Detailhandel

21. Juni 2018 09:46; Akt: 21.06.2018 09:46 Print

Baut die Migros 300 Stellen ab?

Die Detailhändlerin will im Rahmen einer Restrukturierung Marketing-Ausgaben kürzen und IT-Projekte stoppen. Interne Quellen gehen von einem Job-Abbau aus.

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Nächste Woche berät der Verwaltungsrat des Migros-Konzerns über das Restrukturierungsprojekt «Fast Forward»; tags darauf werden gemäss «Handelszeitung»-Recherchen Belegschaft und Öffentlichkeit über das Effizienzprogramm beim Migros Genossenschaftsbund (MGB) informiert.

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Die geplanten Massnahmen in der Konzernzentrale sind happig: Es werden Direktionen fusioniert, IT-Projekte gestoppt, Marketing-Ausgaben gekürzt und Stellen abgebaut. Intern ist von rund 300 betroffenen Arbeitsplätzen die Rede.

Auslagerung der Stellen

Die Stellen sollen ausgelagert und Entlassungen über Frühpensionierungen sowie natürliche Fluktuationen möglichst klein gehalten werden. Die Migros-Führung hat mit dem Kaufmännischen Verband einen Sozialplan ausgehandelt, der grosszügig sein soll.

Die Migros steht seit Jahren im Ruf, eine vorbildliche Arbeitgeberin zu sein. Konzernchef Fabrice Zumbrunnen, der erst seit Anfang Jahr im Amt ist, hat «Fast Forward» Mitte Januar initiiert. Es geht darum, Effizienz und Rendite beim grössten privaten Arbeitgeber des Landes zu steigern. Der Gewinn des Detailhändlers ist seit Jahren auf Sinkkurs – von 824 Millionen Franken (2014) auf 503 Millionen (2017).

Die Migros nimmt zu Medienanfragen bis jetzt nicht konkret Stellung. Nach Abschluss der Fast-Forward-Arbeiten würden die Mitarbeitenden umfassend informiert, dann die Öffentlichkeit. Dies werde bis Anfang Juli der Fall sein.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kassenansteher am 21.06.2018 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewinnoptimierung

    Gewinnoptimierung und Self-Scanning. Wer war so blauäugig und dachte es gibt keinen Personalabbau?

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  • Bella am 21.06.2018 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gier...

    ....Herr Zumbrunnen sollte sich Frühpensionieren lassen und sein Projekt nicht auf den Schultern des kleinen Angestellten austragen..., es wird erneut viele Arbeitslose geben... dieses... immer mehr, mehr, mehr...., gibt mir, erneut zu denken...

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  • Roberta am 21.06.2018 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angestellt - abgestellt

    In letzter Zeit entlässt ein Unternehmen nach dem anderen seine Mitarbeiter in Massen. Auf Knopfdruck werden die Angestellten abgestellt. Und am Horizont tauchen die Roboter und Drohnen auf. Es lohnt sich ja gar nicht mehr, angestellt zu sein. Man wird ja fast gezwungen, sich als Freelancer durch das Leben zu beissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nüchternder Alkoholiker am 21.06.2018 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder wird abgebaut

    Die Wut wächst in der Bevölkerung bis sie ausgewachsen ist. Dann nehme ich den Hut oder den Helm. Den werde ich noch brauchen bei dem Hagel was kommen wird

    • Nimm Ein Schluck am 21.06.2018 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nüchternder Alkoholiker

      Wut in der Schweiz? Aber handeln wird eh niemand, alles friedliche Schafe.

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  • Marlis am 21.06.2018 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig Nebenkosten

    Wenn man lang Öffnungszeiten hat muss man anderweitig Einsparungen machen. Es wir zu erst am Personal gespart, denn an Unnötig Nebenkosten. Man muss den Kunde ja glücklich machen.

  • Dagobert am 21.06.2018 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Land im freien Fall

    Es müssen in der Schweiz wieder vermehrt Angestellte gekündigt werden. Weil somit kann man die Lohnerhöhung einsparen. Und was noch viel wichtiger ist, die Anzahl RAV Mitarbeiter brauchen für die Statistik mehr Arbeitslose. Ansonsten verlieren diese selbst die Arbeitsstelle. Das wollen wir doch nicht.

  • Franz H. am 21.06.2018 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr Abbauen

    Noch mehr Selbstbezahlungs-Kassen aufstellen und das eigene Grab Schaufeln. Sind ja nur für Pilotprojekte gedacht.

  • Tom Müller am 21.06.2018 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Migros meiden

    Solange Gewinne gemacht werden,egal wie hoch, solange man die Konsumenten Abzocken kann, solange der Ceo so ein Lohn mit Bonus hat, solange habe ich gar KEIN Mitleid.