Lohnforderungen

17. Dezember 2012 11:29; Akt: 17.12.2012 11:31 Print

Gewerkschaften fast zufrieden mit Lohnrunde

Travail.Suisse sieht seine Lohnforderungen für 2013 mehrheitlich erfüllt. Enttäuschend seien die Resultate aber beim Nachholbedarf der Frauen und bei den Mindestlöhnen.

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2013 gibts wegen der Minusteuerung und Lohnerhöhung ein paar Franken mehr im Portemonnaie. (Bild: Keystone)

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Mit Ausnahmen einiger Branchen liegen die Lohnerhöhungen zwischen 0,7 und 2 Prozent, bilanzierte der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse am Montag vor den Medien in Bern. Die Lebenshaltungskosten sanken 2012 um 0,7 Prozent. Die Verhandlungen seien wegen der sich abschwächenden Konjunktur und der Minusteuerung zäh gewesen, hiess es weiter.

Bei den Dienstleistungen zeigt sich Travail.Suisse von den Resultaten mehrheitlich befriedigt. Im Gastgewerbe würden die Löhne aber nicht steigen. Im Gewerbe hätten sich die Verhandlungen ebenfalls recht ergiebig gezeigt. Bei der Industrie hingegen seien erst wenige und erst noch magere Erhöhungen vorgesehen. Im Service Public ergaben sich befriedigende Abschlüsse.

Kein Fortschritt bei Frauen- und Mindestlöhnen

Enttäuschend ist, dass in den diesjährigen Lohnverhandlungen fast ausschliesslich individuelle Lohn-erhöhungen erreicht wurden. Die Verbände von Travail.Suisse befürchten bei individuellen Lohnerhöhungen die Gefahr von Willkür und Bevorzugung, besonders wenn in den Betrieben keine transparenten Lohnsysteme bestehen. Aufgrund der diesjährigen Negativteuerung von 0.7 Prozent, welche die Kaufkraft der bestehenden Löhne bereits für alle erhöht, fand diese Forderung jedoch kein Gehör. Unbefriedigend ist ebenfalls, dass der Trend zu Einmalzahlungen andauert und reguläre Lohner-höhungen ersetzt.

Dem Nachholbedarf bei Frauen- und Mindestlöhnen wurde keine Beachtung geschenkt: Bei den Frauenlöhnen ist das Ergebnis ernüchternd; kaum ein Arbeitgeber war bereit, bei der Lohngleichheit einen Schritt vorwärts zu machen. Bei den branchenspezifischen Mindestlöhnen gab es ebenfalls kaum Erhöhungen.

(whr/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nepo am 17.12.2012 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Forderungen

    ich finde es falsch, bei Frauen, sobald das Thema Lohngleichheit kommt, immer gleich nachzudoppeln und sofort danach zu schreien, dass diese dann auch Militärdienst leisten müssen. Was hat das mit dem Thema gleiche Arbeit, gleicher Lohn zu tun. Also ich würde es nie tolerieren, dass Frauen für gleiche Arbeit und gleiches Pensum, andere Löhne erhielten als die Männer. Auch der leistungsabhängige Teil muss, wie die Bewertung welche zu einem Bonus führt, transparent geregelt sein.

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  • Büezer am 18.12.2012 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Politik und Journalismus

    bl bla bla - Lebenshaltungskosten gesunken... da der 'Warenkorb' situativ angepasst iwrd kann er den Beweis der tieferen Lebenshaltungskosten locker antreten. Der Klau von Renten mit den Umwandlungssätzen etc wird NIE miteinbezogen - auch der Benzin und Heizölpreis nur dann wenn er sinkt - und wann war das denn?

  • Schonid am 17.12.2012 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Negativteuerung von 0.7%! Darum steigen die Kosten für fast alles ausser Senf und Brot.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Büezer am 18.12.2012 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Politik und Journalismus

    bl bla bla - Lebenshaltungskosten gesunken... da der 'Warenkorb' situativ angepasst iwrd kann er den Beweis der tieferen Lebenshaltungskosten locker antreten. Der Klau von Renten mit den Umwandlungssätzen etc wird NIE miteinbezogen - auch der Benzin und Heizölpreis nur dann wenn er sinkt - und wann war das denn?

  • L. am 18.12.2012 04:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerechter Lohn? Was ist das??

    .... Und ich darf weiterhin bei Festanstellung (80%) im Verkauf für ausbezahlt Fr. 2700.- (Abzüge sind abgerechnet) arbeiten gehen. In meinem "alter" (50 w CH; Alleinerziehende) ist es sehr schwierig etwas Andres zufinden. Und das wissen die genau und nützen die Situation voll aus. Trotzdem allen Lesern; ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes gesundes neues Jahr. Was niemand, mit allem Geld dieser Welt, kaufen kann.

  • nepo am 17.12.2012 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Forderungen

    ich finde es falsch, bei Frauen, sobald das Thema Lohngleichheit kommt, immer gleich nachzudoppeln und sofort danach zu schreien, dass diese dann auch Militärdienst leisten müssen. Was hat das mit dem Thema gleiche Arbeit, gleicher Lohn zu tun. Also ich würde es nie tolerieren, dass Frauen für gleiche Arbeit und gleiches Pensum, andere Löhne erhielten als die Männer. Auch der leistungsabhängige Teil muss, wie die Bewertung welche zu einem Bonus führt, transparent geregelt sein.

    • Moderlieschen am 17.12.2012 15:20 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch?

      Es hat zwar nicht im Bezug auf Lohn viel miteinander zu tun, aber trotz allem fällt es in den Bereich Gleichberechtigung. Deswegen fände ich es schon richtig, dass man auch als Frau etwas ehrenamtliches leisten muss. (Wie sinnvoll eine militärische Grundausbildung wäre, halte ich für fragwürdig)

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  • Küsche am 17.12.2012 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Statistiken kann man nicht trauen

    Wieder eine Statistik der man kaum trauen kann.Im laufe des Jahres stiegen die Preise für Triebstoffe enorm auch verschiedene Lebenmittej wurden teurer und dir Krankenkasseprämien steigen auch.Auch wen einige Preise gegen ende Jahr wieder gefallen sind heisst das noch lange nicht dass sie billiger sind als anfangs Jahr.Jede Statistik wird manipuliert!!!

  • Schonid am 17.12.2012 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Negativteuerung von 0.7%! Darum steigen die Kosten für fast alles ausser Senf und Brot.