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15. Mai 2017 20:40; Akt: 16.05.2017 07:44 Print

Frauen entdecken die Smartwatch für sich

Letztes Jahr hat der Onlinehändler Digitec viermal so viele Smartwatches abgesetzt wie noch 2014. Vor allem die Verkäufe bei den Frauen zeigen nach oben.

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Smartwatches haben sich von einem Gadget für Computer-Nerds zum Trend-Accessoire gewandelt. Das zeigen die neusten Verkaufszahlen. Die Onlineshops Digitec und Galaxus beispielsweise haben 2016 knapp viermal so viele Smartwatches verkauft wie 2014.

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Und auch 2017 zeigen die Zahlen bereits nach oben: In den ersten drei Monaten lag das Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich bei über 20 Prozent. Dabei gibt es immer mehr Anbieter mit einer immer breiteren Palette an Geräten, die auch Frauen ansprechen sollen.

Anteil der Frauen gestiegen

Das zeigt sich ebenfalls in den Verkaufszahlen. Zwar sind heute noch immer 85 Prozent der Smartwach-Käufer männlich, doch die Frauen holen auf: Innert zwei Jahren ist deren Käuferanteil um drei Prozentpunkte gestiegen. «Besonders stark wächst das Interesse bei den jüngeren Frauen», erklärt Hendrik Blijdenstein, Chef-Einkäufer bei Digitec und Galaxus.

Umgekehrt ist das Gesamtalter aller Smartwatchkäufer seit 2014 stark gestiegen: Mittlerweile ist mehr als die Hälfte von ihnen über 35 Jahre alt. Zugenommen hat besonders der Käuferanteil der 50- bis 59-Jährigen.

Verkäufe folgen saisonalem Muster

Die Verkäufe folgen dabei – wie man das von anderen Produkten her auch kennt – gewissen saisonalen Mustern. Besonders gut läuft das Geschäft kurz vor Weihnachten im November und Dezember, da sich die Gadgets gut als Geschenk eignen. Positiv auf die Absatzzahlen wirkt sich auch immer die Lancierung neuer Modelle aus.

«Die Umsatzstärke des ersten Quartals 2017 lässt sich auf die grosse Nachfrage nach der Samsung Gear S3, der Apple Watch Series 2 und der Huawei Watch 2 zurückführen», schreibt das Unternehmen Digitec/Galaxus in einer Medienmitteilung vom Montag.

Preise sind gestiegen

Gemessen an den verkauften Stückzahlen, zeige sich auch, dass die trendigen Modelle teurer geworden sind: «2014 kosteten neun von zehn verkauften Smartwatches bei uns unter 150 Franken», so Hendrik Blijdenstein. «Heute kosten acht von zehn verkauften Modellen zwischen 150 und 550 Franken.» Diese Entwicklung akzentuiere sich, wenn man die Umsatzanteile nach Preissegmenten untersuche.

Für die Zukunft prognostiziert Blijdenstein eine weitere Zunahme des Frauenanteils bei den Smartwatch-Nutzern. Grund: Der aktuelle Smartwatch-Trend gehe in Richtung mehr Sport-Features und Healthcare-Apps. Ausserdem sind die neuen Uhren häufig wasserdicht. «Wir gehen davon aus, dass Smartwatches auf Kosten von Activity-Trackern und Sportuhren Marktanteile gewinnen werden.»

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 15.05.2017 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Werbung

    Müssen bezahlte Werbeberichte nicht als solche markiert werden?

    einklappen einklappen
  • TheEngineer am 15.05.2017 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    Jetz aber!

    Ich verlange eine Männer-Mindestquote. Ich fühle mich diskriminiert.

  • Dösel am 15.05.2017 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenhänge?

    Was hat der Frauenanteil damit zu tun, dass die Uhren vermehrt Wasserdicht sind?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Ermutiger am 16.05.2017 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz allein geschaft.

    Die Frauen haben interesse an Smartwatches bekommen, ohne dass eine vom Bund geförterte Kampagne sie dazu ermutigt hat? Finde ich super.

  • Diana am 16.05.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Handy stumm in Handtasche

    ganz einfach: Frauen könnn so ihr Handy stumm in der Handtasche lassen. Die Uhr informiert diskret über Nachrichten und Anrufe

  • Anne89 am 16.05.2017 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Smartwatch

    Für die ständige Überwachung der Körperfunktionen gibt's die Intensivstation. Eine Uhr, die als Hauptnutzen ständig Herzschlag, Blutdruck, was auch immer misst, erinnert mich daher viel zu sehr daran und gehört nicht auf meine Einkaufsliste..

  • Jonasssss am 16.05.2017 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Prozentzahlen!?!

    Ich sehen nur Prozentzahlen, lese mehr Verkäufe mehr Umsatz um das doppelte usw. Ohne Zahlen ist dies nur das allgemeine Marketingsgeschwafel um den Smartwatch-Verkauf, welcher sehr wahrscheinlich hinterher hinkt anzukurbeln. Die Leute meinen es kaufen jetzt auf einmal viele Menschen solche Uhren. Also macht man so die Artikel begehrenswert ohne das sie es sind. Wenn ich einen Artikel verkaufe und das nächste Jahr 2 Artikel verkaufe, sind meine Verkäufe auch 100% gestiegen. Reiner Marketing-Artikel!

  • Typhoeus am 16.05.2017 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kontinuierlich Batterien laden

    Das moderne Lebensgefühl.