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Schnäppchen-Boom
26. November 2011 08:24; Akt: 26.11.2011 08:25 Print
Mit Werbung und Tricks gegen die Schneekrise
von Adrien Kay, SDA - Was tun, wenn die Betten kalt bleiben und der Schnee fehlt? Viele Wintersportorte überbieten sich mit Sonderangeboten. Doch Vorsicht: Der Teufel steckt im Kleingedruckten!

Weiss ist nur das Nebelmeer: Der Stoos im November 2011. (Bild: Keystone)
Der harte Franken und der noch immer fehlende Schnee bereiten den Touristikern in den Wintersportorten grosse Sorgen. Mit zahllosen Sonderangeboten und Vergünstigungen versuchen sie, Gäste anzulocken und die drohenden Verluste abzuwenden.
Bildstrecken Livecam-Bilder aus den Schweizer SkigebietenDie Anfänge der weissen Wissenschaft Infografik Skiausrüstung im Wandel der ZeitViele Ferienorte klagen derzeit über ausbleibende Reservationen für die Wintersaison. Im Waadtländer Skigebiet Les Diablerets beispielsweise, das immerhin mit einem Gletschergebiet auf 3000 Metern Höhe auftrumpfen kann, sind zur Stunde erst etwa die Hälfte der verfügbaren Hotel-Betten für die Wintersaison gebucht.
«In anderen Jahren waren um diese Jahreszeit schon drei Viertel der Hotel-Kapazitäten reserviert», stellt die Tourismus- Verantwortliche der Region, Myriam Pichard, fest.
Rabatte, wohin das Auge reicht
Um die leeren Gäste-Betten doch noch zu füllen, überbieten sich viele Wintersportorte mit Sonderangeboten: In Grächen VS erhält der Gast vielerorts einen Wechselkurs von 1,35 Franken für den Euro.
Crans-Montana VS wiederum bietet einen 33-Prozent-Rabatt auf Hotelübernachtungen sowie auf Skipässe an. Ein Blick auf das Kleingedruckte zeigt aber, dass die Angebote nicht während der Festtage und den Februar-Skiferien gelten.
In der Jungfrauregion im Berner Oberland gibt es «zwei für eins»- Angebote für Hotelunterkunft und Bergbahn-Abonnements. Im Heidiland, zwischen Walensee und Bad Ragaz SG, gibt es in Hotels ab vier Übernachtungen eine Nacht gratis, in Ferienwohnungen ab sieben Nächten.
Sonderangebote - mit Einschränkungen
Ähnliche Sonderangebote gibt es auch in Graubünden: Im Unterengadiner Ferienort Scuol etwa offerieren mehrere Hotels ihren Gästen bereits ab einer Übernachtung den Skipass.
Gäste von Davos Klosters erhalten bei Hotelbuchungen das Ticket für die Skigebiete Jakobshorn und Parsenn ebenfalls kostenlos ausgehändigt. Allerdings ist dieses Angebot auf die Vorsaison beschränkt, genauso wie im Falle des gratis Skitickets auf der Lenzerheide.
Neue Wege geht der Mittelbündner Ferienort Savognin. Kinder bis 10 Jahre werden von den Bergbahnen gratis transportiert. Der Ort will damit seine Familienfreundlichkeit hervorheben - und die geht noch etwas weiter: 10- bis 16-Jährige zahlen bei den Bergbahnen den Kindertarif, bis zum 20. Altersjahr werden Skitickets zu Jugendtarifen verrechnet.
Andere Wintersportorte nehmen das Ganze gelassener. Zermatt VS verlässt sich auf seinen internationalen Ruf und verzichtet auf Sonderangebote. Aber auch die kleine Skistation Moléson FR bietet keine speziellen Sparangebote an - man sei schon jetzt einer der günstigsten Skiorte, erklärt die Fremdenverkehrsdirektorin Sophie Cruchet.
Mehr Geld für Werbung
In Graubünden haben der Kanton und mehrere Feriendestinationen ihre Werbe-Budgets aufgestockt: Anstelle der zuerst geplanten 3,5 Millionen Franken stehen für die kommende Wintersaison und den nächsten Sommer 7,3 Millionen Franken zur Verfügung.
Auf gesamtschweizerischer Ebene hat Schweiz Tourismus zusätzliche vier Millionen Franken für die Werbung locker gemacht. Dies ist ein Drittel der Summe, die der Bundesrat der Tourismus-Organisation für die Dämpfung der Auswirkungen der Frankenstärke bewilligt hat.
Mit den Geldern sollen zusätzliche Gäste aus der Euro-Zone, Grossbritannien und Russland für Winterferien in der Schweiz gewonnen werden.
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Alle 27 Kommentare
































CH-Tourismus - Werbung auf Staatskosten
Das Geld sollte nicht der Tourismus-Werbung dienen, sondern den Arbeitslosen-Tourismus-Angestellten. Die Schweiz darf für die Tourismus-Gesellschaften (Hotel/Bahnen usw.) nicht den Pestalozzi spielen - wenn ein Betrieb nicht mehr rendiert muss halt Konkurs angemeldet werden, so wie es auch in der restlichen Wirtschaft üblich ist.
Das grösste Glück!
Zum Glück können die Menschen das Wetter nicht selber bestimmen... Das gäbe eine einzige Katastrophe!!
Und wer bezahlts?
Und wer bezahlts? Wir einheimischen, die kein Hotel buchen und deshalb die Tageskarte bezahlen!!