Bewerbung

24. August 2009 22:14; Akt: 24.08.2009 23:24 Print

Keine Angst vor FacebookKeine Angst vor Facebook

von Werner Grundlehner - Brisante Einträge in Social Networks könnten die Karriere ruinieren, wird allseits gewarnt. Stimmt nicht, sagen Firmen und Headhunter.

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Wer mit einer obszönen Geste, stockbetrunken oder oben ohne auf Facebook, Tilllate oder ähnlichen Online-Diensten abgebildet sei, verbaue sich die Karriere: Diese oft gehörte Warnung entpuppt sich als Märchen.

Auf Anfrage geben sowohl Swisscom B”rsenkurs, Migros als auch UBS B”rsenkurs an, bei der Selektion von Bewerbern auf die Auswertung von Internet-Einträgen zu verzichten. «Falls in der Bewerbung ein eigener Blog oder eine Homepage erwähnt wird, schauen wir das schon an», erklärt Myriam Ziesack von Swisscom. So könne man die Web-Kompetenz überprüfen.

UBS-Sprecher Andreas Kern weist darauf hin, dass Facebook & Co. in der ganzen Bank gesperrt seien – auch im Personaldienst. «Angesichts des Personalabbaus hat die UBS Xing wieder zugänglich gemacht, um den Betroffenen bei der Stellensuche zu helfen», so Kern.

Headhunter Björn Johansson führt einen weiteren Grund für die vernachlässigte Internet-Recherche an: «Die Personalchefs stammen meist aus einer anderen Generation als junge Bewerber und kennen sich mit den Tücken von Online-Netzen weniger aus.» Selbst für Topmanager, die ­Johansson vermittelt, ist das Internet nicht entscheidend. Wichtige Informationen beziehe er aus anderen Quellen.

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