Cola-Krieg

09. Februar 2012 15:42; Akt: 09.02.2012 15:49 Print

Pepsi streicht 8700 Jobs - trotz guter ZahlenPepsi streicht 8700 Jobs - trotz guter Zahlen

Pepsi baut seine Konzernstrukturen um und baut dazu in 30 Ländern tausende Stellen ab. 1,5 Milliarden Dollar will der Cola-Hersteller insgesamt einsparen.

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Tausende Angestellte von Pepsi müssen um ihren Job fürchten. (Bild: Keystone)

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Im Kampf mit Coca-Cola um die Gunst der Kundschaft müssen bei Pepsi rund 8700 Mitarbeiter gehen. Das sind etwa 3 Prozent aller Beschäftigten in 30 Ländern. Bis zum Jahr 2014 sollten insgesamt 1,5 Mrd. Dollar eingespart werden, erklärte der US-Lebensmittelmulti am Donnerstag.

Das eingesparte Geld soll unter anderem in mehr Werbung gesteckt werden. Auch die Pepsi-Aktionäre sollen einen Teil abbekommen durch eine höhere Dividende und einen Aktienrückkauf.

«2012 wird ein Jahr des Umbaus werden», sagte Konzernchefin Indra Nooyi. Pepsi muss unter anderem gestiegene Rohstoffkosten verdauen. In diesem wirtschaftlichen Umfeld sei es aber nicht möglich, einfach die Preise für Pepsi-Produkte im gleichen Masse zu erhöhen, erklärte der Konzern. «Wir mussten einige harte Entscheidungen treffen», sagte Finanzchef Hugh Johnston.

Es ist allerdings nicht so, dass Pepsi derzeit schlecht dastünde: Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn um 2 Prozent auf unter dem Strich 6,4 Mrd. Dollar. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 66,5 Mrd. Dollar zu, was allerdings auch an der Übernahme zweier wichtiger nordamerikanischer Abfüllbetriebe lag.

Auch das letzte Quartal war positiv. Der Pepsi-Konzern steigerte im vierten Quartal seinen Überschuss auf 1,42 Mrd. Dollar von 1,37 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 20,2 Mrd. Dollar.

Erzrivale Coca-Cola war jedoch noch rasanter gewachsen. Das hatte den Druck auf Pepsi erhöht. PepsiCo, wie der Konzern vollständig heisst, produziert neben der bekannten Cola auch Fruchtsäfte (Tropicana), Eistee (Lipton), Snacks (Lay's, Doritos) und Frühstücksflocken (Quaker Oats).

Für 2012 rechnet Pepsi wegen der Investitionen mit einem Ergebnisrückgang um fünf Prozent. Im kommenden Jahr sei dann wieder ein Wachstum im hohen prozentual einstelligen Bereich zu erwarten.

(sda)

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