Finma-Vorschlag

06. April 2014 13:39; Akt: 07.04.2014 12:19 Print

Hauskäufer sollen mehr bezahlen

Die Finanzaufsicht Finma will die Regelung für Hypothekarnehmer verschärfen. Hypotheken sollen schneller zurückbezahlt werden.

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Wer den Traum vom Eigenheim verwirklichen will, muss künftig womöglich tiefer in die Tasche greifen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Bei einem Treffen mit der Schweizerischen Bankvereinigung hat die Finanzaufsicht Finma schärfere Regeln für Hypothekarnehmer vorgeschlagen. Mit drastischen Massnahmen will die Finma eine Immobilienblase verhindern. Denn die derzeitige Hypothekarverschuldung in der Schweiz von 150 Prozent des Bruttoinlandprodukts sei eindeutig zu viel, wie der «SonntagsBlick» in einem Bericht schreibt.

Die geplanten neuen Regelungen betreffen private Hypothekarnehmer – also alle, die ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollen. Die Finma möchte, dass diese ihre Hypothekarschulden künftig schneller zurückbezahlen. Dies soll wie folgt umgesetzt werden: Während Tiefzinsphasen sollen Hypothekarnehmer nicht mehr nur den normalen Zins auf ihre Hypothek bezahlen, sondern jenen, mit dem die Banken in ihren Sicherheitsmodellen rechnen. Dieser liegt derzeit bei etwa 5 Prozent. Betroffene müssten also künftig mindestens doppelt so viel Zins bezahlen wie bisher. Die Differenz zum Marktzins würde zur Rückzahlung der Hypothek verwendet werden.

Verhandlungen gescheitert

Gemäss dem Massnahmenplan der Finma sollen vorerst jene Haus- oder Wohnungskäufer von der neuen Regelung betroffen sein, deren Belehnung über 67 Prozent liegt. Die Bankenvereinigung hat den Vorschlag jedoch abgelehnt. Die Verhandlungen sind laut «SonntagsBlick» letzte Woche gescheitert. Die Finma hofft nun auf das Finanzministerium, das den Vorschlag aufnehmen und eine entsprechende Verordnung erlassen soll.

(dv)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Remo Sommer am 06.04.2014 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Finma verarscht uns alle!

    Volldaneben! Alle die, welche sich kümmern und haushälterisch mit Ihren Mitteln umgehen, dürfen wieder mal drauf zahlen. Kann ja nicht sein, dass die Amortisationsdauer soweit runter gedrückt wird, bis Herr und Frau EFH jährlich wieder über CHF 40'000.- für seine Hypothek hinblättern muss. Dann noch parallel dazu mit dem Eigenmietwert abzocken. Hallo! Dieses Geld wurde alles schon einmal besteuert. Unsere Behörde will uns wohl lieber alle in Sozialwohnungen einsperren. Braucht es alles nicht. Eigenmietwert sofort abschaffen, Eigenmittel min. 25% und eine saubere Tragbarkeit um die 5%. Et voilá

  • Röbu am 06.04.2014 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Als es darum ging...

    ...sicherzustellen, dass die Grossbanken sich nicht in eine Lage manövrieren, in der sie vom Staat gerettet werden müssen, hat die Finma auf der ganzen Linie versagt. Den Libor-Skandal hat die Finma auch nicht verhindert. Ich denke, bevor man dieser Institution erlaubt, Vorschläge zu bringen, müsste man sich fragen, ob sie kompetent genug ist um weiter zu bestehen, oder abgeschafft werden muss.

  • Markus Enggist am 06.04.2014 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Goht's no?

    Wenn im Gegenzug der Eigenmietwert fällt lässt sich darüber reden, ansonsten nur ein weiterer Versuch die Bevölkerung klein zu halten, oder hat es zu wenig Land für die künftigen Expats die zuwandern wollen?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mac Blaser am 01.12.2014 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blasenleiden

    Vordergründig will man eine Blase verhindern, hintergründig ist da eine gewaltige Neid- und Bevormundungskultur im Gang. Hypothekarzinsen können - und das ist seit eh und je so - von den Steuern abgesetzt werden, wogegen der Eigenmietwert, vor allem bei jüngeren Hausbesitzern, die Höhe der Hypothekarlasten nicht erreicht. Das ergibt letztlich etwas niedrigere Steuern für den Staat. Das will man, stark gefördert von der Finanzministerin, unterbinden. Darum dieses immer wieder auftauchende Blasen-Inkontinenz-Gschtürm!

  • fraba42 am 07.04.2014 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Und weg mit dem Eigenmietwert!

    Wäre sofort dafür. Als Gegenleistung müsste der unsägliche Eigenmietwert in der Steuerrechnung endlich fallen.

  • hg am 07.04.2014 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee

    ...allerdings sollen die Banken welche zu grosszügig Hypotheken vergaben die Differenz übernehmen...

  • Erik Schiegg am 07.04.2014 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Genialer Vorschlag!

    So bleibt wenigstens genug Platz auf dem Immobilienmarkt Schweiz für die auländischen, finanzstarken Rosinen, welche die kantonalen Steuerverwaltungen möglichst anlocken und picken wollen. Auch wenn manchem Schweizer dann der Zugang zu Wohneigentum verwehrt bleibt: Die gutbezahlten Beamten und die erwünschten gutverdienenden Käufer betrifft es ja nicht, also was soll uns das gemeine und niedere Volk kratzen? Eigentlich schade, dass so ein modernes Land noch nichtreiche unter der Bevölkerunbg toleriert, die muss man ausmerzen, dann geht es allen gut! (isch im Fall Sarkasmus)

  • weco am 07.04.2014 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    abschaffen

    schafft diese finma ab.