Sportbekleidung

19. November 2012 12:52; Akt: 19.11.2012 13:48 Print

Schwarze und weisse Schafe im Outdoorgeschäft

Das Geschäft mit Outdoor-Sportbekleidung boomt. Davon profitieren nicht alle, am wenigstens die Näherinnen und Näher. Immerhin zeichnet sich Besserung ab.

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Fotografisches Spektakel am Ago del Torrone: Mitte September 2012 inszenierte Mammut mit Fotograf Robert Boesch das neue Kampagnensujet. Der Schweizer Outdoor-Spezialist gehört laut EvB zu den fortschrittlichen Unternehmen. (Bild: Keystone)

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Laut der Erklärung von Bern (EvB) nehmen die Hersteller von Outdoor-Sportkleidung ihre soziale Verantwortung besser wahr. Fortschritte sieht die Organisation vor allem bei der Informationspolitik der Firmen.

Zum dritten Mal seit 2009 befragte die Erklärung von Bern im Rahmen der Clean Clothes Campaign (CCC) Anbieter von Sportfunktionskleidung zu den Sozialstandards in ihren Produktionsstätten. Gute Noten erhielten die Schweizer Unternehmen Mammut und Odlo, am schlechtesten weg kommt die deutsche Firma Erima.

Solche Ergebnisse bestätigen uns in den unternommenen Anstrengungen und zeigen auf, dass wir auf dem richtigen Weg sind», freut sich Mammut-Sprecher Harald Schreiber. 2008 trat Mammut der Fair Wear Foundation bei und baute ein internes Monitoring-System auf. «Ziel ist es, alle Zulieferer für genähte Produkte zu überwachen und damit über gemessen am Umsatz 90 Prozent der Waren auf faire Arbeitsbedingungen zu kontrollieren», so Schreiber.

Die NGO lobt: Zwei Drittel der 25 befragten Unternehmen haben soziale Leitlinien eingeführt, die öffentlich zugänglich sind - doppelt so viele wie noch 2010. Darüber hinaus nehmen elf Unternehmen an unabhängigen Überprüfungsinitiativen teil, welche die Einhaltung dieser Standards kontrollieren.

Handlungsbedarf bei den Löhnen

Dringenden Handlungsbedarf sieht die auf Entwicklungspolitik spezialisierte Organisation bei den Löhnen: Nur sieben Unternehmen hätten sich auf die Zahlung von existenzsichernden Löhnen an ihre Näherinnen und Näher verpflichtet, schreibt die EvB in ihrer Mitteilung von Montag.

Die Erklärung von Bern schätzt, dass in Europa jährlich etwa 10 Mrd. Euro für Outdoor-Ausrüstung ausgegeben wird. Die Branche verzeichne jährlich ein Umsatzwachstum von bis zu 10 Prozent.

(whr/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Kopp am 19.11.2012 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Zeichner

    Made in Europa ist angesagt China interessiert niemanden mehr. Alles die gleiche Schiene und die Umwelt wird verschmuzt.

  • Florian am 20.11.2012 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Qualität kostet Geld

    Es gibt keine Wunder auf der Welt. Qualität kostet Geld. Ich bin stolz, dass wir eine Schweizer Firma wie Mammut haben, die weltweit vorne mitspielt! Mammut war als erste Firma in der Outdoor-Branche Mitglied der Fair Wair Foundation. Dieses Engagement zahlt sich nun in diesem guten Rating von EVB aus. Es fällt auf, dass die billigen Handelsmarken im thema soziale Verantwortung weit hinterherhinken. Qualität kostet eben Geld. Weiter so Mammut.

  • zalando gegner am 19.11.2012 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    allen zwingend auf die Finger schauen!!! Billigpro

    Mammut schaut ja fûr gute Arbeitsbedingung! und das Kostet! NoName ist Günstig, dafür schlechte Bedingungen für die AN' ! lg

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jimmy am 21.11.2012 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    was der Kunde zahlt, zählt

    Kauft doch noch mehr bei Lidl, Aldi und Co ein! Super-cooler Windbreaker für 8.99! So lange solche Kleider gekauft werden, so lange werden diese unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt und von skrupellosen Unternehmen ausgenutzt.

  • m. schaffner am 20.11.2012 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Transparenz

    Es sollte für ein Produkt ausgewiesen werden, wer wieviel Prozent daran verdient (Herstellende Person, Herstellerfirma, Zwischenhändler,..) - ähnlich wie die Kalorientafel bei Nahrungsmitteln

  • Bruno Stöckli am 20.11.2012 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Daneben

    Auch Mammut ist nicht das Gelbe vom Ei. Auch wenn sie einen 10er mehr bezahlen als die anderen. Die Preise sind überrissen zu hoch und die Qualität lässt zu wünschen übrig. Das sind meine Erfahrungen als Bergsteiger.

  • Florian am 20.11.2012 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Qualität kostet Geld

    Es gibt keine Wunder auf der Welt. Qualität kostet Geld. Ich bin stolz, dass wir eine Schweizer Firma wie Mammut haben, die weltweit vorne mitspielt! Mammut war als erste Firma in der Outdoor-Branche Mitglied der Fair Wair Foundation. Dieses Engagement zahlt sich nun in diesem guten Rating von EVB aus. Es fällt auf, dass die billigen Handelsmarken im thema soziale Verantwortung weit hinterherhinken. Qualität kostet eben Geld. Weiter so Mammut.

  • Franz Kopp am 19.11.2012 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Zeichner

    Made in Europa ist angesagt China interessiert niemanden mehr. Alles die gleiche Schiene und die Umwelt wird verschmuzt.

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