Eurokrise

26. Mai 2010 09:08; Akt: 26.05.2010 11:15 Print

Ist das Ende des Euro nah?

Der Luzerner Privatbankier Karl Reichmuth erwartet ein Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion in den nächsten zwei bis drei Jahren.

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Der Rettungsschirm für den Euro sei ein Aufschub, aber keine Lösung für das Problem. «Es bringt nichts, gegen Naturgewalten anzutreten», sagte der Verwaltungsratspräsident und unbeschränkt haftende Gesellschafter der Privatbank Reichmuth & Co in einem Interview mit der «Handelszeitung».

In zwei oder drei Jahren werde die Wahrheit sowieso ans Licht kommen und die Währungsunion auseinanderbrechen. Er sei sehr skeptisch gegenüber Währungsunionen, wenn keine einheitliche Fiskalpolitik und Wirtschaftspolitik verfolgt würden, sagte Reichmuth und erinnerte an die Lateinische Münzunion.

Kluft zwischen Norden und Süden

Die Unterschiede in der Geisteshaltung zwischen den südlichen und nördlichen Ländern könnten nicht überwunden werden. «Die Nordeuropäer leben, um zu arbeiten, und die Südeuropäer arbeiten, um zu leben», erklärte Reichmuth.

Die südeuropäischen Länder werden laut dem Privatbankier nicht mehr beim Euro dabei sein. Er könne sich aber vorstellen, «dass gewisse ähnlich gelagerte Länder wie Dänemark, Holland, Österreich und Deutschland beim Euro bleiben». Neben Reichmuths Prognose zum Ende der Währungsunion muss sich allerdings auch weisen, ob Dänemark den Euro überhaupt einmal einführt.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert Holzwart am 26.05.2010 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    ich erwarte das Ende der...

    Bank Reichmuth im nächsten Jahr unter der Last der Madoff klagen. Die Privatbank hat den Grossteil ihrer Anlagen im Matterhorn-Fonds in Madoff investiert. Glorreiche Analyse.

  • David Ramseier am 26.05.2010 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz bricht auseinander !!!

    Tja, hab ich mir's doch immer schon gedacht ! Die Schweiz wird in den nächsten 2 - 3 Jahren auseinanderbrechen. Denn bei uns wird definitiv "keine einheitliche Fiskalpolitik und Wirtschaftspolitik verfolgt" und zum Unterschied zwischen Norden und Süden müssen wir auch noch mit dem Westen kämpfen. Und wann geht die Welt schon wieder unter ??? Gruss, David

  • V. Meyer am 26.05.2010 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte hinten anstehen!

    Die Reihe derer die den Tod des Euro schon fast heraufbeschwören wird immer länger. Seit Einführung d. Euros geht das so (10 J.). Hört mir diesem peniblen Euro-bashing auf. Bringt Lösungen anstatt immer die gleiche Leier. Die Wahrheit ist dass es keine Alternative zum Euro (-Wirtschaftsraum) gibt. Im übrigen; relativ betrachtet verlieren ALLE Währungen ggü. Hard Assets an Wert. Danke

Die neusten Leser-Kommentare

  • David Ramseier am 26.05.2010 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz bricht auseinander !!!

    Tja, hab ich mir's doch immer schon gedacht ! Die Schweiz wird in den nächsten 2 - 3 Jahren auseinanderbrechen. Denn bei uns wird definitiv "keine einheitliche Fiskalpolitik und Wirtschaftspolitik verfolgt" und zum Unterschied zwischen Norden und Süden müssen wir auch noch mit dem Westen kämpfen. Und wann geht die Welt schon wieder unter ??? Gruss, David

  • Krone am 26.05.2010 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Spannender

    verschiedene Währungen sind einfach spannender und interessanter zum sammeln... Verstehe eh nicht, warum man das nicht so gelassen hat. Ich liebe die nordischen Kronen (N, S, DK) !!! und natürlich den Schweizer Franken...

  • Marc am 26.05.2010 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    richtig!!

    raus aus der wertvernichtendem Euro-Zone!! Wir spanier leiden massiv darunter! Ist ja logisch das Länder aus dem Norden interesse haben! Alle länder gleich zu stellen ist sowas von dumm!

  • V. Meyer am 26.05.2010 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte hinten anstehen!

    Die Reihe derer die den Tod des Euro schon fast heraufbeschwören wird immer länger. Seit Einführung d. Euros geht das so (10 J.). Hört mir diesem peniblen Euro-bashing auf. Bringt Lösungen anstatt immer die gleiche Leier. Die Wahrheit ist dass es keine Alternative zum Euro (-Wirtschaftsraum) gibt. Im übrigen; relativ betrachtet verlieren ALLE Währungen ggü. Hard Assets an Wert. Danke

  • Urs Bleiker am 26.05.2010 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    EUdSSR am Ende!

    Das Projekt eines sozialistischen Grosseuropas neigt dem Ende zu. Ein Grund zum Jubeln für alle Völker Europas. Der Ruf nach Freiheit wird in den nächsten Jahren immer lauter werden!

    • David Ramseier am 26.05.2010 21:51 Report Diesen Beitrag melden

      Ich kapier's nicht

      Guten Tag Herr Bleiker. Könnten Sie bitte mir - und evtl. ein paar anderen die Sie hier nicht ganz verstanden haben - erklären was Sie mit Ihrer Aussage genau mitteilen möchten ? Wo bitte hat die EU etwas mit sozialismus zu tun ??? Geht es bei der EU den nicht ganz klar um Wirtschaftliche Interessen - sich zB. gegenüber der USA und China behaupten zu können ? Für allfällige Aufklärung bin ich sehr Dankbar. David Ramseier

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