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Starker Franken
10. März 2010 23:02; Akt: 11.03.2010 08:32 Print
Oster- und Sommerferien bis 20 Prozent billiger
von Dajan Roman - Dem schwachen Pfund und dem schwachen Euro sei Dank: Ferien sind so billig wie schon lange nicht mehr. Die Nachfrage nimmt massiv zu.

Starker Franken, schwaches Pfund: Die Nachfrage nach London-Trips hat stark zugenommen. (colourbox.com)
Wer jetzt keine Ferien bucht, ist selber schuld. Der im Vergleich zum britischen Pfund und dem Euro starke Franken lässt die Preise für Ferien in Europa purzeln. So ist ein Ostertrip nach London markant billiger als noch im Vorjahr. «Wir bieten die Hotels bis zu 20 Prozent günstiger an», sagt Tui-Sprecher Roland Schmid. Solche Preise lassen auch die Nachfrage steigen.
2000 Franken für die FerienDie meisten Schweizer – nämlich knapp ein Drittel – geben für ihre Ferien in diesem Jahr zwischen 1000 und 3000 Franken aus. Laut einer Umfrage der «Coopzeitung» lassen sich acht Prozent ihre Ferien zwischen 3000 und 5000 Franken kosten, weitere acht Prozent wollen dieses Jahr gar mehr als 5000 Franken investieren. Nicht alle haben so viel Geld für ihre Ferien übrig: Rund ein Fünftel gibt nicht mehr als 1000 Franken aus. Für zehn Prozent der Schweizer gibt es ein besonders hartes Jahr: Sie machen gar keine Ferien. Deutschschweizer geben mehr für Ferien aus als Westschweizer.
Roland Zeller vom Online-Portal Travel.ch sagt: «Inzwischen haben wirklich alle gemerkt, dass das Pfund billig ist. Die Nachfragen für London-Reisen sind bei uns in diesem Jahr um rund 75 Prozent gestiegen.» Auch Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Pressesprecherin von M-Travel, spricht von einem Nachfragezuwachs im zweistelligen Prozentbereich – auch im übrigen Europa. Und sie hält fest: «Das Reisen ist im Vergleich zum Vorjahr generell zwischen 5 und 15 Prozent günstiger geworden.»
Für die Sommerferien setzt Roland Schmid von Tui sogar noch einen drauf: «Insgesamt sind die Preise im Sommer 2010 generell bis zu 20 Prozent tiefer als noch im Sommer 2009.» Das gelte sowohl für Badeferien als auch für Städtereisen. Der starke Franken hat neben günstigeren Übernachtungskosten noch einen weiteren Vorteil.
«Auch das Essen und Trinken vor Ort wird dank dem guten Wechselkurs billiger», erinnert Kuoni-Sprecher Peter Brun. «Das gilt natürlich auch fürs Shopping», fügt Roland Schmid an.




























