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Geheime Finanzgeschäfte?
04. Februar 2012 23:30; Akt: 05.02.2012 13:08 Print
Mauro Tuena wehrt sich
SVP-Gemeinderat Mauro Tuena soll Alleininhaber einer Firma sein, die ihre Kunden mit überrissenen Gebühren abzockt. Kommuniziert habe er dies nie. Jetzt widerspricht der Zürcher SVP-Politiker.

Soll sich als Abzocker betätigt haben: SVP-Politiker Mauro Tuena. (Bild: Keystone)
Mauro Tuena wehrt sich gegen die von der «SonntagsZeitung» erhobenen Vorwürfe. Die Zeitung wirft dem SVP-Fraktionspräsidenten im Zürcher Gemeinderat vor, ein
Verwaltungsratsmandat zu verheimlichen und dieses unter den
Interessenbindungen nicht wie vorgeschrieben zu deklarieren. Auf der
Homepage des Gemeinderates ist das Mandat aber aufgeführt. Auf
Anfrage von «Radio24» zeigte sich Tuena erstaunt über die Angriffe auf
seine Person.
Ein Dokument das
Mauro Tuena dem Radiosender vorgelegt hat, entkräftet offenbar auch den Vorwurf, Tuena habe der Partei und der Öffentlichkeit das Mandat verschwiegen.
Das Dokument hat Tuena im Zusammenhang mit seiner letzten
Stadtratskandidatur an die Medien und die Partei verschickt.
Der Zürcher SVP-Politiker Mauro Tuena ist Alleininhaber einer Finanzfirma, die Anlegern hochriskante Geschäfte zu überrissenen Gebühren anbietet, schreibt die «SonntagsZeitung». In einem der Zeitung vorliegenden Beispiel verlangte die von Tuena kontrollierte Firma Gut Gross & Partner AG (GGP) eine Kommission von 9 Prozent plus einen Fixbetrag. Branchenüblich sind höchstens 5 Prozent der Anlagesumme.
Sowohl in seinem Lebenslauf wie vor Parteikollegen soll Tuena gemäss der «SonntagsZeitung» seine Rolle bei der Firma verschwiegen haben. Obwohl er durch das Reglement dazu verpflichtet wäre, habe er die Interessensbindung auch im Zürcher Gemeinderat nicht offen gelegt. Gegenüber der «SonntagsZeitung» sagte er zunächst: «Eine Nebentätigkeit, die nichts mit der Politik zu tun hat.» Das sei «nicht von öffentlichem Interesse».
Parteimitlieder zeigen sich erstaunt
Bei den vermittelten Hochrisiko-Anlagen besteht im Verlustfall teilweise eine Nachschusspflicht. Dennoch riet die GGP einem Anleger mit nur leicht höherem Vermögen zu einem Investment von
Selbst Parteigefährten sind erstaunt, als sie erfahren, womit Tuena seine Brötchen verdient: «Ich hatte keine Ahnung, dass er im Finanzgeschäft aktiv ist», erklärt SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Und auch Claudio Zanetti, langjähriger Sekretär der SVP-Kantonalpartei, weiss von nichts: «Tuena hat vor vielen Jahren ein bisschen ‹gebörselet› wie so viele», aber dass er professionell als Finanzdienstleister tätig sei, könne nicht sein: «Das müsste ich wissen.»
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Alle 97 Kommentare
































Die SVP braucht es
Ich denke die SVP ist wichtig für die Schweiz ohne sie währen wir in der EU!!!
Moral
richtig , scheinbar hat er es deklariert. Aber aus moralischen Gründen (a la Hildebrand) müsste er zurücktreten ! Abzocker in politischen Aemter geht gar nicht. Nur hätten wir wohl dann bald keine Politiker mehr
In einer normalen Partei?
In einer normalen Partei hätte Tuena vielleicht noch drei Monate, bei der SVP mit ihrer speziellen Verständniskultur für Wirtschaftstäter (wozu auch Bankgeheimnisverletzung gehört) wird er wohl noch circa ein Jahr politisieren können.