Lieferengpässe an Weihnachten

27. Dezember 2017 21:50; Akt: 28.12.2017 09:20 Print

Nigerianer warteten auf Benzin, statt zu feiern

Im westafrikanischen Land gab es plötzlich keinen Sprit mehr. Für viele Menschen fiel Weihnachten ins Wasser.

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Wegen Lieferengpässen haben sich an den Tankstellen des westafrikanischen Landes Nigeria zu Weihnachten lange Warteschlangen gebildet. Einige Autofahrer warteten mehr als 24 Stunden, um ihre Tanks zu füllen.

Nigeria ist der wichtigste Erdölproduzent Afrikas. «Ich wollte Weihnachten mit meiner Familie verbringen, aber ich musste absagen», sagte ein Autofahrer am Dienstag an einer Tankstelle in der Wirtschaftsmetropole Lagos gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

«Ich wollte mit meinen Kindern an den Strand gehen, aber ich stehe immer noch in der Schlange und weiss nicht einmal, ob ich heute noch Benzin bekomme», sagte eine andere Person.

Jeder beschuldigt einen anderen

Der Grund für die Lieferprobleme blieb unklar. Während sich landesweit riesige Staus bildeten, fand jeder einen anderen Schuldigen: Die Lieferanten warfen der nigerianischen Erdölgesellschaft NNPC vor, keine ausreichende Menge bereitgestellt zu haben, um den Treibstoff-Bedarf der Menschen in dem 190-Millionen-Einwohner-Land zu decken. NNPC-Chef Maikanti Baru machte die Verkäufer auf dem Schwarzmarkt verantwortlich: Diese legten die Tankstellen lahm, um die Schwarzmarkt-Preise in die Höhe zu treiben.

Die Konsumenten wiederum verdächtigten die Regierung, für Chaos an den Zapfsäulen zu sorgen, um eine Erhöhung der Diesel- und Benzinkosten im kommenden Jahr zu rechtfertigen. Baru zufolge ordnete die Regierung bereits am Montag zusätzliche Lieferungen an.

Nicht nur Autofahrer betroffen

Die Benzinknappheit trifft nicht nur die Autofahrer: Wegen der häufigen Stromausfälle in Nigeria nutzen viele Menschen in ihren Häusern benzinbetriebene Generatoren zur Stromerzeugung.

Erfahren Sie mehr zum Thema im Video oben.

(sda/dob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 27.12.2017 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Co2 sparen in der Schweiz

    Wegen der häufigen Stromausfälle in Nigeria nutzen viele Menschen in ihren Häusern benzinbetriebene Generatoren zur Stromerzeugung. Soso, ich habe schon immer gesagt, wenn wir hier etwas sparen ist dies eine Art Entwicklungshilfe, verheizt wird es sowieso, einfach woanders. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, lieber hier verheizen als woanders, weil unsere Maschinen erfüllen gewisse Auflagen. Ich habe dieses Jahr über 3000 Liter Benzin unter den strengen europäischen Abgasvorschriften abgebrannt, nun dürft ihr mich Klimaretter nennen!

  • afrika am 27.12.2017 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wanderung

    na ja, genau aus solchen gründen sitzen die familien mit ihren sechs kindern nicht dort, sondern bei uns...

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  • Bruno am 27.12.2017 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    Es läuft einfach nicht auf diesem Kontinent. Da hat wieder jemand viel verdient. Nigeria ist ja wie geschrieben einer der grossen Produzenten in diesem Geschäft.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 01.01.2018 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich!

    Dieses Land ist aber Öl-Produzent, wo bleibt denn das schwarze Gold, in den Raffinerien oder Pipelines?

  • Dani am 28.12.2017 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So wie das auto auf dem foto

    Ob vw in solchen ländern die autos auch umrüstet mit der neuen besseren software. Glaube ich eigentlich nicht

  • André Gubelmann Brasilien am 28.12.2017 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Tiertransport

    Nun wird das Kokain auf Esel und Pferde transportiert werden.

    • Gepuderte Nase am 29.12.2017 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @André Gubelmann Brasilien

      Wie soll es sonst zu dir kommen?

    • Martial2 am 01.01.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @André Gubelmann Brasilien

      Nein es ist zu auffällig, lieber dieser Stoff selber am Bestimmungsort überbringen...

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  • Le Bron James am 28.12.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Black is beautiful

    Ich höre hier vorallem viel gejammer von Schweizern. Die sind ja eh alle bei uns?! Können sich nichts leisten haben aber Autos. Hallo? Nigeria ist eines der Wirtschaftlich stärkensten Länder Afrikas. Es gibt dort auch Milionäre und erfolgreiche Geschäftsleute. Nigeria ist ein 190 milionen land und Ihr wollt es mit de schweiz vergleichen in der 9 milionen leben. Wenn nur 1/3 hier leben würde hätte die Schweiz 64 Milionen Einwohner mehr. Ja wir haben Nigerianer in der Schweiz aber auch von vielen anderen Völker.

    • Feline X am 28.12.2017 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      @Le Bron James

      Vielen Dank für diese Worte! Es ist ja auch schön, dass sich Nigerianer und andere Völker in der Schweiz niederlassen.

    • Silvie6 am 28.12.2017 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Le Bron James

      Danke! Endlich jemand der sich auskennt! Ständig wird ein falsches Bild von afrikanischen Ländern weitergegeben. Hauptsache schlecht darstellen :-(

    • DuSchoofseckel am 28.12.2017 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Feline X

      Das ist nun wirklich Ansichtssache.

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  • Peter am 28.12.2017 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Was???

    Das ist ja besonders wichtig was in Nigeria passiert. Gibt es vielleicht noch etwas Einfältigeres zu berichten?

    • Schweiz=Mittelpunkt der Galaxy am 28.12.2017 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Wollen Sie mehr über Käse uns Schoggi erfahren?

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