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SECO hilft mit
14. November 2012 22:33; Akt: 14.11.2012 22:33 Print
Kuoni und Tui bekämpfen Kinder-Sextourismus
von Leo Hug - Kinder-Sextourismus grassiert nach wie vor. Jetzt gehen Kuoni und Tui verstärkt dagegen vor. Finanziell werden sie vom SECO unterstützt.

Weltweit werden Kinder schon ab frühestem Alter sexuell missbraucht(Symbolbild). (Bild: Keystone)
Die Reiseveranstalter Kuoni und Tui sowie die Hotelgruppe Accor haben den Pädophilen den Kampf angesagt. In Thailand testen sie gerade eine Software, die Hotelangestellten das Aufspüren von Kindersex-Touristen erleichtern soll.
Sensibilisierung des Hotelpersonals
Daneben werden die Mitarbeitenden geschult. «Nachtportiers lernen, wie sie sich durchsetzen können, falls ein Gast einen Jugendlichen aufs Zimmer nehmen will. Oder Hoteliers erhalten Adressen von Anlaufstellen bei Polizei oder Konsulaten, wo sie bei Verdacht Anzeige erstatten können», erklärt Matthias Leisinger, Verantwortlicher für Nachhaltigkeit bei Kuoni. Das Projekt wird von der Deutschen Entwicklungshilfe dem Schweizerischen Staatssekretariat für Wirtschaft SECO finanziell unterstützt.
Der Reiseveranstalter Hotelplan ist im Pilotprojekt wegen «finanzieller und personeller Ressourcen» nicht beteiligt. Mediensprecherin Anja Dobes weist jedoch darauf hin, dass Hotelplan sich wie Kuoni und Tui dem «Verhaltenscode zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung» unterstellt hat. Unter anderem verpflichtet der Kodex die Reiseanbieter zur Nulltoleranz bei Kindersex und Zusammenarbeit mit lokalen und den Schweizer Strafbehörden.
Zwei Millionen Opfer
Weltweit werden Mädchen und Jungen schon ab frühester Kindheit sexuell ausgebeutet. Talia Bongni, von der Stiftung Kinderschutz Schweiz schätzt, dass 2 Millionen Kinder Opfer von Kinderprostitution und Pornographie sind. In der Schweiz wird sexueller Missbrauch von Kindern auch dann verfolgt, wenn die strafbare Handlung im Ausland stattfand. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hat auf seiner Web-Seite ein Formular aufgeschaltet, mit dem verdächtige Fälle gemeldet werden können.

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