Bitcoin

08. September 2011 22:57; Akt: 08.09.2011 22:40 Print

Parallelwährung im Internet am Boomen

von Leo Hug - In der realen Welt droht ein Währungskrieg. Immer mehr Leute flüchten in die boomende Internetwährung Bitcoin. Doch auch dort lauern Risiken.

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Die Schweizerische Nationalbank hat diese Woche mit der Eurountergrenze die Entscheidungsschlacht gegen den starken Franken eröffnet. Andere Nationalbanken könnten dem Beispiel folgen und ihre Währungen ebenfalls abwerten. Ein regelrechter Währungskrieg wäre die Folge.

Alternativen zu den konventionellen Währungen boomen deshalb – allen voran der Bitcoin. Das digitale Geld existiert seit 2009 und wird von einem Netzwerk von Computern gebildet. Mit Bitcoins werden Bücher, Kleider oder auch Dienstleistungen bezahlt. Vorteil der digitalen Zahlungsmittel ist die schnelle, anonyme und günstige Überweisung. Bereits sind Bitcoins im Gegenwert von über 65 Mio. Dollar im Umlauf. Tausende nutzen die Internetwährung. Peter Koenig, Verfasser des Buches «30 dreiste Lügen über Geld», vermutet angesichts der Währungssituation in der realen Welt: «Es wird wohl bald viele solche Alternativ-Währungen geben. Gut möglich, dass die Notenbanken das Stabilisierungspotenzial dieser Währungen bald erkennen werden», so Koe­nig. Nur wenige hätten jedoch die Kompetenz, ein solches System zu führen. Es gibt noch einen Haken: Die Währungsschwankungen sind enorm. So stürzte der Wert des Bitcoins in der ersten Augusthälfte um fast 50%.

Andere Experten warnen darum davor, das Geld in dieser Währung zu horten. Dazu kommt die Frage nach kriminellem Potenzial: Der Bezahlservice PayPal hat bereits einen Bitcoin-Händler aussperren müssen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • anonymus am 09.09.2011 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    FINGER WEG!!!!

    unsicher, gefährlich und nicht kontrollierbar

  • Eron Thiersen am 09.09.2011 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Virtuelle Gefahr!

    Mit Bitcoins ist man den virtuellen Kriminellen hilflos ausgeliefert und die Hacker sind den Unternehmen & Regierungen überlegen. Bitcoins sind auch eine länderüberspannende globale digitale Währung, nicht fassbares und doch manipulierbar, damit ist sie die ideale Währung um jegliche Demokratische Kraft im Keim zu ersticken! Ich kann euch nur raten Finger weg und warnt davor. Dieser Satz hat immer noch berechtigung: Nur Bares ist Wahres!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • anonymus am 09.09.2011 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    FINGER WEG!!!!

    unsicher, gefährlich und nicht kontrollierbar

  • Eron Thiersen am 09.09.2011 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Virtuelle Gefahr!

    Mit Bitcoins ist man den virtuellen Kriminellen hilflos ausgeliefert und die Hacker sind den Unternehmen & Regierungen überlegen. Bitcoins sind auch eine länderüberspannende globale digitale Währung, nicht fassbares und doch manipulierbar, damit ist sie die ideale Währung um jegliche Demokratische Kraft im Keim zu ersticken! Ich kann euch nur raten Finger weg und warnt davor. Dieser Satz hat immer noch berechtigung: Nur Bares ist Wahres!

    • Gewinner am 12.09.2011 10:04 Report Diesen Beitrag melden

      Gefahr-Ja, aber auch persönlicher Gewinn

      Ohne Risiko kein Gewinn :-P Ich kaufe es trotzdem - der Kurs ist doch zur Zeit sehr günstig. Es gibt bestimmt noch riskantere Währungen.

    • Jan schweizer am 12.09.2011 14:49 Report Diesen Beitrag melden

      Hat er nicht

      Bares ist nur Papier oder ein Metallstück ;-)

    • Manuel Klarmann am 24.09.2011 23:14 Report Diesen Beitrag melden

      Neu und ungewiss

      Man kann sich prima über die Währung informieren. Sie ist definitiv neu, und auch in der Tat unkonventionell. Das rechtfertig jedoch nicht, sie gleich als manipulierbar oder unsicher, etc. zu erklären. Gegenüber allen konventionellen Währungen hat sie theoretisch Vorteile. Allein das breite Vertrauen wie jetzt z.B. das welches der Dollar geniest, konnte sie noch nicht gewinnen. Jedoch dieses Vertrauen schwindet allmählich auch.

    • pazor am 26.09.2011 01:11 Report Diesen Beitrag melden

      eine Alternative mit Potential !

      bitcoin kann als Internetwährung betrachtet werden. Bezahlen mit einer Währung, die unabhängig von Bankkonten, von etablierten Bezahldiensten mit horrenden Gebühren und länderübergreifend hat sehr gute Chancen im weltweit agierenden Onlinehandel. Lokale Währung (USD, EUR, AUD, etc.) in eine einheitliche Internetwährung getauscht und zweckgebunden eingesetzt. Sinnvoll und zukunftsweisend.

    • Carsten am 05.10.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Alternative zu Bezahldiensten

      PayPal hat nicht nur einen Händler wegen Betrug aussperren müssen, was durchaus vorkommen kann, sondern sperrt Bitcoin-Verwender wahrscheinlich auch deshalb, weil Bitcoins dem eigenen Geschäftsmodell schaden. Denn Bitcoins bieten neben den klassischen Vorteilen von Bezahldiensten zusätzliche Vorteile. Zudem geht PayPal mit Willkür gegen Online-Händler vor, was beim Bitcoin niemals der Fall sein kann ( vgl. ). Daher ist der Bitcoin als Zahlungsart auch aus meiner Sicht zukunftsweisend.

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