Frankreich

13. Juni 2018 02:19; Akt: 20.06.2018 06:07 Print

Vorwürfe gegen Postauto verdichten sich

Dem französischen Tochterunternehmen der Postauto AG droht eine Millionenbusse.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kurz nach Bekanntwerden des Buchungsskandals bei der Postauto AG vermutete das SRF-Magazin «Eco», dass «ein Teil der in der Schweiz illegal erschlichenen Millionen-Gewinne nach Frankreich geflossen» seien. Der Vorwurf der rechtswidrigen Staatssubventionierung erhärtet sich nun weiter.

Gemäss «Blick» flossen 54 Millionen Franken in die Tochtergesellschaft Carpostal France und 17 Millionen nach Liechtenstein. Dies sei das Ergebnis eines Untersuchungsberichts der Kanzlei Kellerhals Carrard, die den Buchungsskandal für die Post unter die Lupe genommen hatten. Bei der Summe handelt sich dabei um Geld aus Gewinnen, die die Postauto AG im subventionierten Geschäftsbereich erzielt und zu hohen Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Wie es in dem Bericht weiter heisst, würden sich die «Geldflüsse von Postauto an das Stammhaus aus dem Abschöpfen von Gewinnen» weitgehend «mit den Geldflüssen nach Frankreich und Liechtenstein» decken. Das sei zwischen 2006 und 2011 der Fall gewesen, nach 2011 habe die Postauto AG ihre Tochterfirma direkt finanziell unterstützt.

Wegen rechtswidriger Staatssubventionierung steht Carpostal bereits vor Gericht. Die Firma wurde zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 11 Millionen Euro verurteilt. Doch sie reichte Beschwerde dagegen ein. Im September wird das neue Urteil erwartet.

(roy)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Koch am 13.06.2018 05:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    moderne Gaunerrei

    überall nur noch Lug und Betrug. Was soll man da seinen Kindern noch lehren

  • Don Bazoo am 13.06.2018 05:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich,

    dass sich im Zusammenhang mit den gegebenen Umständen eine Firma noch traut Beschwerde einzureichen ist ja wohl der Gipfel der Frechheit!

  • Insider am 13.06.2018 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganze alte KL muss weg!

    Die Chefin und GL Postauto müssen gehen, okay. Aber was ist mit den übrigen KL Mitglieder der Post. Einer wird Nachfolger und die anderen schweigen! Auch die KL, die damals weg geschaut hat muss gehen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karlchen am 13.06.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Irgendwie erinnert mich die ganze Affäre an den Swissair Skandal. Auch da wurde die GL gefeuert und der VR wusch die Hände in Unschuld. Kann mir keiner sagen, der VR wusste nichts davon und wenn nicht, hat er seine Aufgaben nicht gemacht. Insofern muss man den VR auch zur Verantwortung ziehen oder heisst VR versprochene Rendite.

  • Martial2 am 13.06.2018 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Strauss Politik...

    Bei diesem Skandal haben alle gelogen... Man kann nicht als CEO oder VR-Präsident einen Geschäft führen, ohne den Geschäftsgang zu kennen!

  • Daniel am 13.06.2018 11:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    In der Privatwirtschaft wird jeder fristlos entlassen und vor Gericht gezerrt bei solch betrügerischen Verhalten. Hier bekommt man 6 Monate weiter Lohn (enorme Summen die der Steuerzahler berappen darf) und weiter geht das Leben

  • voni50 am 13.06.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Denkweise

    Und wie ist das mit Herrn Korradi? Er war doch die Person, welche für die reibungslosen Transferabläufe nach Lichtenstein und Frankreich von Staatsgeldern verantwortlich war, respektive die Machbarkeiten prüfen musste! Aber was nicht explizit verboten ist, kann man ja mal probieren, dachten diese Leute! Oder ?

  • Will Helm am 13.06.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Ich finde es eine absolute Frechheit dass die Pstauto AG in Frankreich mit Catpostal expandiert, das zu Dumping Preise, um die Konkurenz auszuschalten. Und wir hier in der Schweiz zahlen die hohe Kosten. Ich glaube nicht dass der damalige Finanzchef Hr. Koradi von den ganzen Machenschaften um diesen Skandal einfach nichts wusste. Solchen Leuten gehört der Prozess gemacht, und bestraft. Aber eben das bringen nur die USA hin, hier in der Schweiz kommen Sie einfach davon.