätze gejammert, doch spätestens beim nächsten flug darf es nicht billig genug sein...

  • Marie am 19.11.2012 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schade, aber ein bisschen unverständlich

    Was ist denn bei denen los? SAS war für mich immer eine sehr neutrale und gute Airline, die auch ihre Flugzeuge sehr gut warteten. Ich verstehe nicht ganz, dass man sie jetzt nicht stützt (übernimmt). Norwegen und Dänemark sind reiche Länder. Schweden nicht, aber die beteiligen sich dafür stark in der Operation. Also zwei der drei Länder haben sicher keine Probleme, die Firma zu erhalten.

  • Georges Dubi am 19.11.2012 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Wenn ich mir vorstelle, was für eine Superairline SAS vor vielen Jahren noch gewesen ist! Vielen in Europa in Sachen Sevice weit voraus! Schade!

  • Thomas Brülhart am 19.11.2012 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ölsubventionierte Konkurrenz

    Wenn die arabischen Airlines weiter die Preise drücken, kann anderen Airlines das selbe Schicksal erleiden. Also liebe Schweizer & Europäer, fliegt doch wieder Airlines bei denen das Geld im eigenen Land bleibt!

    • reto am 19.11.2012 10:18 Report Diesen Beitrag melden

      Und streicht

      die Emmissions Zertifikate. Ein Kostenfakto für europäische Frluggesellschaften weniger

    • Rentner am 19.11.2012 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Etwas stimmt nicht mehr.

      Ich bezahlte bei Singapur Airline Fr 800 für ZRH nach SIN und zurück. Bei Swiss hätte ich das Doppelte bezahlt. Gleicher Flug, gleiche Leistung, da Code sharing. Uebrigens, in der Businessklasse war Swiss billiger.

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  • F. Lieger am 19.11.2012 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schon gebucht

    Kann mir jemand sagen ob und was ich unternehmen muss, wenn ich für nächsten Frühling einen Flug mit SAS gebucht habe?

    • Dieter M. am 19.11.2012 10:12 Report Diesen Beitrag melden

      Ombudsstelle BAZL

      Vermutlich kann dir die Ombudsstelle des BAZL am besten Auskunft geben.

    • Vielflieger am 19.11.2012 10:17 Report Diesen Beitrag melden

      Abwarten

      und auf eine Auffanggesellschaft hoffen.

    • L. Aeufer am 19.11.2012 10:37 Report Diesen Beitrag melden

      Improvisieren

      Gehen Sie zu Fuss. Wenn Sie heute noch loslaufen, sind Sie im Frühling sicher am gewünschten Zielort.

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