Unter dem Hammer

06. Februar 2018 07:46; Akt: 06.02.2018 07:46 Print

Richtig alte Ikea-Möbel können richtig teuer sein

Wer einen gut erhaltenen Ikea-Klassiker versteigert, kann damit gut verdienen. Auktionshäuser zeigen Einrichtungsstücke, die viel Geld einbrachten.

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Zwei Stühle des Typs «Amiral» von Karin Mobring aus den 1970er-Jahren wurden für etwa 1700 Euro beim Auktionshaus Barnebys versteigert. Das 63 Teile umfassende, blau geblümte Porzellan-Teeservice «Nejlika» wechselte bei einer Auktion für rund 1100 Euro den Besitzer. 1974 entwarfen Ole Gjerløv-Knudsen and Torben Lind diese vier Plastik-Sessel für den Möbel-Hersteller. Ihr Name: «Skopan». Für 200 Euro wurden sie versteigert. Der Sessel «Impala» ist ein absoluter Ikea-Klassiker. Das Design stammte 1972 von Gillis Lundgren. Der Sessel kam bei Bukowskis unter den Hammer. Die Erlös aus der Auktion wurde nicht bekannt gegeben. Und weils gerade so schön ist: Der Sessel «Impala» in Gelb. Diese «Vilbert»-Stühle wurden 1993 von Verner Panton entworfen. Ihr neuer Besitzer blätterte für die Sitzgelegenheiten in Colour-Blocking-Optik 800 Euro hin. Der rote Ledersessel «Q56» wird weltweit bei Auktionshäusern mit etwa 1000 Euro gehandelt. Die Sessel «Fatöljer» von Erik Wörtz gingen für jeweils 1700 Euro weg. Der Tisch «Bergslagen» ist bei einer Auktion etwa 2600 Euro wert gewesen. Dieses Bücherregal im Retro-Look wurde bei Barnebys für rund 3400 Euro versteigert. Zwei Stühle des Modells «Oti», die Niels Gammelgaard für Ikea entworfen hatte, wechselten im Jahr 2016 bei einer Auktion für 975 britische Pfund (heute etwa 1200 Franken) den Besitzer. Zwei Liegesessel aus der «Skye»-Serie wurden für 450 britische Pfund (rund 600 Franken) bei Bukowskis versteigert. Passen perfekt in jede Küche: Die «Tellus»-Stühle. Für wie viel sie bei Stockholms Auktionsverk unter den Hammer kamen, ist leider nicht bekannt.

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Bei Ikea denken die meisten an einen «Lack»-Beistelltisch für 7.95 Franken oder an ein «Kallax»-Regal für 29.95 Franken. Doch es gibt auch Ikea-Möbel, die deutlich mehr wert sind – und bei Auktionen für Tausende von Franken den Besitzer wechselten.

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(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ikeaner am 06.02.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Qualität...

    ...war das noch! Metall wurde da noch verwendet und wahrscheinlich massives Holz. Nicht so wie heute.

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  • beni king am 06.02.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitgeist

    leider habt IKEA auf die Mentalität 'hauptsache billig' reagiert und die qualitativ guten Produkte laufend aus dem Programm genommen :-( haben schöne Designklassiker aus der frühen Zeit :-) aber wir kaufen aus Prinzip nichts aus Spanplatte (auch kein Billyregal!) früher hat man ja auch nicht jedes Jahr die Möbel ersetzt - da musste es besser gebaut sein und durfte auch entsprechend kosten.

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  • Vivienne am 06.02.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Leben lang

    Gute Möbel haben ihren Preis (z.B. USM, Eames, Corbusier), dafür kann man sich ein Leben lang daran erfreuen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ursus am 06.02.2018 20:54 Report Diesen Beitrag melden

    Unverwüstlich

    Gorm. Neben dem Billy-Regal ein unverwüstlicher Klassiker

  • Vivienne am 06.02.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Leben lang

    Gute Möbel haben ihren Preis (z.B. USM, Eames, Corbusier), dafür kann man sich ein Leben lang daran erfreuen.

  • G. Raffel am 06.02.2018 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Einen gut erhaltenen Ikea-Klassiker

    gibt's nur, wenn man ihn schön verpackt an einem sicheren, gut klimatisierten Ort vergisst. Ansonsten fällt das Zeug irgendwann zuverlässig auseinander.

  • N.B. am 06.02.2018 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön...?

    Mal ehrlich: wer findet diese prähistorischen Möbelstücke wirklich schön, abgesehen von der Tatsache, dass diese Teile für ganz schön viel Geld ihren Besitzer wechseln konnten...? - Das nenn ich wahre SammlerLiebe :-)

    • Mathias am 06.02.2018 17:43 Report Diesen Beitrag melden

      Prähistorisch?

      Mit prähistorisch bezeichnet man die Zeit vor der schriftlichen Geschichtsaufzeichnung in Europa. In Anbetracht rund gerade mal 40-jähriger Möbelstücke, die übrigens allesamt auffällig starke Bezüge zu Originalen von Breuer, Corbusier oder Aalto nehmen, ist das schlicht deplatziert. Und ich frage mich echt, wie Sie dann z.B. einen Jugendstil-Sekretär oder eine Louis-XVI.-Récamière bezeichnen, wenn Sie Möbelstücke der damals noch aufkeimenden Postmoderne schon so verhöhnen.

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  • beni king am 06.02.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitgeist

    leider habt IKEA auf die Mentalität 'hauptsache billig' reagiert und die qualitativ guten Produkte laufend aus dem Programm genommen :-( haben schöne Designklassiker aus der frühen Zeit :-) aber wir kaufen aus Prinzip nichts aus Spanplatte (auch kein Billyregal!) früher hat man ja auch nicht jedes Jahr die Möbel ersetzt - da musste es besser gebaut sein und durfte auch entsprechend kosten.

    • tjt am 06.02.2018 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @beni king

      Für mich sind Billyregale die besten Bücherregale. Habe sie etwas umgebaut und konnte so hunderte von Bücher verstauen. Nur mein Eigenbau ist noch besser.

    • Julia am 06.02.2018 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @beni king

      Nur habe ich keine Lust 20 Jahre die gleichen Möbel im Haus zu haben

    • G. Bastel am 06.02.2018 19:09 Report Diesen Beitrag melden

      Dein Eigenbau?

      Ikea hat alles dafür. So wurden Sie reich. Bau weiter.

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