Erwerbstätigkeit

16. April 2015 12:31; Akt: 16.04.2015 13:46 Print

Jeder 6. Mann in der Schweiz arbeitet Teilzeit

Immer mehr Männer reduzieren ihr Pensum. Von 1994 bis 2014 stieg der Anteil der Teilzeit erwerbstätigen Männer von 8 auf 16 Prozent.

storybild

Lieber bei der Familie als bei der Arbeit: Immer mehr Männer reduzieren ihr Pensum. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Teilzeit erwerbstätige Männer sind nicht mehr länger Exoten: Jeder sechste arbeitet heute mit reduziertem Pensum, doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren. Auch immer mehr Väter entscheiden sich für einen Teilzeitjob.

Teilzeitarbeit ist zwar nach wie vor hauptsächlich ein weibliches Phänomen: Sechs von zehn Frauen sind nicht Vollzeit beschäftigt. Langsam, aber stetig ist sie aber auch bei den Männern salonfähig geworden, wie Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. Von 1994 bis 2014 stieg der Anteil der Teilzeit erwerbstätigen Männer von 8 auf 16 Prozent.

Erwerbsmodell von Eltern hat sich verändert

Bei Vätern mit Kindern im Schulalter hat sich das Ausmass der Teilzeiterwerbstätigkeit in den letzten 20 Jahren verdreifacht, von 3,5 auf knapp 11 Prozent. Der Trend widerspiegelt sich auch bei den Erwerbsmodellen von Eltern. Der Anteil der Paare mit Kindern bis 14 Jahre, bei denen beide Elternteile einen Teilzeitjob haben, ist heute mit 6,5 Prozent viermal so hoch wie noch 1992.

Klar rückläufig ist der Anteil der Paare mit Vollzeit erwerbstätigem Mann und nicht erwerbstätiger Frau. In Paarhaushalten mit dem jüngsten Kind unter 7 Jahren nahm der Anteil von 61 Prozent im Jahr 1992 auf knapp 27 Prozent ab. Dies vor allem zugunsten des Modells mit Vollzeit erwerbstätigem Vater und Teilzeit erwerbstätiger Mutter, das heute am verbreitetsten ist.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kääs Müüsli am 16.04.2015 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Auch ohne Kinder

    "Ich Arbeite zum Leben und Lebe nicht zum Arbeiten" darum nur 70%, mehr brauch ich nicht

    einklappen einklappen
  • Luca am 16.04.2015 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Weiterbildungen

    Und wieviele reduzieren Ihr Pensum weil ein Tag aufgrund einer Weiterbildung benötigt wird? Wäre allenfalls auch noch entscheidend. Nur weil man Teilzeit arbeitet heisst dies noch lange nicht, dass die jeweiligen Personen diese Zeit mit der Familie verbringen oder frei haben.

    einklappen einklappen
  • 100 Prozenter am 16.04.2015 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    wieviel Pensumsreduktion?

    Und um wie viel haben diese Männer ihr Pensum jeweils reduziert? Um 10%, 20%, 40% oder gar um 50%? Das würde mich mehr interessieren. Ich kann auch auf 95% reduzieren, hat keinen grossen Effekt, aber in der "Statistik bzgl. Pensumsreduktion der Männer" würde ich damit auch auftauchen. ;-) Egal ... schön ... grossartig!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Om Hapsaro am 18.04.2015 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feste Arbeitszeiten

    Ich war auf Bali in einer Fussmassage. Die arbeiten dort mit fester Arbeitszeit von 10. 00 bis 23.30. 7 Tage die Woche. Keiner oder keine hatte ein Burnout.

  • Eduard Koller am 17.04.2015 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nehmt es wieder lockerer...

    Das schlimmste ist, dass ihr alle da mitmacht! Wenn meine Arbeitskollegen auf Pausen verzichten, Support am Weekend ohne Zeiterfassung arbeiten, na dann schaden sie nicht nur sich aelbst sondern allen anderen indem sie die Messlatte erhöhen. Wenn dann mal einer motzt heisst es dann, aber der Herr X kann macht es ja auch.. Also bringt die Messlatte wieder auf ein gesundes Maas runter!

  • 9 to 5 am 17.04.2015 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    9 to 5

    jobs gibt es nicht mehr viele. Vertraglich habe ich 42.5 / Woche mit fixer Arbeitszeit. Arbeite aber jeden Tag mehr obwohl gem. Vertrag keine Überzeit/Überstunden kompensiert werden dürfen. Meinem Chef kann ich 100mal sagen dass ich zuviel arbeit habe. Arztbesuche muss ich von der Überzeit nehmen. DIESE Situation führt zum Burn-Out und ganz sicher nicht gleitende Arbeitszeiten!

  • Janey Egerton am 17.04.2015 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben ein halbflexibles Supermodell!

    Wir arbeiten 42 Std./Wo., müssen aber länger arbeiten, wenn's die Aufgaben gerade erfordern. Aber es werden keine Überstunden bezahlt, weil sie uns dafür ein tolles flexibles Modell anbieten:Wir können kommen und gehen, wann wir wollen, solange wir die Kernzeiten von 9:30 bis 17:30 einhalten. Will heissen: wir dürfen uns aussuchen, ob wir unsere unbezahlten Überstunden vor 9:30 oder nach 17:00 arbeiten. Die Realität: alle sitzen von 8 bis 19 da, und kommst Du mal um 9 oder gehst um 17 Uhr, und alle schauen Dich an, als würdest Du Obdachlose bestehlen.

  • Freiheit am 17.04.2015 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht noch ein Verbot

    Warum miss man den leuten immer alles vorschreiben und gesetze verfassen? Es soll jeder selbst entscheiden ob er flexibel arbeiten will oder nicht Ich habe auch flexible arbeitszeiten und geh trotzdem meistens zu den selben zeiten arbeiten. Dafür braucht man doch nicht schon wieder ein verbot