Abgasskandal

17. Mai 2017 10:23; Akt: 17.05.2017 10:40 Print

Marktmanipulation? Ermittlung gegen VW-Chef

Im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Matthias Müller und seinen Vorgänger Martin Winterkorn eröffnet.

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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen VW-Chef Matthias Müller eingeleitet. Sie ermittelt auch gegen den früheren Konzernchef Martin Winterkorn sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Dieter Pötsch, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Anlass ist demnach eine Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aus dem Sommer 2016.

Die Ermittlungen beziehen sich auf jetzige und frühere Funktionen von Müller, Pötsch und Winterkorn bei der Porsche Automobil Holding (SE), die die Aktienmehrheit an der Volkswagen AG hält. Gegen die Beschuldigten besteht laut Staatsanwaltschaft der Anfangsverdacht, «den Anlegern die sich aus den Software-Manipulationen bei Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG ergebenden, insbesondere finanziellen Konsequenzen für die Porsche SE bewusst verspätet mitgeteilt zu haben».

Vergangene Woche hatte bereits die «Wirtschaftswoche» über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft berichtet. Die Behörde bestätigte nun, dass bereits im Februar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei.

Bildstrecke – der VW-Abgasskandal:

Der Abgas-Skandal von VW

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • james mc'neil am 17.05.2017 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz macht nichts

    Schweizer Unternehmen werden im Ausland bei solchen Manipulationen oder ähnlichen Vorwürfen von der Staatsanwaltschaft befragt. Anschliessend folgt vielfach ein Verfahren, dass in einer (zeitweise übertrieben hohen) Busse endet. Gegen VW läuft in der Schweiz keinerlei Verfahren, obwohl diese Manipulationen auch hier vorgenommen wurden. Wieso?

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  • alter Schwede am 17.05.2017 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    non merci

    VW fahren? - Nein danke. Einer dermassen arroganten, betrügerischen Firma, die durch bestechliche Politiker auch noch geschützt wird, werde ich kein Produkt abkaufen und auch keines fahren.

  • PS;L am 17.05.2017 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    AMAG: Wir lassen unser Geld sprechen

    In Kombination mit AMAG/ASAG treiben sie es sogar auf die Spitze. Mein Auto ist nach wenigen Tagen total ausgefallen - die Reaktion von ASAG: Man lege sich mit mir rechtlich schon an, sie hätten ein grosses Budget für Rechtsstreitigkeiten und ich hätte sowieso keine Chance - Top Schweizer Dienstleiter oder?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • PS;L am 18.05.2017 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Vertragsbruch seitens ASAG

    Reagieren: Betroffene Fahrzeuge abstossen - bzw. einen Rückkauf durch ASAG anstreben! Ich meine der Vertrag wurde nicht eingehalten oder?

  • F.Meier am 18.05.2017 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    VERBRECHER

    Der Betrug ist das eine - was ist mit den Umweltschäden mit den Menschen, Kinder mit Atemwegserkrankungen uvm. Die USA hat 2,5% und Westeuropa 55% Dieselfahrzeuge - und dieses Ausmass an Belastung wird für ein paar Millionen in Kauf genommen. Dieses VW-Mangement ist skrupellos und so arrogant und sollte auch in der Schweiz vor Gericht gestellt werden. Unsere Regierungssofties machen ja Nichts und hoffen auf dieses tolle Europa das "Alles" regelt es geht nur um Geld. Schade um all die tollen Mitarbeiter von VW die baden das aus. Und es gehr munter weiter nichts geschieht ...

  • Peter Vögtlin am 18.05.2017 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...wird trotzdem gekauft

    Und trotzdem kaufen alle munter die Produkte aus dem VW Konzern! Wäre es eine andere Marke gewesen, wäre diese bereits vom Markt verschwunden...Kein Verständnis dafür!

  • Cartman1993 am 18.05.2017 02:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Thema passend

    Schaut euch doch mal die Anstalt Folge vom 7.3.2017. Darin geht es um diesen Skandal, die Regulierung und die Probleme, welche durch den Verkehr ausgelöst werden.

  • gloria derungs am 17.05.2017 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    strafmass im untersten bereich zu erwarten

    und was kommt am ende raus? viel bedrucktes papier, vielleicht eine kleine, bedingte busse und die ermahnung, das nicht mehr wieder zu machen. amen. es gibt selten bis nie einen schuldigen.