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Fiese Steuertricks
12. November 2012 21:23; Akt: 12.11.2012 21:23 Print
Nissan ärgert England mit Schweizer Holding
von Leo Hug - Nissan produziert in England und zahlt die Steuern in der Schweiz. Dadurch können die japanischen Autobauer Millionen sparen.

Nissan hat unter anderem mit britischen Staatszuschüssen das Elektromobil Nissan Leaf entwickelt. (Bild: AFP)
Der japanische Autobauer Nissan gerät wegen eines in der Schweiz möglichen Steuertricks in die Kritik. Der Grund: Der grösste Autobauer Englands liefert dank komplizierten Rechtsgebilden in der Schweiz Steuern ab, die aus britischer Sicht in England anfallen müssten.
Auch Amazon unter BeschussGestern hat der britische Haushaltsausschuss Amazon, Google und Starbucks in die Zange genommen. Die Parlamentarier haben genug davon, dass internationale Konzerne für Aktivitäten, die eigentlich in England stattfinden, anderswo die Steuern bezahlen. Amazon zum Beispiel generiert in England Verkäufe im Wert von 3,3 Milliarden Pfund, rechnet aber über die steuergünstige Zentrale in Luxemburg ab. In England fallen somit keine Steuern an.
Der angeprangerte, aber legale Steuertrick funktioniert bei Nissan wie folgt: Die im steuergünstigen Waadtländer Rolle beheimatete Nissan Schweiz kauft die Einzelteile für die Autoproduktion ein und überlässt sie für den Produktionsprozess dem Werk in Sunderland im Nordosten von England.
Legaler Trick
Am Schluss übernehmen die Schweizer das fertige Fahrzeug zu einem Preis, der leicht über den Anfertigungskosten liegt. Folge davon ist, dass in England kein oder nur ein kleiner Gewinn anfällt und dort entsprechend wenig versteuert werden muss.
Die Gewinne fallen in der Folge zur Hauptsache in der Schweiz an. Nissan profitiert dabei von den Vorzugssteuern für Holdings, deren Geschäftsaktivität zur Hauptsache im Ausland stattfindet. Je nach Kanton sind es zwischen 0 und 4 Prozent. Schweizerische Holdings bezahlen dagegen im günstigsten Fall rund 8 Prozent Steuern, in vielen Kantonen sogar deutlich mehr.
Millionen eingespart
Laut der britischen Online-Zeitung «Mail-Online» nutzt der japanische Autokonzern seit 2008 dieses Steuerschlupfloch und habe seitdem in England massiv Steuern gespart. Die Fabrikationsfirma Nissan Motor Manufacturing bezahlt trotz eines 50-prozentigen Produktionsanstiegs in den letzten Jahren nur 11 Millionen Pfund (16.5 Millionen Franken), Das ist weniger als in den Jahren 2005 und 2006. Die Vertriebsgesellschaft Nissan Motor GB hat sogar über die letzten drei Jahre nur 2,1 Millionen Pfund (3,2 Millionen Franken). Steuern bezahlt. In den drei Jahren zuvor seien es 13,3 Millionen Pfund (20 Millionen Franken) gewesen.
Empört seien die Briten über die japanischen Autobauer auch darum, weil Nissan in den letzten zehn Jahren Zuschüsse in der Höhe von 80 Millionen Pfund (120 Millionen Franken) bekommen hat, damit es die Werke in England weiterlaufen lasse, schreibt «Mail-Online». Allein im 2010 hätten die Japaner 21 MillionenPfund (31 Millionen Franken) Zuschüsse für die Entwicklung des Elektromobils Nissan Leaf bekommen. Nissan hat gestern keine Stellung zu den Vorwürfen genommen.
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Achtung...
Der nächste Schritt im Wirtschaftskrieg gegen die Schweiz zeichnet sich ab! Es kommen harte Zeiten auf uns Schweizer zu. Zuerst waren die Privatpersonen im Visier der EU-Steuerfahnder jetzt sind es die Firmen.
Die Länder betrügen sich gegenseitig
Das ist kein fieser Steuertrick. Steuern sind das Elend auf dieser Welt. Firmen gehen dorthin wo die Steuern am tiefsten sind. Steuern gehören abgeschafft. Dann bleiben die Firmen dort, wo sie sind. Aber so sind sie mal da, dann mal da.
Tolles Joint-Venture Beispiel
Ist doch ein tolles joint venture Beispiel. Die Engländer haben die Arbeitsplätze, dadurch niedrigere Arbeitslosigkeit und Bürger welche Steuern zahlen, die Schweiz kassiert die Steuern.