Preisabsprachen

05. Dezember 2012 12:32; Akt: 05.12.2012 14:52 Print

Milliardenbusse gegen Bildröhren-Kartell

Die EU hat namhafte Konzerne wie Samsung, LG oder Philips wegen Verstössen gegen das Kartellrecht zu einer rekordhohen Busse verdonnert.

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Bildröhren-Hersteller teilten Märkte und Kunden untereinander auf. (Bild: Keystone)

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Die EU-Kommission hat am Mittwoch Rekordbussgelder von insgesamt 1,47 Milliarden Euro gegen zwei Kartelle von Bildröhren-Herstellern verhängt. Betroffen sind sieben namhafte internationale Konzerne, die Fernseher und Computerbildschirme produzieren und verkaufen: Samsung, Philips, LG Electronics, Technicolor, Panasonic, Toshiba und Chunghwa. «Fast zehn Jahre lang (von 1996 bis 2006) trafen diese Unternehmen Preisabsprachen, teilten Märkte und Kunden untereinander auf und beschränkten ihre Produktion», teilte die Kommission mit.

Die Kartelle hätten weltweit agiert und das Wettbewerbsrecht «in gravierender Weise» verletzt, sagte Wettbewerbskommissar Joaqín Almunia. Bildröhren sind wesentliche Komponenten für Fernseher und Computerbildschirme und machen 50 bis 70 Prozent des Preises eines Bildschirms aus. «Dies lässt erahnen, wie schwerwiegend dieses rechtswidrige Verhalten über die Jahre auch den Verbrauchern geschadet hat.»

Der Firma Chunghwa wurde die Busse nach der Kronzeugenregelung vollständig erlassen, sie hatte Brüssel als erste über die Kartelle informiert. Die höchsten Einzelstrafen wurde Philips und LG Electronics aufgebrummt: 313 beziehungsweise 296 Millionen Euro, zudem 392 Millionen Euro für eine Kooperation der beiden.


(dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kalle am 05.12.2012 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ehrlich

    ...und ? Wo ist das nicht der fall ? Coop, migros, alle mineralöl-konzerne usw. Da macht keiner etwas

  • Max Roxer am 05.12.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Forderung

    Und die ganze Kohle ist nun für die Euro-Bürokratie? Oder wo kann ich meinen Anteil für die viel zu teuer gekauften Monitore und Fernseher zurückfordern?

  • Sämi Heer am 05.12.2012 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Peanuts für die Firmen

    Die freuen sich zwar nicht über die Busse, jedoch hat sich die Absprache für Sie trotz Busse allemal gelohnt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • mona am 05.12.2012 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts überall

    Z.B Handys, das neue Samsung Smartphone ist zuerst in dem Laden erhältlich und dafür darf der andere Laden das neue iPhone zuerst verkaufen...

  • Sämi Heer am 05.12.2012 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Peanuts für die Firmen

    Die freuen sich zwar nicht über die Busse, jedoch hat sich die Absprache für Sie trotz Busse allemal gelohnt.

  • Beat am 05.12.2012 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist mein Anteil

    Und wo ist mein Anteil von meinem Fr. 12'000.- teuren Samdung-TV? Wer profitiert überhaupt von all den verhängten Bussen wie z.B Microsoft, Apple, Shell etc. Die Bürokratien in Brüssel und Washington?

    • thomas z am 05.12.2012 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      öhm selbst schuld?

      12'000 Samdung?? selber schuld....

    einklappen einklappen
  • Frick am 05.12.2012 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Krankenkassen tun das selbe!

    Sorry aber verstössen die Krankenkassen nicht auch gegen das Kartellrecht? Die Preise steigen ja jedes Jahr weiter und wir sind diejenigen die dafür blechen müssen. Warum ändert man bei dieser Branche nichts??? Dafür kenne ich nur ein Wort: "MAFIA"

  • Max Roxer am 05.12.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Forderung

    Und die ganze Kohle ist nun für die Euro-Bürokratie? Oder wo kann ich meinen Anteil für die viel zu teuer gekauften Monitore und Fernseher zurückfordern?