Forbes-Liste

19. April 2012 19:04; Akt: 19.04.2012 19:04 Print

Nur Apple kann mit den Ölmultis mithalten

Fast kein Unternehmen hat im vergangenen Jahr so gut verdient wie die Ölmultis. Nur Apple durchbricht diese Phalanx. Das IT-Unternehmen belegt den 2. Platz auf der Forbes-Liste.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Forbes» hat die Geschäftszahlen der 2000 grössten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn im vergangenen Jahr geht, dann liest sich die Aufstellung wie das «Who is Who» der Ölmultis. Diese haben 2011 dank der gestiegenen Spritpreise unglaublich gut verdient.

Spitzenreiter ist der US-Konzern ExxonMobil, der Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unter dem Strich 41,1 Mrd. Dollar. Es folgen die russische Gazprom (31,7 Mrd. Dollar), die britisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9 Mrd. Dollar) die US- amerikanische Chevron (26,9 Mrd. Dollar) sowie die britische BP (25,7 Mrd. Dollar).

Das einzige Nicht-Ölunternehmen, das diese Rangfolge durchbricht, ist Apple. Der kalifornische Elektronikkonzern landet auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 33,0 Mrd. Dollar. Vor allem zu Weihnachten hatten sich das iPhone-Handy, der Tabletcomputer iPad und die Mac-Rechner glänzend verkauft. Der Erzrivale Microsoft mit seiner Windows- und Office-Software scheffelte 23,5 Mrd. Dollar.

Nestlé, Novartis und UBS an der Spitze

Schweizer Spitzenreiter ist Nestlé. Der Nahrungsmittelhersteller steht auf Platz 40 mit einem Gewinn von 10,1 Mrd. Dollar. Auf Platz 62 folgt der Pharmakonzern Novartis mit einem ausgewiesenen Gewinn von 9,1 Mrd. Dollar. Auch die Grossbank UBS schaffte es aufs Treppchen im schweizerischen Vergleich - Platz 71 mit 4,5 Mrd. Dollar.

Insgesamt wird die Rangliste der 2000 grössten Unternehmen von US- amerikanischen und japanischen Konzernen dominiert. Jedoch rücken auch immer mehr chinesische Firmen auf. Spitzenverdiener aus dem Reich der Mitte war im vergangenen Jahr die Bank ICBC mit einem Gewinn von 25,1 Mrd. Dollar, gefolgt von - wie könnte es anders sein - dem staatlichen Ölmulti PetroChina mit 20,6 Mrd. Dollar.

Die ursprüngliche «Forbes»-Rangliste fällt übrigens etwas anders aus: In die Wertung der sogenannten grössten Unternehmen fliessen neben dem Gewinn auch der Umsatz, die Vermögenswerte und der Börsenwert ein. Das führt dazu, dass sehr viele Banken vorne landen. Aber auch hier setzte sich der Ölmulti ExxonMobil im vergangenen Jahr durch, und verdrängte Vorjahressieger JPMorgan Chase auf Platz zwei.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.