Teures Pflaster

15. November 2012 19:27; Akt: 16.11.2012 11:21 Print

Mieten explodieren an Zürichs Shoppingmeile

von Hans Peter Arnold - Hongkong hat als teuerstes Shoppingpflaster der Welt die New Yorker Fifth Avenue abgelöst. Stark gestiegen sind die Preise auch an der Zürcher Bahnhofstrasse.

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Die Einkaufsstrassen und Shoppingcenter der Welt rüsten sich für das Weihnachtsgeschäft. Zum Glanz und Glimmer gibt es jetzt auch nackte Zahlen. 727 Franken kostet in Zürich im Schnitt die Monatsmiete für einen Quadratmeter Ladenfläche, wie die neuste Studie des US-Immobiliendienstleisters Cushman & Wakefield zeigt. Das ist 8,7 Prozent mehr als vor einem Jahr und ein Schweizer Spitzenwert. Die Schweiz liegt damit im internationalen Vergleich auf Rang sieben. Weltweit stiegen die Mietpreise an Toplagen lediglich um 4,5 Prozent.

«Wenn wir die Preise der Neuvermietungen betrachten, dann müssen wir von noch höheren Zahlen ausgehen», meint Marc-Christian Riebe vom Schweizer Immobiliendienstleister Location Group. Die letzten Quadratmeterpreise lagen an der Zürcher Bahnhofstrasse bei 1050 Franken pro Quadratmeter im Monat. Das sind 44 Prozent mehr als Cushman & Wakefield publiziert hat. Das Interesse an Zürichs Vorzeigeadresse sei gross: Neu kommen laut Riebe bald die Kosmetikkette L'Occitane sowie eine Sushi-Bar an die Zürcher Bahnhofstrasse.

Exorbitante Preise in Hongkong und New York

Noch viel teurer als Zürich sind allerdings die Einkaufsstrassen in Hongkong und New York. Hongkong profitiert vom Touristenstrom aus Festland-China. Dort müssen 2238 Franken für den Quadratmeter hingeblättert werden. An der Fifth Avenue sind es 2127 Franken.

Nach vielen Jahren an der Spitze verliert die New Yorker Fifth Avenue den Spitzenplatz an die Causeway Bay in Hong Kong.

Hohe Mietpreissteigerungen setzte es an der Pariser Champs-Élysées ab. Sie ist neu auf dem dritten Rang platziert und verdrängte damit die Topadresse Ginza in Tokyo. Den stärksten Anstieg gab es mit 11,6 Prozent in südamerikanischen Metropolen. Kolumbien preschte von Rang 35 auf Rang 24 vor. Cushman & Wakefield hat aufgrund einer Umfrage 326 Toplagen in 62 Ländern verglichen.

Steiler Anstieg in Südamerika

«Asien-Pazifik und Südamerika wird der Schwerpunkt vieler internationaler Einzelhändler bleiben», kommentiert Martin Mahmuti von Cushman & Wakefield. Allen voran Indien und China hätten ein hohes Wachstumspotenzial.

In Europa zeigt sich eine zweigeteilte Entwicklung. Die grössten Rückgänge gab es in den vom Euro-Krise geplagten Staaten: Griechenland (-17,1 Prozent), Irland (-15,1 Prozent) Ungarn (-13,3 Prozent) und Bulgarien (-7,7 Prozent). Preissteigerungen gab es jedoch von Mitte 2011 bis Mitte 2012 in Grossbritannien (6,3 Prozent), Italien (5,4 Prozent) Deutschland (4,7 Prozent), den Niederlanden (4,5 Prozent) und überraschenderweise auch in Spanien (2,0 Prozent).

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus W. am 16.11.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    eigentlich schwachsinnig

    mal kurz überschlagen, für einen 10x10m Raum bezahlt man in Zürich 1,26 Millionen pro Jahr! Ein paar Vermieter verdienen sich dumm und dämlich und das bezahlt schlussendlich der Konsument. Egal, ich kaufe eh fast nie an der Bahnhofstrasse ein

    einklappen einklappen
  • Elmar Gerber am 15.11.2012 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht beim Shoppen

    Vor explodierenden Mieten wird ausdrücklich gewarnt!

  • Patrick Steiner am 16.11.2012 01:30 Report Diesen Beitrag melden

    Einheitsbrei

    Die Bahnhofstrasse in Zürich ist total unattraktiv und langweilig. Schade für jeden Franken, den man dort ausgibt. Kettenläden mit Einheitsbrei dominieren die Meile. Auf die Weihnachtsbeleuchtung könnte man da locker auch verzichten. Scha(n)de für Zürich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • John Dylan am 16.11.2012 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jelmoli

    Auf über 33'000m2 gibt es mode für herren damen und kinder! Was will man mehr?!?! Hunderte von Brands A-Z

  • Marie am 16.11.2012 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kaufe auf der ganzen Welt ein,

    nur nicht an der Bahnhofstrasse in Zürich. Oder ganz selten. Ich habe das Privileg, beruflich so unterwegs zu sein, dass ich das problemlos so machen kann. Meine Favoritin ist eh London, wo ich 1. beruflich immer hin muss, und 2. wo ich mein zweites Zuhause habe. Aber vorgestern musste ich z.Bsp. notfallmässig für einen speziellen Termin ein anständiges Kostüm kaufen. Ich kürze immer die Jupes bis übers Knie, aber jetzt musste ich "seriös" antraben. Und ich fand bei Esprit ein ganz tolles. Aber sonst? Vor allem um den HB herum nur noch Billig-Läden.

    • Marco am 16.11.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      Einkaufen in Bahnhofstrasse Zürich

      Esprit finde ich einfach genial! Sorry aber der blöde Kommentar musste einfach rein. :)

    • Louise am 16.11.2012 12:04 Report Diesen Beitrag melden

      Marco, der ist nicht blöd,

      Dein Kommentar. Der ist informativ. Bei Esprit findet man wirklich für jeden Geschmack was (jedenfalls meist). Deshalb darf man das auch sagen.

    • Markus am 18.11.2012 10:03 Report Diesen Beitrag melden

      Fusskleider

      Die Herren-Socken sind auch billig!

    einklappen einklappen
  • René am 16.11.2012 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chonnt scho guet

    Da kann man nur sagen: Selber schuld! Scheinbar bestehen dafür Bedürfnisse

  • K.M. am 16.11.2012 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lädelisterben kontraprodukitv

    Was die grossen Immobilienbesitzer mit ihren übersteigerten Mietforderungen ausblenden: Shoppen wird so für die Bevölkerung zusehends eintönig. Darunter leidet dann auch das Gastgewerbe und so weiter. Das Limmatquai zeigt (noch), dass es auch anders ginge. Allerdings können sich auch dort die horrenden Mieten bald nur noch internationale Ketten mit Standard-Angeboten leisten. Es fehlt am gesunden und für die Freizeit gesunden und bezahlbaren Mix!

  • Hans Meier am 16.11.2012 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke!

    Ich gehe schon lange nicht mehr an die Bahnhofstrasse!

    • Antonia am 16.11.2012 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      Ich muss jeden Tag da durch

      Aber ich kann bestätigen, das sie immer langweiliger und trotz der teuren Mieten immer billiger wird. Alte Läden werden durch Billig-Laden-Ketten ersetzt, in denen meist Kleider verkauft werden, die nach zu langer, feuchter Lagerung riechen. Aber das passiert ja überall. Eigentlich muss man gar nirgends mehr hin in Europa, denn diese Einkaufsstrassen sehen alle gleich aus - mit denselben Läden wie hier und überall.

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