Korrektur in Sicht?

15. Mai 2014 12:45; Akt: 15.05.2014 13:12 Print

Immobilien-Preise könnten bald deutlich fallen

Die Preise für Schweizer Wohneigentum sind in den letzten Jahren förmlich explodiert. Dies könnte sich aber bald ändern.

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Für Eigentumswohnungen besteht derzeit eine grosse Nachfrage, was die Preise in die Höhe treibt. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Den tiefen Zinsen sei Dank: Der Erwerb von Wohneigentum ist derzeit attraktiver als die Miete. Ungebrochen ist deshalb auch die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen. Das hat aber auch seine Schattenseiten: Insbesondere in den Ballungszentren wie Zug, Zürich oder Genf schossen die Preise auf horrende Niveaus.

Damit könnte es aber bald vorbei sein. Gemäss einem Artikel in der NZZ vom Donnerstag stehen die Immobilienpreise in der Schweiz vor dem Sinkflug. Immobilienexperten des Beratungsunternehmens PwC prognostizieren einen Preisrückgang von bis zu 15 Prozent in den nächsten drei Jahren.

Zwei mögliche Szenarien

Die Experten haben dafür zwei Szenarien getestet – beide resultieren in einem Rückgang der Immobilienpreise. Es komme jedoch nicht zu einem Platzen der Blase, sondern zu einem kontinuierlichen Rückgang in den nächsten drei Jahren.

Im Szenario mit gleich bleibenden Zinsen und stabiler Bevölkerungsentwicklung ist mit einem Preisnachlass von rund 10 Prozent zu rechnen. Steigen die Zinsen jedoch und das Bevölkerungswachstum geht zurück, dürften die Preise gar um 15 Prozent sinken. Dies insbesondere, wenn die Abstimmung über die Einwanderungsinitiative zu einer weiteren Verunsicherung führe.

Insgesamt zeige sich der Immobilienmarkt in einer schwachen Verfassung. Würden positive Impulse ausbleiben, wäre eine Korrektur unvermeidlich, so die PwC-Experten.

(hoy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robin am 15.05.2014 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann hat jeder einmal Recht...

    Intereassant finde ich, dass dies schon seit mindestens 2 Jahren prognostiziert wird und es immer noch eingetroffen ist. Irgendwann hat bestimmt jeder einmal Recht, auch diese Berater und diese Analysten ;-). Das muss schon ein extrem cooler Job sein. Das sind doch alles "Wahrsager" die vermutlich einen fetten Lohn kassieren, für das sie irgend etwas in die Luft setzen, dass weder Hand noch Fuss hat

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  • Tom Bombadil am 15.05.2014 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Boden ist (nicht un-)endlich vorhanden

    So ein Quatsch, wieso sollten die Preise um 10% fallen wenn die Zinsen niedrig bleiben und die Bevölkerung weiterhin wächst? Der Boden in der Schweiz ist begrenzt, sehr begrenzt.

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  • Franz Himmelberger am 15.05.2014 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Marktbeeinflussung

    Sieht so aus als wollten ein paar Berater bei PwC in den nächsten Monaten ein Häuschen kaufen und wollen den Markt im Vorfeld etwas drücken...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans am 15.05.2014 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffentlich sinken die Mieten

    Ich kann meine Wohnung hier in Züri kaum noch bezahlen, in den letzten 20 Jahren sind es saftige 1300.- Fr mehr pro Monat geworden. In Zürich eine andere freie Wohnung zu bekommen ist nahezu unmöglich. Verliere ich die Wohnung ist dann auch der Job weg, weil zu meinen Arbeitszeiten keine ÖV verkehren.

  • Franz Ferdinand am 15.05.2014 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie auch immer...

    ... die Banken werden dafür sorgen dass ihr Kapitalgewinn und damit auch der Preis für Immobilien steigt. Wenn nicht durch überhöhte Immobilienpreise aber geringer Zins, dann durch höhere Zinsen auf etwas geringerem Kapital.

  • K. Giger am 15.05.2014 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    In der Ostschweiz am Sinken

    In der Ostschweiz sind die Immobilienpreise schon am sinken. Sie sanken im Verlauf von 12 Monaten zwar nur moderat, aber davor waren sie immerhin jahrelang am Steigen! Ich denke, die Kehrtwende ist geschafft!

  • Peter Frei am 15.05.2014 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zinsen

    Hat jemand die Zinsen in den letzten Wochen beobachtet? Der 10 Jahres-Swap liegt wieder unter 1%!! Anfangs Jahr noch über 1.5%.

  • insider am 15.05.2014 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich erzähl euch was..

    bankenleaders nennen das fishing. es läuft wie folgt ab: die zinsen senken sich, die preise für land und gut senkt sich. in dieser phase werden günstig kredite angeboten. ein künstlicher boom entsteht. wenn das niveau ein gewisses mass erreicht hat, werden die zinsen wieder angehoben. ca. 60% der kredite werden nicht mehr ausgeglichen. folge: der kreditgeber verleibt sich die sicherheiten und das erworbene gut des schuldners ein. die banken werfen jetzt die angelrute aus um später die angel wieder einzuholen. überlegt euch gut ob ihr bauen oder land kauft. 6 von 10 gehen bankrott.