Richterspruch

01. Dezember 2012 08:41; Akt: 01.12.2012 08:53 Print

Milliardenbusse für Yahoo in Mexiko

Dem Suchmaschinenpionier Yahoo droht wegen eines Urteils in Mexiko ein Riesenloch in seinen Kapitalreserven. Verlieren sie einen Berufungsprozess, werden 2,7 Milliarden Dollar fällig.

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Yahoo droht in Mexiko eine empfindliche Busse. Im Bild: Der Firmenhauptsitz in Sunnyvale, Kalifornien. (Bild: Keystone/Yahoo Inc.)

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Ein mexikanisches Gericht hat das Internet-Unternehmen Yahoo wegen Vertragsverletzung und anderer Vorwürfe zur Zahlung von 2,7 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Franken) verurteilt. Die US-Firma mit Sitz in Sunnyvale in Kalifornien kündigte am Freitag an, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

Die mexikanischen Firmen Worldwide Directories und Ideas Interactivas hatten Klage gegen Yahoo eingereicht und dem schwächelnden Suchmaschinen-Pionier vorgeworfen, im Zusammenhang mit Serviceverzeichnissen auf den Gelben Seiten Verträge und Versprechen nicht erfüllt zu haben und für Gewinnausfälle verantwortlich zu sein.

Yahoo hatte den Fall bisher nie erwähnt, am Freitag aber selbst eine Erklärung zu dem Gerichtsurteil veröffentlicht. «Yahoo ist der Überzeugung, dass die Vorwürfe der Kläger unbegründet sind», teilte das Unternehmen mit. Sollte Yahoo den Berufungsprozess verlieren, frässe die Strafe von 2,7 Milliarden Dollar mehr als ein Drittel der Kapitalreserven auf, die das Unternehmen Ende September ausgewiesen hatte.

(sda/dapd)