Weniger Übernachtungen

07. Mai 2015 09:44; Akt: 07.05.2015 11:49 Print

Frankenschock – Deutsche meiden die Schweiz

Die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels ist im März um 7,4 Prozent zurückgegangen. Grund: der starke Franken.

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Touristen rollen ihre Koffer über den Schwanenplatz in Luzern. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

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Der Frankenschock drückt durch: In der Schweizer Hotellerie ist die Zahl der Übernachtungen im März um 7,4 Prozent abgesackt. Besonders die Besucher aus Europa machten einen Bogen um die Schweiz. Ihre Übernachtungen brachen um 14,5 Prozent ein.

Gerade die wichtige Gruppe der deutschen Touristen blieb fern. Ihre Übernachtungen stürzten um 15,9 Prozent ab, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag bekannt gab. Mit einem Minus von 78'000 Logiernächten waren die Deutschen für den grössten absoluten Rückgang verantwortlich.

Weniger Belgier und Franzosen

Noch krasser fiel der Einbruch bei den Belgiern aus, die ein Minus von 38,1 Prozent auswiesen. Auch die Franzosen (-15,3 Prozent) und Russen (-35,9 Prozent) checkten deutlich weniger in Schweizer Herbergen ein. Ein leichtes Plus gab es dagegen bei den Gästen von Grossbritannien (+0,6 Prozent).

Insgesamt gingen 1,6 Millionen Übernachtungen auf das Konto von ausländischen Reisenden. Das sind 8,3 Prozent weniger als im Vorjahres-März. Auch die Schweizer kamen weniger häufig. Sie übernachteten 1,4 Millionen Mal, was eine Abnahme von 6,3 Prozent bedeutet.

Chinesen kommen häufiger

Für einen Lichtblick in der durch den Frankenschock gebeutelten Branche sorgten die Asiaten, deren Übernachtungen um 16,6 Prozent anstiegen. Allen voran die Chinesen kamen häufiger (+25,3 Prozent). Sie wiesen mit einem Plus von 14'000 Übernachtungen das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer aus.

Die Zahl der Thailänder in hiesigen Hotelbetten verdoppelte sich im März beinahe. Mehr Gäste kamen auch aus Südkorea und Indien, während japanische Touristen weniger häufig anreisten. Auch die Amerikaner sorgten für eine stärkere Belegung in Schweizer Hotels (+12,8 Prozent).

Neun der vierzehn Tourismusregionen verbuchten im März weniger Übernachtungen als vor einem Jahr. Die stärksten Rückgänge gab es in den Bergregionen. So musste Graubünden ein Minus von 17 Prozent verkraften. Auch das Wallis (-15,6 Prozent) und das Berner Oberland (-13,8 Prozent) erlitten Einbussen. Es folgen die Ostschweiz (-7,6 Prozent) und das Tessin (-6,9 Prozent).

Demgegenüber erlebte die Region Zürich mit einem Plus von 4,5 Prozent das stärkste Wachstum. Einen leichten Anstieg gab es auch in der Region Freiburg (+3,5 Prozent) und Basel (+1,0 Prozent).

Ausländer kommen weniger häufig

Kumuliert summierte sich die Zahl der Übernachtungen in den ersten drei Monaten auf 8,8 Millionen. Das ist 1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Davon gingen 4,6 Millionen Übernachtungen auf das Konto von Ausländern (-2,7 Prozent), während es bei den Inländern ein leichtes Plus von 0,8 Prozent auf 4,3 Millionen Übernachtungen gab.

Auch hier machte sich der Rückgang bei den Deutschen (-6,5 Prozent) schmerzlich bemerkbar. Denn mit 1,1 Millionen Übernachtungen stellen sie mit Abstand die wichtigste ausländische Gästegruppe der Schweizer Hotels dar. Die Briten auf Platz zwei sind mit 468'000 Übernachtungen (-1,6 Prozent) die wesentlich kleinere Schar.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Budapest Hotel am 07.05.2015 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Blabla

    Und in einem halben Jahr lesen wir wieder von tollen Gewinnen... Es ist jedes Jahr bzw. jede Saison die gleiche Leier, die Tourismusbranche hat immer einen Grund zum jammern. Und der "Frankenstärke" die Schuld in die Schuhe zu schieben ist ja sehr im Trend.

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  • Thomas am 07.05.2015 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr gastfreundschaft bitte!

    vielleicht könnte die gastroscene wieder mit mehr gastfreundschaft, innovation und weniger jammern die gästezahl erhöhen.

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  • Rosmarie Aerne am 07.05.2015 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das Wetter

    Der Franken war schon immer stark, aber wer will seinen Urlaub in einem Land verbringen wo es dauernd regnet! Ich nicht, da such ich mir auch wärmere Gefilde wie die Zugvögel.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Isa am 08.05.2015 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweizerin!

