Der Airbag klemmt

11. April 2013 10:55; Akt: 11.04.2013 14:15 Print

Japaner rufen Millionen Autos zurück

Bei Fahrzeugen der Marke Toyota, Honda, Mazda und Nissan besteht die Gefahr, dass sich der Airbag beim Beifahrersitz im Notfall nicht aufbläst. Auch in der Schweiz sind tausende Autofahrer betroffen.

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Bei Nissan sind in der Schweiz möglicherweise 2241 Autos betroffen. (Bild: Keystone)

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Der Autohersteller Toyota und drei weitere japanische Hersteller rufen weltweit zusammen rund 3,4 Millionen Fahrzeuge wegen Airbag-Problemen zurück. Auch andere grosse Marken sollen betroffen sein.

Neben Toyota sind nach Firmenangaben vom Donnerstag auch Honda, Mazda und Nissan betroffen. Honda ruft weltweit 1,14 Millionen Autos, Mazda rund 45'500 Fahrzeuge und Nissan 480'000 Fahrzeuge zurück. Am stärksten trifft es Toyota mit 1,73 Mio. Fahrzeugen.

Auch Schweiz betroffen

In der Schweiz gehen die Toyota-Verantwortlichen vorerst von 10'000 betroffenen Autos aus. Die fehlerhaften Airbags wurden wahrscheinlich bei den Modellen Yaris, Avensis und Corolla verwendet. Es handle sich um ältere Modelle aus den Jahren 2000 bis 2003, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Toyota wird alle betroffenen Kunden persönlich anschreiben, sofern sich die Angaben bestätigen, sagte der Sprecher weiter. Bei Nissan sind in der Schweiz möglicherweise 2241 Autos betroffen, wie eine Nissan-Sprecherin sagte. Es handle sich um Beifahrerairbags bei den Modellen X-trail, Patrol, Pathfinder und Navara aus den Jahren 2000 bis 2004.

Honda geht in der Schweiz von 3081 betroffenen Fahrzeugen (Stream, Jazz, CRV und Civic) aus. Es sind Modelle aus den Baujahren zwischen 2001 und 2003. Bei Mazda sind 435 Wagen des Modells Mazda 6 betroffen.

Kunden in Europa sind generell aufgerufen, ihre Fahrzeuge mit Airbags der japanischen Firma Takata in die Werkstätten zu bringen. Es könne sein, dass sich der Airbag am Beifahrersitz im Notfall nicht aufblase, sagte ein Toyota-Sprecher der Konzernzentrale. Tote oder Verletzte gab es den Angaben nach bislang im Zusammenhang mit dem Airbag-Problem indes nicht.

Takata beliefert fast alle

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg beliefert Takata fast alle grossen Autohersteller der Welt. Neben den betroffenen Japanern seien dadurch die deutschen Autobauer Daimler, Volkswagen und BMW ebenso betroffen wie auch die US-Hersteller Ford und General Motors sowie der italienische Konzern Fiat oder Hyundai aus Südkorea.

Der Airbag-Hersteller Takata teilte mit, er sei von den Autobauern über einen Rückruf in der Grössenordnung von zwei Millionen Fahrzeugen informiert worden, nicht 3,4 Millionen. Die Takata-Aktien verloren an der Tokioter Börse neun Prozent an Wert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter W. am 11.04.2013 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Auch beim Peugot so!

    Ich habe vor wenigen Jahren einen Unfall als Beifahrer miterlebt, Airbag und ABS wär was schönes gewesen. Beides war vorhanden, aber versagte kläglich. Front des Autos war zusammengestaucht.

  • Stephan am 11.04.2013 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunststoff

    War ja klar, 2/3 der japanischen Autos bestehen eh nur aus Kunststoff!!

  • John Warpelin am 11.04.2013 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Europäer betroffen

    Gemäss den Nachrichten am Radio von heute Morgen seien auch Europäische Fahrzeuge betroffen. Mich nimmt schon wunder weshalb immer nur auf die fernöstlichen Fahrzeuge hingewiesen wird. Insbesondere wir in der Schweiz ja keine Autoindustrie schützen müssen. Arbeitsplätze sind bei allen Fahrzeugmarken vorhanden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • der Russe am 11.04.2013 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Kaizen

    Die Leute die jetzt schreien "besser Auto vom Hersteller X kaufen" kennen die Philosophie der Japaner nicht! Kaizen ist eine Arbeitsphilosophie der Japaner und strebt nach Verbesserung. Der Westen hat zum Teil Elemente in den Arbeitsmodelle von den Japanern übernommen, deshalb ist die Qualität so gut. In Japan kann jeder, egal aus welcher Etage in der Firma Qualitätsverbesserungsvorschläge bringen um das Produkt zu verbessern. Der Westen hingegen Konzentriert sich in erster Linie auf Profit und verbessert die Produkte nur dann, wenn die Konkurrenz stärker ist.

  • Stephan am 11.04.2013 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunststoff

    War ja klar, 2/3 der japanischen Autos bestehen eh nur aus Kunststoff!!

  • Nik LeBeau am 11.04.2013 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es...

    Kompliment audifahrer! Bei den deutschen Herstellern - welche ja vom gleichen Lieferanten beliefert werden - hört man nichts. Da wird wieder alles ohne grosses Aufsehen beim nächsten Service hinter verschlossenen Türen ausgetauscht. Die Japaner sind wenigstens offen und stehen dazu, Chapeau!

  • Mike Egger am 11.04.2013 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Japaner

    Es sind alle namhaften Autohersteller der Welt von diesem "Produktionsfehler" betroffen. Toyota, Honda, Nissan und Mazda machen die Rückrufaktionen in der Regel in aller Öffentlichkeit. Zu den Kunden der Firma Takata gehören auc VW, BMW, Ford, Nissan, Peugot, etc. ind dürfte daher nur die Spitze des Eisberg sein.

    • matt am 11.04.2013 20:31 Report Diesen Beitrag melden

      Mentalität

      Ja aber ich denke die Japaner haben einen anderen Umgang mit unangenehmen Nachrichten als wir Europäer wo wir doch lieber mal was under den Tisch kehren wollen...

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  • Bryan am 11.04.2013 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    hallo liebe 20Min.

    Danke für den bericht da Ich selber einen Honda fahre,würde Ich schon noch gerne wissen um welche Modelle es sicht handelt,Typ und Jahrgang oder wo Ich das überprüfen kann.Danke im voraus!

    • Susanne am 11.04.2013 17:24 Report Diesen Beitrag melden

      Einfach

      Vermutlich beim Autoimporteur!

    • Markus Meier am 11.04.2013 18:52 Report Diesen Beitrag melden

      L E S E N !

      Honda geht in der Schweiz von 3081 betroffenen Fahrzeugen (Stream, Jazz, CRV und Civic) aus. Es sind Modelle aus den Baujahren zwischen 2001 und 2003.

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