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Grenzgänger
17. Dezember 2012 21:19; Akt: 17.12.2012 21:19 Print
Lohnabzug wegen Frankenstärke ist illegal
Sechs Grenzgänger eines Baselbieter Unternehmens weigerten sich eine Lohnkürzung wegen des starken Frankens zu akzeptieren. Deshalb wurden sie entlassen. Zu Unrecht, wie das Gericht entschied.

Ein Baselbieter Unternehmen hatte 2010 wegen des starken Frankens 120 Grenzgängern seines Personals eine Lohnkürzung um 6 Prozent angetragen. (Bild: Keystone)
Die Kündigung von Grenzgängern weil sie eine Lohnreduktion wegen der Frankenstärke nicht akzeptierten, ist missbräuchlich: Das Kantonsgericht Baselland hat am Montag ein entsprechendes erstinstanzliches Urteil vom Januar bestätigt.
Infografik Der Eurokurs in Franken seit 1999Ein Baselbieter Unternehmen hatte 2010 wegen des starken Frankens 120 Grenzgängern seines Personals eine Lohnkürzung um 6 Prozent angetragen. Sechs Mitarbeitende akzeptierten dies nicht und erhielten darauf die Kündigung. Gleichzeitig wurde ihnen ein neuer Vertrag mit tieferem Lohn offeriert.
Diskriminierung
Das Kantonsgericht sah darin wie zuvor das Bezirksgericht Arlesheim eine Rachekündigung sowie einen Verstoss gegen das Freizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU. Es handle sich um eine Diskriminierung von im Ausland wohnhaften Arbeitnehmern gegenüber Inländern, befand die Gerichtsmehrheit.
Das Bezirksgericht hatte dem Unternehmen am 31. Januar auferlegt, den Entlassenen sechs Monatslöhne nachzuzahlen. Das Unternehmen hatte den Fall darauf weitergezogen, und Vergleichsverhandlungen scheiterten im Oktober. - Das Bezirksgerichts-Urteil dürfte das erste im Streit um Frankenstärke und Lohnreduktionen gewesen sein.
(sda)
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Alle 83 Kommentare

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Zulässig ist......
Eine Lohnkürzung geht nicht. Zulässig ist allerdings eine Kündigung mit anschliessender Offerte für einen neuen Vertrag mit tieferem Lohn. Das ist zwar auch nicht fair wird jedoch noch und noch praktiziert.
Selbst schuld...
Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.
EU Beitritt sofort
Es wird Zeit, dass wir endlich der EU beitreten. Dann haben wir solche Probleme nicht mehr.