Wütender Aktionär

27. November 2012 11:31; Akt: 27.11.2012 12:07 Print

Neues Ungemach für Hewlett-Packard

Hewlett-Packard bläst ein rauer Wind entgegen. Vor einer Woche musste der Computerhersteller einen Abschreiber von 8,8 Milliarden Dollar bekanntgeben. Jetzt droht eine Aktionärsklage.

storybild

Ein Investor wirft HP unter anderem vor, die Geschäftsentwicklung zu rosig dargestellt zu haben, was zu einem überteuerten Aktienpreis geführt haben soll. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Hewlett-Packard hat wegen der verlustreichen Übernahme der Software-Firma Autonomy jetzt auch eine Aktionärsklage am Hals. Ein Anleger verlangt Schadenersatz vom PC-Riesen und will daraus eine Sammelklage machen.

Er verlangt Wiedergutmachung für alle Investoren, die zwischen dem 19. August 2011 und dem 20. November 2012 HP-Aktien gekauft haben, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Milliarden Dollar verpufft

Hewlett-Packard hatte vor einer Woche eine Abschreibung von 8,8 Mrd. Dollar auf die britische Firma Autonomy bekanntgegeben. Damit war fast der gesamte Kaufpreis von über 10 Mrd. Dollar verpufft. Hewlett-Packard wirft der früheren Autonomy-Führung Bilanzmanipulationen vor, Gründer Mike Lynch wies den Vorwurf zurück.

Unter den Beklagten sind nun der damalige deutsche HP-Chef Léo Apotheker und die heutige Konzernlenkerin Meg Whitman. Der frühere SAP-Chef Apotheker wollte Hewlett-Packard stärker auf lukrativere Geschäftsbereiche wie Software ausrichten und dafür die PC- Produktion abtrennen. Der Kauf von Autonomy war ein Herzstück dieser Strategie.

Der Investor wirft HP unter anderem vor, die Geschäftsentwicklung zu rosig dargestellt zu haben, was zu einem überteuerten Aktienpreis geführt habe. Er nimmt dabei auch die Übernahme des Dienstleisters EDS ins Visier, bei der es ebenfalls eine Milliarden-Abschreibung gab. Nach Bekanntgabe der Probleme bei Autonomy war die Aktie dann um mehr als 10 Prozent abgestürzt.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Envy User am 27.11.2012 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry für HP

    Schade, dass HP beim Kauf von Autonomy nicht besser aufgepasst hat!! - Ich jedenfalls mag die Produkte von HP sehr und den super Service. Es muss nicht immer Apple sein.

  • Fabiolous M am 27.11.2012 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Léo Apotheker

    Einer der schlechtesten CEO s ! Schon alleine was er mit Palm OS gemacht hat, zeigt von seiner Inkompetenz.

  • Mann am 27.11.2012 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ja aber hallo?

    Nanu, wie kann sowas passieren? HP wird doch von einer Frau geleitet, und Frauen sind doch viiiiel die besseren Führungskräfte - wie wir alle wissen, weil es überall steht.

    • Alex Schwarzer am 27.11.2012 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      Na, na!

      Dafür ist Margaret Whitman aber bestimmt auf einer Strecke von 1m schon mal schneller geschwommen als Michael Phelps über 400m ;-)

    • Auch ein Mann am 27.11.2012 14:11 Report Diesen Beitrag melden

      Vorgeschichte kennen

      Wenn Mann Leseverständnis hätte, würde man aus dem Text herauslesen, dass die Hauptschuld der ehemalige CEO trägt, welcher vom Geschlecht her männlich ist. Insofern tut das Geschlecht hier mal absolut nichts zur Sache.

    einklappen einklappen