«Goldener Fallschirm»

13. März 2017 18:17; Akt: 14.03.2017 08:18 Print

Mayer bekommt 23 Mio Dollar zum Abschied

Die heute 41-Jährige sollte Yahoos Talfahrt stoppen. Sie scheiterte und kriegt nun eine millionenschwere Abfindung.

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Der Abschied von der Yahoo-Spitze mit dem Verkauf des Web-Geschäfts an Verizon macht Marissa Mayer rund 23 Millionen Dollar reicher. Der 41-Jährigen steht eine Abfindung in Höhe von drei Millionen Dollar in bar und Aktien im Wert von knapp 20 Millionen Dollar zu.

Der Verkauf des Web-Geschäfts – des Kerns des Internet-Urgesteins – soll bis zur Jahresmitte abgeschlossen werden, wie Yahoo weiter mitteilte. Das Rest-Unternehmen, bei dem die Beteiligungen an der chinesischen Handelsplattform Alibaba und dem Gemeinschaftsunternehmen Yahoo Japan liegen, soll dann in Altaba umbenannt werden.

McInerney übernimmt

Es soll von Thomas McInerney geführt werden, wie Yahoo weiter ankündigte. Er war früher unter anderem Finanzchef beim Internet-Konzern IAC, zu dem etwa die Videoplattform Vimeo und die Dating-App Tinder gehören.

Mayer hatte seit Sommer 2012 versucht, die Talfahrt von Yahoo zu stoppen, konnte aber trotz hoher Investitionen in Medieninhalte und teurer Zukäufe den Schrumpfkurs nicht umkehren. Nachdem eine für Aktionäre steuerfreie Abspaltung der Alibaba-Beteiligung scheiterte, wurde im vergangenen Sommer der Verkauf des Web-Geschäfts an Verizon für 4,8 Milliarden Dollar ausgehandelt.

Preis von 350 Millionen Dollar

Der Abschluss des Deals stockte jedoch, als kurz darauf der Diebstahl der Daten von bis zu einer Milliarde Yahoo-Nutzer bekannt wurde. Der Verkaufspreis wurde vor kurzem deshalb um 350 Millionen Dollar gekappt. Mayer verzichtete unter Hinweis darauf Anfang März auf ihre jährliche Prämie von bis zu zwei Millionen Dollar sowie Aktien im Wert von mindestens zwölf Millionen Dollar.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Asterix am 13.03.2017 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwie ist hier etwas falsch

    Sie hat den Job nicht hinbekommen und bekommt eine Abfindung? Sollte es nicht eher umgekehrt sein?

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  • Pipo68 am 13.03.2017 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abartig

    Ja ja Misswirtschaft betreiben und dann der goldene Fallschirm! Einfach pervers und dekadent!

    einklappen einklappen
  • Minnie Mouse am 13.03.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wofür?

    Da würde ich auch grinsen wie ein Honigkuchenpferd!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Antonov am 15.03.2017 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt mal im Ernst

    Menschen in diesen Positionen denken ein bisschen anders als der arme Normalo. Für sie sind die paar Milliönchen uninteressant - sie hat mehr als genug davon. Solche Menschen verfolgen ziele und sehr starke Wertvorstellungen. Für sie wird das als ewig eine Niederlage sein die sie nie vergessen wird.

  • Bauleiter am 15.03.2017 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    für 15000 Miese

    bekommt man die Kündigung und ein schlechtes Zeugnis. Da habe ich wohl was falsch gemacht

  • thurgauer am 14.03.2017 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    So cool

    Und unsereins wird nach 31 Jahren einfach auf die Strasse gestellt - ohne goldenen Fallschirm und so ...

  • Cavi33 am 14.03.2017 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist Realität, leider

    Je unfähiger desto höher ist die Abfindung. Hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Wieso ist das so, weil weiter oben noch unfähigere im selben Boot sitzen. Wetten dass die nächste Firma bereits ein Auge auf die Dame geworfen hat.

    • Heinz am 15.03.2017 10:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Cavi33

      hat damit nichts zu tun. vertrag ist vertrag und wenn dies so definiert ist, dass ist das halt zu zahlen. finanziert wird es auch privat und nicht durch die steuerzahler. somit gibt es hier eigentlich gar nichts zu meckern.

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  • Lupo am 14.03.2017 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Verantwortung

    Ja die Manager haben ja eine grosse Verantwortung.