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Rekord in der Schweiz
26. November 2012 11:37; Akt: 26.11.2012 12:09 Print
Lego will an Weihnachten durchstarten
von A. Hämmerli - Lego rechnet fürs Weihnachtsgeschäft mit einem neuen Rekord. Das Unternehmen, das vor sieben Jahren kurz vor der Pleite stand, prahlt heute damit, das Apple der Spielzeugbranche zu sein.
2003 stand Lego vor dem Ruin: 180 bis 190 Millionen Euro Verlust schrieb der dänische Spielzeughersteller damals. Grund war der unaufhaltsam wirkende Vormarsch der elektronischen Spiele – wer Lego spielte, war out.
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Die moderne Krabbe setzt auf Lego
Seither ist der Hersteller der Kult-Klötze wieder auf der Überholspur: Den Boom mit zweistelligen Zuwachsraten beim Umsatz konnten weder Finanzkrise noch steigende Arbeitslosenquoten bremsen. Der Erfolg kam überraschend: «2004 hätten wir bestimmt keine Verdreieinhalbfachung des Umsatzes erwartet, sondern gesagt, dass jedes Jahr fünf Prozent auch schon toll wären», gesteht Europa-Chef Dirk Engehausen der Nachrichtenagentur DPA.
Zur Gesundung des Unternehmens beigetragen hat auch, dass sich Lego einen radikalen Sparkurs verpasste: Man verkaufte die Freizeitparks und verlagerte die Produktion von der Schweiz nach Osteuropa – zum Ärger der hiesigen Belegschaft.
Seit Kurzem die Nummer zwei der Welt
Die Massnahmen zeigten Wirkung: 2011 meldete der nach Mattel und vor Hasbro seit Kurzem zweitgrösste Spielwarenhersteller der Welt einen Umsatz von 18,8 Milliarden Kronen (gut 3 Milliarden Franken) und einen Rekordgewinn von umgerechnet über 660 Millionen Franken. Die Eignerfamilie Kirk Kristiansen gilt mit einem geschätzten Vermögen von 9 Milliarden Franken als die reichste Sippe Dänemarks.
Und auch diese Weihnachten soll das Geschäft prächtig laufen: Lego rechnet insgesamt mit einem beachtlichen Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur Überraschung vieler kommt dieser Zuwachs selbst aus vermeintlich hoffnungslosen Märkten: Gerade erst sei der Spielzeugmarkt in Spanien um 25 Prozent eingebrochen. Lego aber ist um 17 Prozent gewachsen, vermeldet Engehausen.
Neuer Rekord in der Schweiz
Für die Schweiz rechnet man ebenfalls mit einem neuen Rekord: «Wir gehen von einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich aus», verrät Sprecherin Katharina Sutch im Gespräch mit 20 Minuten Online. Lego macht 60 Prozent des jährlichen Umsatzes in der Vorweihnachtszeit.
Woher rührt der Erfolg? Erster Retter in der Not war die von vielen Lego-Fans als nicht typisch kritisierte Roboter-Serie Bionicle, die besonders in den USA reissenden Absatz fand.
Den ganz grossen Jackpot knackte Lego aber mit der Lizenz zum Verkauf von Bausätzen mit dem Thema «Krieg der Sterne». Dass Star-Wars-Schöpfer George Lucas sein Werk an den Disney-Konzern verkauft hat, hat in Dänemark Jubel ausgelöst. Denn die angekündigten drei neuen Filme bis 2018 versprechen wieder grosses Interesse an den Lego-Padawans und Todessternen.
Mädchen-Lego finden reissenden Absatz
Seit neustem richtig eingeschlagen hat auch die Mädchen-Serie «Friends». Sie verkauft sich derzeit so gut, dass die Spritzgussmaschinen in Dänemark, Tschechien und Ungarn mit der Produktion kaum nachkommen: «Es kann Engpässe geben, dabei haben wir schon mehr als das Doppelte an den Handel geliefert, als geplant war», sagt Engehausen zur DPA. «Die Nachfrage nach den «Friends»-Bausätzen haben unsere Erwartungen auch in der Schweiz um ein Vielfaches übertroffen», bestätigt Sutch.
Dem erfolgsverwöhnten Lego-Konzernchef Jørgen Vig Kundstorp fehlt es denn auch nicht am Selbstbewusstsein: «Lego ist einzigartig. In der eigenen Branche kann man unsere Position mit der von Apple in deren vergleichen», sagte er kürzlich der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Damit der steile Aufstieg von Lego weitergeht, will er in etwa fünf Jahren die riesigen, noch weitgehend unbeackerten Märkte Asiens durch neue Fabriken vor Ort beliefern.
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Alle 44 Kommentare

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tja...
Mh, das Lieblingsspielzeug aus meiner Kindheit - leider wurde mit den vorgefertigten Bausätzen viel vom Reiz genommen - da man nicht mehr so kreativ sein kann wie früher...
Lego
Ist wirklich was Tolles, wir haben Kistenweise von der Grossen. Und unser Nachzüglerli hat Duplos und baut schon die tollsten Sachen mit etwas Unterstützung. Ist so oder so viel schöner als irgendwelche Game-Konsolen oder Fernsehen, und man macht etwas zusammen. Da aber Mama oder Papa dann halt mal helfen oder motivieren müssen, ziehen leider viele Eltern elektronische Spiele vor. Schade um die Kinder!!!!
Furbies?
Wo sind die Furbies in der oben aufgeführten Liste. XD