KOF-Index

01. März 2013 11:58; Akt: 01.03.2013 12:46 Print

Globalisierung stagniert wegen Wirtschaftskrise

Die Schweiz gehört zu den Top Ten der globalisiertesten Ländern der Welt. Insgesamt hat sich aber das Tempo der Globalisierung deutlich verlangsamt.

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Besonders stark ist die weltweite Verflechtung der Schweiz im Bereich des Ideenaustauschs, wo die die Schweiz auf Position fünf liegt. Beispiel Roboy: Das Labor für Künstliche Intelligenz der Uni Zürich hat den Roboter in nur neun Monaten zusammen mit einem internationalen Verbund von Forschern und Firmen erschaffen. (Bild: Keystone)

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Die Schweiz gehört gemäss der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich wieder zu den zehn globalisiertesten Ländern der Welt. Besonders stark ist die weltweite Verflechtung des Landes im Bereich des Ideenaustauschs, wo die die Schweiz auf Position fünf liegt.

Bei der wirtschaftlichen Globalisierung, die sich unter anderem an der Handelstätigkeit sowie am Investitionsvolumen bemisst, rangiert die Schweiz auf Position 27. Hinsichtlich der politischen Zusammenarbeit bekleidet das Land den 14. Rang, wie dem am Freitag publizierten KOF-Index zu entnehmen ist.

USA nur auf Rang 82

Im Gesamtindex rückte die Schweiz um eine Position auf Rang 10 von insgesamt 187 erfassten Ländern vor. Den höchsten Globalisierungsgrad weisen wie im Vorjahr Belgien, Irland sowie die Niederlande auf. Am wenigsten stark ausgeprägt ist die Globalisierung in Osttimor, im Inselstaat Kiribati sowie in Äquatorial-Guinea.

Nur auf Rang 82 führt die KOF die Vereinigten Staaten. Die weltweit grösste Volkswirtschaft sei nicht im selben Masse auf die Globalisierung angewiesen wie andere Länder, schreibt die Forschungsstelle.

Der sämtliche Länder umfassende Index blieb 2012 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Durch die Wirtschaftskrise habe sich das Tempo der Globalisierung deutlich verlangsamt, hiess es in der Mitteilung vom Freitag weiter. Damit habe die Entwicklung der weltweiten Verflechtung nach Jahren des Wachstums im zweiten Jahr in Folge stagniert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leser am 01.03.2013 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Manchmal ist weniger mehr

    Genauso, wie zuwenig "Globalisierung" für ein Land schlecht ist, ist auch zuviel "Globalisierung" nicht gut. Es braucht ein gesundes Mass und dieses ist in der Schweiz durch die massive Zuwanderung längst überschritten. Der Mittelstand und die jungen Berufseinsteiger leiden unter steigenden Mieten, Staus, überfüllten ÖVs, Lohndruck, Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, teuren Kosten für den Infrastrukturausbau,...

  • Chv am 01.03.2013 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es dient nicht dem Menschen

    Globalisierung ist der grösste Wirtschafts und Kulturkiller!

  • Regi am 01.03.2013 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Kiribati

    Hm, Inselstaat Kiribati, muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen, denn dieser Globalisierungswahn wird unsere Lebensqualität noch ganz zerstören. Mehr, mehr, schneller, ich kann es nicht mehr hören! Der Grossteil der Menschen bleibt dabei völlig auf der Strecke, es geht ihnen immer schlechter in allen Belangen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian am 03.03.2013 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaftskrise stagniert -

    wegen der Globalisierung und nicht umgekehrt. Die CH hat sich mit der Globalisierung ins eigene Fleisch geschnitten, sich von der Globalisierung verführen lassen - jetzt wird gegenseitig gekämpft was das Zeug hält, bis zum geht ncht mehr.

  • Chv am 01.03.2013 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es dient nicht dem Menschen

    Globalisierung ist der grösste Wirtschafts und Kulturkiller!

  • j. p. am 01.03.2013 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    gemessen am resultat

    namentlich strukturellen verwerfungen, verlagerung von arbeitsplätzen, finanzmarktexzessen, verdrängung des mittelstandes, umweltschäden etc. ist das bisherige modell für die meisten eher hazardspiel als wahrnehmen von nachhaltigen chancen für die nachhaltige gestaltung einer gemeinsamen zukunft.

  • Zeiss W. am 01.03.2013 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Globalusierung dient den reichen

    Globalisierung dient nur den reichen, gute Nachricht.

  • Valerius T. am 01.03.2013 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Vorteil?

    Wer sagt denn, dass es positiv ist, da vorne dabei zu sein??? es gibt viele Nachteiele wie grosse politische und wirtschaftliche Abhängigkeit, Souveränitätsverlust usw...