    @D-Mann: Es gibt sie eben doch,die Ausnahmen,die sich anpassen,ihr Geld hier verdienen und ausgeben so wie sichs eigentluch gehört. Die andern,tja man kann denen ja nicht einfach weil sie D sind kündigen. Ginge das so wären sehr viele weg,glaub mir mal!

    • Schwizer Fau am 08.05.2015 13:40 Report Diesen Beitrag melden

      Das gehört sich so . ...

      Wie es sich gehört? Beten und im Entlebuch sterben! gehört sich so. passta . Anpassen und Stille sein .

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  • Gastgewerbler am 08.05.2015 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    @ mario Schwachsinn, geh noch mal in die Schule. Das Angebot an Restaurants und Hotels ist zu gross! Deine These bezieht sich auf eine uneingeschränkte Nachfrage wenn der Preis elastisch wäre! Also Schwachsinn!

  • Bert am 08.05.2015 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessante Ansichten

    Interessante Ansichten und Kommentare, die man hier ließt. Viele Schweizer sind wirklich durchtrieben vor lauter Hass auf alle anderen.. Ihr meint echt ihr seid der Nabel der Welt. Dabei ist euer system und Wohlstand gerade dabei zu scheitern. Die kleine snb kann und wird den Währungskrieg gegen die ezb und fed nicht gewinnen.. Schaut euch den Euro lieber schonmal genau an, denn eigentlich habt ihr ihn schon. Noch heißt er bei euch im Moment nur anders. Noch!

    • Eidgenossin am 08.05.2015 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau richtig

      Genau richtig! Und das haben wir unserer Regierung zu verdanken! Aber noch ist es nicht zu spät, Wahlen stehen an...

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  • Sturzenegger am 08.05.2015 01:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider leider

    Also ich will wirklich niemanden Unrecht tun und ich bin mir siicher es gibt ein paar Herzensgute Deutsche. Nur auf der Arbeit hab ich katastrophale Erfahrungen mit Deutschen gemacht. Sie kooperieren nicht, sind desinteressiert, verstehen kein Humor und Petzen alles dem Chef und machen sich hinter dem Rücken über Kunden lustig und sind ziemlich inkompetent. Wenn ich sie korrigiere sind sie extrem beleidigt und manchmal auch sehr rechthaberisch. Aber das ist nur bei meinem Umfeld. Aber ich kann leider schon verstehen warum Deutsche nicht ganz so beliebt sind.

    • D-Mann am 08.05.2015 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      Immer dieselbe Leier...

      Wenn die Deutschen denn so schlecht und inkompetent sind warum werden sie dann von euch Schweizern eingestellt ? Viele Deutsche sind seit Jahren beim selben Arbeitgeber beschäftigt und haben mit die höchsten Einkommen in der Schweiz. Wie erklärt sich das ?

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  • phenom am 07.05.2015 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wenn ich hier so manche Kommentare lese, muss ich irgendwie an die Wahlplakate der NPD denken (Deutschland den deutschen blabla). In DE werden Leute die diesen Mist vertreten vom Grossteil der Gesellschaft verspottet und verachtet. In CH gibt's für solche Aussagen likes und Daumen hoch?! Jede neue Nachricht aus CH vermittelt den Eindruck, dass man sich vom Rest der Welt abschotten will. Hm, wer wollte freiwillig in der DDR Urlaub machen oder mal ein paar Tage in Nordkorea verbringen? Niemand? Warum wohl? Ich liebe die Schweizer, das Land, die Kultur und die Sprache, aber was hier einige so von sich geben...da kann man nur den Kopf schütteln. Ich lebe in Berlin und weiss sehr gut wie es ist wenn man sich in der eigenen Stadt fremd fühlt. Aber ich würde nie fordern, dass deswegen irgendein Immigrant die Stadt verlassen muss. Mir sind 2000 arbeitende Immigranten lieber als 2000 Deutsche die nur von Hartz IV leben und nichts daran ändern wollen. Mein nächster Urlaub wird vermutlich wieder in der Schweiz sein, aber sehr wahrscheinlich nicht in einem Hotel. Da könnte auch ein schwacher Franke nichts dran ändern :)

    • Ephesus am 08.05.2015 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ständiges Nörgeln an CH

      @phenom : Können sie sich vorstellen dass der toleranteste Schweizer irgendwann von dem ständigen Gehetze gegen unser Land Schweiz genug hat ? In unserem Land Schweiz werden wir wohl noch Schweizer sein dürfen und so leben wie WIR wollen ! Würden sie die Schweizer Verhältnisse kennen, dann wüssten sie dass man Schweizer NICHT mit dem viel grösseren Deutscheland vergleichen kann. Niemand der die Schweiz nicht schätzt, muss in unserem Land sein.

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