Tieferer Freibetrag

15. März 2017 11:43; Akt: 15.03.2017 13:58 Print

Migros-Bank senkt Hürde für Negativzins

Der Freibetrag für Guthaben, auf denen die Migros Bank keine Zinsen erhebt, wird bald kleiner. Für Privatkunden sinkt er stärker als für Firmen.

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Der durchschnittliche Privatkunde profitiert noch vom Freibetrag: Eine Person an einem Bancomaten einer Migros-Bankfiliale. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Die Migros-Bank gibt ab dem 1. Juli die Negativzinsen verstärkt an ihre Kundschaft weiter. Privatkunden mit einem Guthaben von über 1 Million Franken müssen ab dann 0,75 Prozent Zinsen bezahlen, wie ein Sprecher auf Anfrage der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP sagte.

Firmenkunden müssen laut den Angaben ab einem Guthaben von 5 Millionen Franken diesen Negativzins berappen. Bislang galten Freibeträge von 10 Millionen Franken für Privat- und Firmenkunden.

Die Verschärfung kommt nicht überraschend. Im laufenden Jahr werde man eine Ausweitung der Negativzinsen prüfen, hatte Bank-Chef Harald Nedwed im Januar an der Bilanzmedienkonferenz angekündigt. Nachdem die Migros-Bank auf ihren Guthaben bei der SNB 2015 noch innerhalb der Freigrenze geblieben war, hatte sie 2016 Strafzinsen bezahlt.

Postbank kann Negativzinsen nicht kompensieren

Als erste grosse Schweizer Bank hatte im November Postfinance offiziell eine Limite eingeführt, ab der sie Strafzinsen einkassiert. Ab Beträgen von einer Million Franken müssen Postfinance-Kunden eine Gebühr von einem Prozent bezahlen. Anders als andere Institute kann Postfinance Verluste bei Kundeneinlagen nicht im Kredit- und Hypothekargeschäft ausgleichen, da für sie ein Kreditvergabeverbot gilt.

Bereits vor November verlangte die Post-Tochter von Grösstkunden und institutionellen Anlegern auf Beträgen über einem individuellen Schwellenwert eine Guthabengebühr von 1 Prozent. Andere Banken handhaben dies ähnlich.

(rub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • xbanker am 15.03.2017 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bankraub

    Der Raubzug der Banken auf ihre Kunden geht weiter, unverblümter als je zuvor. Während (zu) hoch bezahlte Bankmanager ihre Ferrarisammlung pflegen und ausbauen, schwindet das Vermögen der Kunden wie Butter an der Sonne.

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  • Leo am 15.03.2017 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klare sache und....

    die million/en abheben und in bankfach legen, ist klar billiger :)))

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  • Thom am 15.03.2017 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Der dumme Bürger

    Negativzinsen bei Privatpersonen? Sollen sie versuchen, das Geld ist schnell gezügelt. Am Schluss ist ja ein Bankfach dann irgendwann günstiger. Das Geld in den Privathaushalten gebunkert, wächst nicht ohne Grund. Die Einbrecher dürfte es freuen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • F.Mueller am 17.03.2017 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Nur noch PC-Konti

    Habe schon lange mit den Banken in der CH abgeschlossen! Flasche leer. Seither habe ich drei PC-Konten, keine Probleme, kann jetzt sogar mit den gelben Postkärtli Baht bei einer Grossbank in Bangkok beziehen! Brauche dazu weder Visa, EC oder sonstige teuren Kreditkärtli mehr. In Europa, egal wo in welcher Stadt, kann ich EUROS beziehen, zu einem ganz guten Kurs. Auch die Bezüge deutlich billiger als bei einer CH-Grossbank. Es braucht dazu schon ein bisschen Planung zum voraus, und einen Notbatzen versteckt, falls mein Mercedes-Viano in SP/P den Geist aufgeben sollte.

  • Verfasser am 17.03.2017 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Betrifft die wenigsten

    Zuerst muss man eine Million haben. Dass ist das größere Problem.

  • 1291 am 16.03.2017 01:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Negativzinsen

    Negativzinsen sind nichts anderes als Enteignung. Und leider auch der Vorbote eines Crash und einer Wirtschaftskrise.

    • Klaus07 am 16.03.2017 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @1291

      Was sind dann positive Zinsen? Zueignung? Lustig dass es für Enteignung kein Synonym gibt.

    • B. Lifter am 16.03.2017 14:53 Report Diesen Beitrag melden

      Schon recht, aber ....

      Wenn Sie nicht bereit sind dafür zu bezahlen das jemand Ihre 10 Millionen lagert und dafür das Risiko auf sich nimmt überfallen zu werden, dann tragen Sie das Geld doch bitte selbst.

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  • Rapple am 15.03.2017 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht vergessen

    Heute ist es noch eine Million. Und Morgen ist es eine halbe. Der Spielraum ist also groß. Es muss einfach einmal gesagt sein. Die Welt wird sich und muss sich enorm verändern.

    • Klaus07 am 16.03.2017 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rapple

      Was kann die Welt dafür? Und anders gefragt, haben Sie 500'000 auf der Bank? Dann ein kleiner Tip, splitten Sie das Vermögen und teilen Sie dieses auf mehrere Konten auf. Intelligent was?

    • 1291 am 16.03.2017 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Klaus07

      Klaus07 ob du dein Geld nur in die Aare wirfst oder es aufteilst auf Aare, Emme, Rhein spielt keine Rolle. Das Ergebnis ist das selbe.

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  • Konto Korrent am 15.03.2017 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht auch ohne Banker

    In Zukunft wird es keine Banken und Banker mehr brauchen. Habe kein Mitleid mit überbezahlten Boniempfänger. Eure Geschäftsidee ist überholt und ich kenne keine Dienstleistung welche ich noch von euch benötige. Fragt mal bei Apple nach, dort wird ohne euch geplant.

    • AWW24G am 16.03.2017 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Konto Korrent

      Kompletter Unsinn! Unternehmen benötigen Kredite und Menschen wollen investieren bzw. Geld anlegen. Die Banken nehmen hier eine Vermittler- und Transformationsrolle wahr (Risikotransfer, Anlageberatung). Zudem benötigt jeder Bürger Zahlungsverkehr. Das Geschäftsmodell funktioniert. Es fragt sich nur, ob das jemals komplett digitalisiert wird (spezialisierte Plattformen), unabhängig von klassischen Banken.

    • Peter Meier am 16.03.2017 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Unglaubwürdig

      Wollen Sie uns tatsächlich glauben machen, dass Sie zB. den Lohn bar ausbezahlt bekommen?! Sorry, das glaube ich Ihnen nicht.

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