Windows 7

27. Juli 2009 17:54; Akt: 27.07.2009 17:58 Print

Microsoft reicht der EU die HandMicrosoft reicht der EU die Hand

Microsoft zeigt sich einsichtig: Windows 7 soll mit einer Auswahl an Browsern ausgeliefert werden. Die Wettbewerbkommission freut es, die Klage aber bleibt.

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Der Softwaregigant Microsoft will seinen Kunden das neue Betriebssystem Windows 7 mit Alternativen zum Internet Explorer anbieten. So sollen europäische Benutzer nach der Installation des Systems mit Hilfe eines Auswahlfensters auch Browser von Konkurrenten installieren können. Welche Browser zur Auswahl stehen werden, ist noch nicht bekannt. Diesen unerwarteten Schritt begrüsst die Wettbewerbskommission in Brüssel. Ob das Kartellverfahren gegen Microsoft eingestellt wird, bleibt offen.

Zuvor wollte Microsoft auf Druck der EU ihr neues Betriebssystem ohne vorinstallierten Browser in Europa ausliefern. Die Wettbewerbshüter gaben sich damit aber nicht zufrieden. «Verbraucher sollten eine Auswahl an Browsern angeboten bekommen und nicht, dass Windows ohne Browser ausgeliefert wird», kommentierte die Kommission Microsofts Pläne.

Mit dem Einverständnis diese zentrale Forderung zu erfühlen, sind die Chance von Microsoft stark gestiegen, den Kartellstreit noch vor dem Marktstart von Windows 7 beizulegen. Seit eineinhalb Jahren zankt sich die Wettbewerbsaufsicht in Brüssel mit dem Softwarehersteller wegen der Kopplung des Internet Explorers und dem Windows Betriebssystem. Im Januar drohte die EU, zusätzlich zu den bestehenden 1,7 Milliarden Euro Busse wegen der Bündelung des Media Players mit Windows, erneut eine Strafe gegen Microsoft auszusprechen. Mit über 90 Prozent Marktanteil beherrscht Microsoft den Markt für PC-Betriebssysteme.

(zac/scc)

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