Wegen extremer Hitze

13. Dezember 2012 17:17; Akt: 13.12.2012 17:17 Print

Katar will während der WM ganze Stadtteile kühlen

Das Wüstenemirat scheut keinen Aufwand: Die WM 2022 wird zum Teil bei über 40 Grad stattfinden – nun plant Katar nicht nur Stadien zu klimatisieren, sondern auch ganze Quartiere.

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Die Stadien für die WM 2022.

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Es war der grosse Aufreger, als die WM 2022 nach Katar vergeben wurde. Neben Bestechungsvorwürfen gab es vor allem auch Bedenken wegen den Temperaturen. Im Sommer kann es in Doha und Umgebung über 40 Grad heiss werden. Die Organisatoren reagierten prompt und stellten klimatisierte Stadien in Aussicht.

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Die Idee, die Weltmeisterschaft 2022 auf den Winter zu verschieben, dürfte sich nicht durchsetzen. Das wiederum würde nicht nur den weltweiten Fussball-Kalender, sondern wohl auch die Olympischen Winterspiele 2022 tangieren. Darum basteln die Organisatoren in Katar an einer neuen Idee, um den Gästen ein schönes Erlebnis zu ermöglichen.

Ganze Stadtteile klimatisieren

So sollen nicht nur die Stadien, sondern ganze Stadtteile gekühlt werden. Der Generalsekretär des Organisationskomitees der WM 2022, Hassan al-Thawadi, erklärt im «Guardian»: «Es gibt zwei Städte, wo aktive und passive Kühlungs-Techniken eingesetzt werden.»

Passiv kühlen meint beispielsweise schattenspendende Zeltdächer, aktiv gekühlte Luft, die durch Strassen geblasen wird. Wie das genau funktioniert, führt al-Thawari nicht aus. Er kontert aber die Aussage von Stadion-Designer John Barrow, dass die «Stadion-Klimaanlage» nicht für grössere Gebiete möglich wäre. «Sie arbeiten nicht mit unseren Kühlungs-Techniken. Wir werden bald einen Prototypen vorstellen.»

Wie der Aufenthalt für Fans im über 40 Grad heissen Katar während der WM 2022 also genau angenehm gemacht werden soll, bleibt noch ein Geheimnis. Al-Thawadi verspricht: «Die Fans werden kommen. Sie werden sich sicher und wohl fühlen und viel Spass haben.»
Investition von 200 Milliarden steht an

Wie auch immer das Problem mit den extremen Temperaturen gelöst werden soll, Katar scheut für den ganzen Anlass keine Mühen und keine Kosten. Mit Lusail wird eine ganze Stadt für 400'000 Menschen in der Nähe von Doha errichtet, neun der zwölf Stadien werden zudem völlig neu gebaut – darunter auch das Finalstadion für 86'250 Fans.

Ab 2014 soll der Spatenstich für die Arenen gemacht werden. Zudem soll Katar in den nächsten zehn Jahren über 200 Milliarden Franken in die Infrastruktur - Strassen, ein Metronetz, Hotels und Stadien - investieren. Nach der WM 2022 ist der arabische Staat auch gewillt, die Olympischen Spiele 2024 durchzuführen.

(fox)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BertaX am 14.12.2012 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Investition von 200 Milliarden steht an

    In was für einer Welt leben wir eigentlich? Soviel Geld für irgendeinen Sportmist? Schon gehört? Noch immer verhungern Menschen in der Welt, sterben an Seuchen oder an schmutzigem Wasser! Dekadenz pur! Und das ist ja nur das Ende der Fahnenstange. Da wird Geld für Werbung, Übertragungsrechte oder das Schmieren von Funktionären (soll mir niemand sagen, dass es nicht so ist) in sicherlich gleicher (wenn nicht mehr) Höhe ausgegeben.

  • Fussballfreund am 13.12.2012 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Das weiss kein Mensch. Ich finds traurig.

  • Tanja Ebikon am 14.12.2012 05:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plastiksäckli klima?

    Von wegen umwelt plastiksäckli werden abgeschafft aber sowas ist 1000 mal schlimmer unglaublich wenn sowas erlaubt wird

Die neusten Leser-Kommentare

  • BertaX am 14.12.2012 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Investition von 200 Milliarden steht an

    In was für einer Welt leben wir eigentlich? Soviel Geld für irgendeinen Sportmist? Schon gehört? Noch immer verhungern Menschen in der Welt, sterben an Seuchen oder an schmutzigem Wasser! Dekadenz pur! Und das ist ja nur das Ende der Fahnenstange. Da wird Geld für Werbung, Übertragungsrechte oder das Schmieren von Funktionären (soll mir niemand sagen, dass es nicht so ist) in sicherlich gleicher (wenn nicht mehr) Höhe ausgegeben.

  • Chris am 14.12.2012 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Klima

    Aber Hauptsache WIR benutzen Energiesparlampen.... Lächerlich!!! Aber wehe ich fahre mit einem Offroader herum, dann bin ich Klimasünder Nr.1 Aber es spielt so oder so keine Rolle. Wer glaubt den heute noch an die Klimalüge?

  • D.M. am 14.12.2012 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    aktzeptiert es einfach

    Ich wil nicht schwitzen wenn ich dort die Fussballspiele schaue! Nur weiter kühlen. Und wieso interessiert es euch wie die ihr Geld ausgeben? Es gehört ja nicht euch!

  • Antonio Giovenni am 14.12.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Hurra

    Und unsere Politiker verbieten Plasticsäckli und retten damit die Welt. In sachen Verbote mutiert die Schweiz langsam zur Spitze hin.

  • Joe CE am 14.12.2012 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Staat mit Zukunft

    Ein Staat mir Zukunft: Frauen haben nichts zu sagen und CO2 Abzocke kennt man nicht. Zudem: Es werden noch Plastiksäcke verkauft